LNV-Infobrief Oktober 2021

Im Blickpunkt: Rückblick auf unser 50-jähriges Jubiläum

Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,
sehr geehrte Damen und Herren,„Zwischen Frust und Freude“ lautet der treffende Titel unserer Verbandschronik. Den Frust erleben wir oft genug, aber unsere Jubiläumsveranstaltung war eine Quelle der Freude. So viele bekannte Gesichter, so viel gegenseitige Bestärkung. Zwei hochrangige Redner bereicherten unser „Familientreffen“. Ministerpräsident Kretschmann würdigte die Arbeit des LNV als eine engagierte Stimme der Vernunft und bedankte sich herzlich für die freiwillige Arbeit der vielen Naturschützerinnen und Naturschützer im LNV. Ohne dieses großartige Engagement wäre es schlecht bestellt um die Zukunft vieler bedrohter Arten in unserer Heimat. „Unprätentiös“ und beharrlich verfolge der LNV seine Ziele und habe beispielsweise mit den Landschaftserhaltungsverbänden schöne Erfolge vorzuweisen. Der Ministerpräsident erinnerte daran, dass der Naturschutz vor 50 Jahren noch ein politisches Orchideenfach war. Heute sei er vom Orchideen- zum Pflichtfach geworden und stehe im Zentrum seiner Politik.Die zweite Rednerin war Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BW Städtetages. Ihr Thema war die Energiewende unter dem Titel „Rotmilan gegen Windrad – (k)einer wird gewinnen?“ Für eine naturverträgliche Energiewende sei es unverzichtbar, dass Energie- und Natur-Engagierte sich zu tragfähigen Kompromissen zusammenraufen. Hierfür sei der LNV eine geeignete Plattform, da ihm beide Anliegen gleich wichtig seien, Klimaschutz und Artenschutz. Heute-Bluhm betrachtet Artenschutzpläne als ein geeignetes Mittel für eine Zusammenführung von Klima- und Naturschutz, für das sich Kommunal- und Umweltverbände gemeinsam einsetzen. Als Geschenk des Städtetages kündigte Frau Heute-Bluhm eine Spende für die „LNV-Initiative Artenkenntnis“ an. Und als besonderes „Schmankerl“ möchte sie persönlich LNV-Fördermitglied werden. Darüber freuen wir uns besonders!Ich durfte diese Beiträge durch einen Rückblick auf die letzten 50 Jahre und einen Ausblick auf die nächsten einrahmen. Die stimmungsvolle Gitarrenmusik von Georg Lawall und die kenntnisreiche und originelle Moderation des Präsidenten der Forstlichen Versuchsanstalt, Prof. Dr. Ulrich Schraml, machten unser Jubiläum zu einer runden Sache.Mir bleibt, allen Mitwirkenden herzlich zu danken – neben den Genannten vor allem unserer Geschäftsstelle, aber auch Monika Renninger vom Hospitalhof Stuttgart, in dem wir schon oft zu Gast sein durften.Ich bin sicher, alle anwesenden Naturschützerinnen und Naturschützer fuhren gestärkt und ermutigt für die tägliche Arbeit nach Hause. Geben Sie den Schwung weiter an diejenigen, die nicht dabei sein konnten, auf dass uns weitere 50 erfolgreiche Jahre bevorstehen.IhrDr. Gerhard Bronner
LNV-Vorsitzender 

Inhalt

LNV Aktiv
Aus der Initiative Artenkenntnis
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Termine und Aktionen
und außerdem

LNV-Infobrief als pdf zum Herunterladen: LNV-Infobrief Oktober 2021

LNV aktiv

50 Jahre LNV – großes Jubiläumsfest in Stuttgart

Gründungsvision wurde Wirklichkeit– Herausforderungen bleiben

Mit einem großen Fest hat der LNV am 18.9.2021 in Stuttgart sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert. 140 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung und Verbänden würdigten das jahrzehntelange Engagement des LNV und blickten auf große und kleine Erfolge zurück. Dabei wurde deutlich: Die Vision der Gründer des LNV ist in weiten Teilen Wirklichkeit geworden. Es gelang dem Dachverband LNV, die Kräfte und Kompetenzen der Naturschutzvereine im Land zu bündeln, Gräben zu überwinden und der Natur eine starke Stimme zu geben. Ministerpräsident Kretschmann betonte in seiner Ansprache, der Naturschutz habe sich vom Orchideen- zum Pflichtfach entwickelt. Logr

Festakt 50 Jahre LNV

 

LNV-Zukunftsforum: Klimawandel in BW

Auswirkungen auf Biodiversität und Ökosysteme, 13.11.2021, Stuttgart

Die Folgen des globalen Klimawandels machen auch vor Baden-Württemberg nicht halt. Es wird immer heißer. Gleichzeitig ändern sich die Menge und Verteilung der Niederschläge. Die Folgen der Klimaveränderung für unsere Natur und Umwelt, für die Ökosysteme und Biodiversität, den Wald, den Boden und das Leben der Menschen sind drastisch: Dürren, verheerende Überschwemmungen, abgestorbene oder völlig veränderte Wälder. Welche konkreten Auswirkungen sind in BW zu erwarten? Und: Muss der Naturschutz neu gedacht werden? Wir laden Sie herzlich ein. Logr

Informationen und Anmeldung

Zwischen Frust und Freude – Chronik 50 Jahre LNV

Reich bebilderte Naturschutzgeschichte

„Zwischen Frust und Freude – 50 Jahre Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg“ – so hat der LNV seine Chronik überschrieben, die pünktlich zum Jubiläumsfest im Buchhandel erhältlich ist. Denn eine Mischung aus Frust und Freude hat die Arbeit der LNV-Aktiven in den vergangenen fünf Jahrzehnten geprägt. Auf 174 Seiten zeichnet der LNV seine Geschichte nach und stellt sie in den zeitgeschichtlichen Kontext. Das durchgehend farbige und reich bebilderte Buch ist im Verlag Manfred Hennecke erschienen und zum Preis von 19,80 Euro im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978-3-948138-07-3). Logr

http://www.verlag-hennecke.de/Natur/

LNV-Position zum Bodenschutz

LNV-Info 07/2021 – Position und Forderungen an die Landesregierung

Der Schutz des Bodens (in Abgrenzung zur Fläche) wird immer wichtiger, doch politisch tut sich nicht viel für seinen Schutz. Der LNV-Vorstand hat am 7.7.2021 unter Federführung des LNV-Referenten für Flächen- und Bodenschutz, Prof. Dr. Willfried Nobel, ein LNV-Positionspapier zum Bodenschutz beschlossen. Themen sind u. a. die stärkere Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit von Böden bei Planungsverfahren und die Flurbilanz als verbindliches Instrument der agrarstrukturellen Planungspraxis. Tr/Logr
LNV-Info 07/2021

Lichtverschmutzung – ein unterschätztes Umweltproblem

LNV-Info 08/2021 zum Schutz der Nacht

Der LNV widmet sich im LNV-Info 08/2021 eingehend dem Umweltproblem Lichtverschmutzung und nennt Hintergründe und Auswirkungen von Lichtimmissionen. In einem weiteren Abschnitt zeigt es Handlungsempfehlungen insbesondere für Kommunen auf. Das LNV-Info nennt technische Anforderungen, gibt Tipps für Festsetzungen in Bebauungsplänen und Stellungnahmen sowie für die Verbesserung vorhandener Beleuchtung und vieles mehr. Es richtet sich an Naturschutzgruppen, Kommunen und Behörden und an alle Interessierten. Tr/Logr

LNV-Info 08/2021 

Photovoltaik-Pflicht auf Gewerbedächern und -Parkplätzen

Gemeinsame Stellungnahme zur geplanten PV-Pflicht-Verordnung des UM

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme begrüßen BUND, Fridays for Future, LNV und NABU die geplante Einführung einer Pflicht zur Nutzung von gewerblichen Dachflächen und Parkplätzen für Photovoltaikanlagen (PV). Sie halten den achtseitigen Verordnungs-Entwurf des UM für eine praxisorientierte Umsetzung allerdings für zu lang, zumal er neue Fragen aufwirft. Besser wäre es, die grundlegende Zielsetzung – möglichst viel installierte Leistung (nicht möglichst viel belegte Dachfläche) – festzulegen und den unteren Baurechtsbehörden bei der Umsetzung mehr Spielraum zu belassen. Tr

Gemeinsame Stellungnahme

Fortbildungen zur Stärkung des Naturschutz-Ehrenamtes…

…im Rahmen des LNV-Projekts StEiN (Stärkung des Ehrenamtes im Naturschutz)

Die Fortbildungen sind für Naturschützer*innen kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung unter LNV-Veranstaltungen oder direkt unter der jeweiligen Veranstaltung. Der LNV dankt dem UM für die Förderung des Projekts.

Aktuell: Programm Juli bis Dezember 2021 – ein vielfältiges Angebot an Online- und Präsenzveranstaltungen in unterschiedlichen Formaten wartet auf Sie. Schmökern Sie doch gerne mal rein…. Ort

 

8.10.2021 Fachseminar Bodenschutz – Boden wertschätzen und erhalten
wird ins Frühjahr verschoben wegen Krankheit
Professor Dr. Günther Turian (Uni Hohenheim)
Professor Dr. Hans-Karl Hauffe (HfWU), Professor Dr. Jean Charles Munch (TU München), Professor Willfried Nobel (HfWU und LNV-Referent).

Initiative Artenkenntnis – Sieben Fachpraxisseminare Artenkenntnisse für Stellungnahmen

20.10.2021 Einführung und rechtliche Grundlagen

27.10.2021 Die Aufgaben von Gutachterbüros

 

Expertengespräche im LNV – Online
jeden 1. Dienstag im Monat von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr

Mit diesem Angebot möchte der LNV aktuelle Themen und Trends aufgreifen. Er lädt zum Fachgespräch ein, um den intensiven Austausch anzuregen. Expert*innen und Interessierte diskutieren, gerne kontrovers, aber immer konstruktiv. Die Fachgespräche sind für Naturschützer*innen kostenlos. Eine Übersicht über die geplanten Gespräche finden Sie hier. Informationen und Anmeldung unter LNV-Veranstaltungen oder direkt unter dem jeweiligen Expertengespräch. Ort

 5.10.2021 Im Gespräch mit Patrik Stromski, UM und Dr. Klaus Schmieder, Uni Hohenheim, Eröffnung durch Martin Engelhardt LNV-Referent für Streuobst

Neue gesetzliche Regelungen im Streuobstschutz – Welcher Schutz gilt? Wann greift § 33a NatSchG?

2.11.2021 Im Gespräch mit Uwe Heidenreich, Büro für Umweltstudien Hockenheim
Grabenpflege – Noch nötig oder schon überflüssig?

LNV-Pressemitteilungen

LNV vergibt Ehrennadel an engagierten Naturschützer Konrad Baumer
Auszeichnung für Konrad Baumer aus Vogtsburg
Zwischen Frust und Freude: 50 Jahre LNV
Großes Jubiläum des Dachverbands der Naturschutzvereine
Festakt: 50 Jahre Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg
Gründungsvision ist Wirklichkeit geworden

Aus der Initiative Artenkenntnis

Youth in Nature – mit fünf Gruppen ins neue Schuljahr

Weitere Jugendliche begeistern sich für Artenkenntnisse

Nach den Sommerferien startete das LNV-Jugendprojekt Youth in Nature (YiN) ins zweite Jahr. Rund 90 Jugendliche in fünf Regionalgruppen sind dabei; die meisten bereits im zweiten Jahr! Aber auch neue Jugendliche konnten für das Projekt gewonnen werden. Die meisten Jugendlichen sind zwischen 11 und 17 Jahre alt. Neben den eintägigen Samstags-Exkursionen planen die Gruppenleitungen für das nächste Jahr je eine Wochenend-Exkursion. Für Kurzentschlossene: In den Stuttgarter Gruppen sind noch einige Plätze frei! Schl

youth-in-nature

Fachpraxisseminar Artenkenntnis

Start einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe von StEiN und IniA

Im Oktober startet der LNV eine Veranstaltungsreihe, die im Rahmen der LNV-Initiative Artenkenntnis (IniA) in Zusammenarbeit mit dem LNV-Projekt StEiN (Stärkung des Ehrenamtes im Naturschutz) konzipiert worden ist. Die Veranstaltungsreihe soll ehrenamtliche Naturschützer*innen bei Stellungnahmen zu Planungsvorhaben, insbesondere bei der Beurteilung artenschutzrechtlicher Gutachten, unterstützen. Schl

Fachpraxisseminar Artenkenntnis

LNV-Initiative Artenkenntnis

Treffen der Mitgliedsverbände

Inzwischen haben einige LNV-Mitgliedsverbände eigene Ansprechpersonen für die Initiative Artenkenntnis benannt. Ende Juli fand ein erstes virtuelles Treffen dieses Personenkreises statt. Es wurden unter anderem Ideen speziell für Aktionen der Initiative unter Mitwirkung der Mitgliedsverbände entwickelt. Eine mögliche Umsetzung wird geprüft. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten weiterhin auf der Fortbildung von Lehrkräften sowie Angeboten zur Schulung der Artenkenntnis für Schulklassen. Schl

Informationen zur Initiative Artenkenntnis

Erstmals Zertifikat Feldbotanik an der Uni Hohenheim

Leistungsnachweis für Pflanzenkenntnisse jetzt auch in Stuttgart

An der Universität Hohenheim wurde im Juli erstmals für 22 Expert*innen das Zertifikat Feldbotanik ausgestellt und damit ihre Artenkenntnis zertifiziert. Die Zertifizierung Feldbotanik erfolgt in drei Stufen: SW Anemone (200 Arten), SW Berberis (400 Arten) und SW Corydalis (600 Arten) und dient als Leistungsnachweis für botanische Artenkenntnis, besonders in Südwestdeutschland. Die Prüfungen sind nicht an den Besuch von Lehrveranstaltungen gebunden. Im kommenden Jahr werden Prüfungen in BW voraussichtlich in Freiburg, Stuttgart und Tübingen angeboten. Interessierten bleibt also noch genügend Zeit fürs Üben. Logr

Uni Hohenheim-PM vom 10.07.2021I Informationen zur Zertifizierung

Aus Politik und Verwaltung

Insektenschutzgesetz

BNatSchG-Änderungen ab 1.3.2022 in Kraft

Das vom Bundestag am 24.06.2021 beschlossene sogenannte Insektenschutzgesetz ist im Bundesgesetzblatt vom 30.08.2021 verkündet worden. Es tritt am 1.3.2022 in Kraft. Die Regelungen zum Schutz vor Lichtimmissionen treten erst mit der zugehörigen Rechts-Verordnung in Kraft. Daher sind die Neuerungen in der Internetversion des BNatSchG vorerst nicht zu finden. Tr

Insektenschutzgesetz im Bundesgesetzblatt

Mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität im Straßenraum

Parkgebühren-Verordnung gibt Kommunen mehr Handlungsspielraum

Das Land will den Straßenraum für Bürger*innen sowie für alle Mobilitätsformen öffnen. Parkgebühren sind Teil eines Bündels von Maßnahmen. Mit der Parkgebühren-Verordnung ermöglicht das Land den Kommunen eine angemessenere Bepreisung des Parkens, was bisher bundeseinheitlich geregelt war. Eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) eröffnet Gestaltungspielraum. Den Ländern wird gleichzeitig erlaubt, die Ermächtigung in Form einer Delegationsverordnung weiter zu übertragen. Mit der Parkgebühren-Verordnung überträgt das Land den vollen Handlungsspielraum an die Kommunen. Tr

VM-PM vom 6.07.2021

Nassholzlagerplätze

Rahmenbedingungen für Zulassung und Betrieb

MLR und UM haben eine gemeinsame Handreichung (14 Seiten) für Nassholzlagerplätze erarbeitet. Sie gibt einen Überblick über die aktuellen Rahmenbedingungen zur Zulassung und zum Betrieb. Der Klimawandel hat zum großflächigen Absterben von Fichtenbeständen, aber auch anderen Baumarten geführt und es ist damit zu rechnen, dass Extremwetterereignisse und Schadorganismen die Wälder immer häufiger heimsuchen. Nassholzlagerplätze an geeigneten Plätzen seien ein wichtiger Beitrag für einen effektiven Schutz des Holzes und der Wälder. Tr

Handreichung Nasslagerplätze I MLR-PM vom 26.8.2021

Ökologische Pflege des Straßenbegleitgrüns

Ergebnisse des Modellprojekts

Im Auftrag des VM wurden in sechs Landkreisen Pflegemaßnahmen und Blühflächen auf straßenbegleitenden Flächen und ihre Bedeutung für Wildbienen untersucht. Im Ergebnis zeigt das Projekt, dass bei der sogenannten Regelpflege Anpassungen erforderlich sind. Einsparmöglichkeiten ergeben sich leider nur wenige. Um deutlich mehr Artenvielfalt entlang von Straßen zu schaffen, bedarf es einer Aufwertung ausgewählter Flächen (Aushagerung, Anlage von Blühflächen). Diese hochwirksamen Maßnahmen mit raschen Erfolgen können aber nur mit zusätzlichen Haushaltsmitteln umgesetzt werden. Tr

VM-PM vom 30.07.2021 I Ergebnis-Studie

FFH-Managementpläne fertig gestellt

Alle 212 Fauna-Flora-Habitat-Gebiete mit MaP

Schritt 1 war die (sehr verspätete!) Meldung der FFH-Schutzgebiete an die EU-Kommission (in 2005). 16 Jahre danach ist nun Schritt 2 getan: Mit dem Managementplan (MaP) für das FFH-Gebiet „Kandelwald, Rosskopf und Zartener Becken“ erhielt das letzte von insgesamt 212 FFH-Gebieten in BW einen MaP (Regierungsbezirk Freiburg 59, Tübingen 56, Stuttgart 49 und Karlsruhe 48). Die Umsetzung der Schutzmaßnahmen läuft vorrangig über freiwillige Verträge mit den Landbewirtschaftern. Daher wurden die Landesmittel für Pflege und Aufwertung von 17 Mio. Euro (2015) auf über 26 Mio. Euro (2020) erhöht. Tr

LUBW-Liste der MaP-Endfassungen  I   UM-PM vom 20. September 2021

Erstmals Nationale Moorschutzstrategie


Grundsätze, Ziele und Maßnahmen für einen bundesweiten Moorschutz
Das Bundesumweltministerium hat erstmals eine Nationale Moorschutzstrategie veröffentlicht. Sie enthält Grundsätze, Ziele und Maßnahmen, die für einen erfolgreichen Moorschutz auf Bundesebene erforderlich sind. Z. B. soll es für entwässerte, derzeit land- und forstwirtschaftlich genutzte Moorböden finanzielle Anreize für freiwillige Wiedervernässungsmaßnahmen geben. Ambitionierter Moorschutz ist wichtig für Klimaschutz und Biodiversität und für eine nachhaltige Landwirtschaft. Die Moorschutzstrategie ist das Ergebnis eines breit angelegten Beteiligungsprozesses. Logr

BMU-Newsletter vom 01.09.2021

 

Daten, Fakten, Hintergründe

NABU fordert Offenlegung von Pestizideinsatzdaten

Gerichtsurteil stellt klar: Daten zum Pestizideinsatz sind Umweltinformationen

Der NABU hatte vor dem Verwaltungsgericht in Mannheim geklagt und in letzter Instanz Recht bekommen. Das Urteil stellt klar, dass es sich bei Daten zum Pestizideinsatz um Umweltinformationen handelt, die jeder Bürger und jede Bürgerin auf Wunsch erhalten können muss. Nach diesem Urteilsspruch fordert der NABU nun eine bundesweite Offenlegung der Pestizideinsatzdaten. Das aktuelle Urteil aus BW ist ein großer Erfolg für den Artenschutz. Wie umfangreich Pestizide eingesetzt werden und in welcher Relation dies zum Rückgang unserer Insektenvielfalt beiträgt, lässt sich nur anhand genauer Daten bewerten. Ort

PM-NABU vom 15.09.2021   I   Positionspapier   I  Urteil VG Mannheim

Zwischenbilanz zum Biodiversitätsstärkungsgesetz in BW

Nachbesserungsbedarf zum Streuobstwiesenschutz und Schottergartenverbot

Das vor einem Jahr verabschiedete Biodiversitätsstärkungsgesetz war ein wichtiger Meilenstein, um den Arten- und Biotopschutz in BW voranzubringen. Doch trotz einiger Fortschritte, etwa in der Landwirtschaft und beim neuen Kompensationskataster, verfehlt das Gesetz seine Ziele bei Streuobstwiesenschutz und Schottergartenverbot. Der NABU BW informiert über Details und fasst in einem weiteren Link die Ergebnisse seiner Sofaakademie zu den beiden Herzensthemen der Aktiven zusammen. Logr

Zwischenbilanz Biodiversitätsstärkungsgesetz  I  Ergebnisse 8. Sofaakademie

Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“

im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Das Projekt u. a. des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) will den Rückgang der Rebhuhn-Bestände in Deutschland stoppen. Das zweijährige Verbundprojekt dient der Vorbereitung bundesweiter Schutzmaßnahmen. In einem ersten Schritt sollen das verfügbare Wissen zum Rebhuhnschutz analysiert und alle relevanten Akteure bundesweit mobilisiert und vernetzt werden. In einem Bewerbungsverfahren werden parallel bereits potenzielle Projektgebiete für konkrete Schutzmaßnahmen ausgewählt. Tr

Informationen zum Projekt  I    BMU PM vom 2. August 2021  I   Video und weitere Informationen zum Rebhuhn der Deutschen Wildtierstiftung

Feldhamster in Mannheim – eine kleine Sensation

Foto: Julian Rad

Über 1.000 Hamsterbaue im Sommer 2021

Das LSG „Straßenheimer Hof wurde im Rahmen des „Artenschutzprogramms Feldhamster“ der Stadt Mannheim im Jahr 2007 im Zusammenhang mit dem Bau der SAP-Arena ausgewiesen. Die Stadt und das Land unterstützen das Programm mit rund 150.000 Euro / Jahr aus der Landschaftspflegerichtlinie. Auch die Zucht von Feldhamstern im Zoo Heidelberg und das jährliche Auswildern von rund 100 Tieren auf Mannheimer Gemarkung gehören zum Projekt. Die Rhein-Neckar-Region ist die letzte in BW, in der noch Feldhamster vorkommen. Im Sommer 2021 konnten nun wieder über 1.000 Hamsterbaue gezählt werden, ein Zuwachs von 400 % und damit eine kleine Sensation. Tr

UM-PM vom 18.08.2021

Rückgang der Feldhasen

Bayerische Landesanstalt nennt Ursachen

Ursprünglich stammt der Feldhase (Lepus europaeus) aus den Grassteppen Eurasiens, in denen er mit Dichten von zwei Individuen/100 ha vergleichsweise selten anzutreffen ist. Heute ist der Feldhase eine der Charakterarten unserer Agrarlandschaft und breitete sich als Kulturfolger in Europa erfolgreich aus, mancherorts mit Dichten von bis zu 160 oder mehr Hasen/100 ha. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts geht die Zahl der Feldhasen jedoch europaweit zurück. Woran liegt das? fragt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) – und nennt Ursachen. Logr

Aktuelle Infos vom LWF

Amphibien und Reptilien stark gefährdet

Bundesamt für Naturschutz (BfN) präsentiert neue Rote Listen

Bei Amphibien und Reptilien ist der Anteil gefährdeter Arten höher als in jeder anderen Artengruppe in Deutschland: Jede zweite der 20 untersuchten Amphibienarten ist in ihrem Bestand gefährdet, bei den Reptilien liegt der Anteil mit 9 von 13 noch höher. Zu den besonders gefährdeten Arten zählen die Geburtshelferkröte und die Gelbbauchunke, sowie die an Fließgewässer gebundene Würfelnatter aber auch die Kreuzotter, die sonnenexponierte Offenland-Lebensräume besiedelt. Hauptursache für die Gefährdung sind Lebensraumverlust und -zerschneidung sowie eine intensive Land- und Forstwirtschaft. Flo

PM-BfN-17.08.2021

Japankäfer bald auch in Deutschland?

Japankäfer Popillia japonica © A. Knoblauch/ EPSD Schweiz

Behörden bitten die Bevölkerung, verdächtige Käferfunde zu melden

Im Raum Basel wurde erstmals ein Exemplar des Japankäfers Popillia japonica nachgewiesen. Die eingeschleppte Art gehört zu den meldepflichtigen prioritären Quarantäneschadorganismen. Für sie gelten Ausrottungs- und Monitoringmaßnahmen, auf die sich die EU-Mitgliedsstaaten geeinigt haben. Die erwachsenen Insekten schädigen über 300 Pflanzenarten durch Blattfraß, die Larven durch Wurzelfraß. Zu den Wirtspflanzen gehören neben Ahorn, Buche und Eiche auch landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturen. Das Julius Kühn-Institut beantwortet Fragen, u. a. wie man den Käfer erkennt und wem man Käferfunde melden soll. Flo

Aktuelle Infos vom Julius Kühn-Institut

 

Tierschutzpreis Baden-Württemberg 2021

Sechs Preisträger ausgezeichnet

Auch in diesem Jahr wurde der Tierschutzpreis BW vergeben. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 7.500 Euro dotiert und geht an private Organisationen und Einzelpersonen, die sich besonders für das Wohl der Tiere und den Tierschutz in BW einsetzen. Das Engagement der sechs Preisträger*innen reicht von besseren Haltungsformen für Masttiere und dem Einsatz für Esel in Not über den Schutz von herrenlosen Katzen bis zu einem Projekt, bei dem ältere Bürger*innen bei der Versorgung ihrer Haustiere unterstützt werden. Bo

MLR-PM 16.09.2021

Landwirtschaftszählung 2020 in BW

Hälfte der Betriebe mit zusätzlichem Standbein

Nach der Landwirtschaftszählung 2020 stellen Futterbaubetriebe (Haltung von Rindern, Schafen usw.) mit 35 % (13.739 Betriebe) die häufigste Betriebsform in BW dar. Es folgen Ackerbaubetriebe mit 28 % (10.772 Betriebe) und Dauerkulturbetriebe (meist Wein- oder Obstbau) mit 19 % (7.523 Betriebe). Veredlungsbetriebe mit Schweine- oder Geflügelhaltung (4 %) sowie Gartenbaubetriebe (2 %) nehmen eine Nischenposition ein. 49 % aller Betriebe haben zusätzliche Einkommensquellen (53 % Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, 24 % Verarbeitung und Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte). Tr

PM-StaLa vom 20.09.2021

Nutztierhaltung in Baden-Württemberg

Landwirtschaftszählung 2020 gibt neue Einblicke

Von fast 1 Mio. Rinderhaltungsplätzen entfallen 35 % auf die Milchviehhaltung, 65 % auf die übrigen Rinder. 2020 waren noch 17 % der Milchkühe und 11 % der übrigen Rinder im Stall fixiert (Anbindehaltung). Von den 1,68 Mio. Haltungsplätzen für Schweine sind immer noch 64 % mit Vollspaltenböden versehen, mit steigender Tendenz. Von 3,70 Mio. Haltungsplätzen bei Legehennen (Anstieg um 40 % seit 2010!) sind zwischenzeitlich 36 % mit Freilauf, 63 % in Bodenhaltung. Tr

PM des StaLa vom 04.08.2021

Flächensparen? Ziele weit verfehlt!

Der Flächenverbrauch nahm 2020 wieder zu

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche erreichte in 2020 einen Anteil von 14,7 % an der Landesfläche (525.675 ha von 3,575 Millionen ha) und damit 1.979 ha mehr als 2019. Der rechnerische tägliche Flächenverbrauch stieg damit auf 5,4 ha, obwohl er 2018 schon auf 4,5 ha und 2019 auf 4,8 ha gesunken war. Der größte Anteil an beanspruchter Fläche fällt auf den Verkehr (37,9 %), d. h. auf Straßenverkehr, Wege, Plätze, den Bahn- und den Flugverkehr. Es folgt die Wohnbaufläche (29,9 %) und Industrie- und Gewerbefläche (14,1 %). Tr

PM des StaLa vom 12.08.2021

Masterarbeit zu Schottergärten

Gärten des Grauens oder des Pragmatismus?

In seiner Masterarbeit am Institut für Landschaftsarchitektur der Technischen Universität Dresden beschäftigt sich Tommy Guth intensiv mit Schottergärten: Wie ist die rechtliche Situation in Deutschland, welche Auswirkungen haben Schottergärten auf das Klima und andere Schutzgüter, welche Hintergründe und Argumente bewegen zur Anlage von Schottergärten, gibt es Zusammenhänge zwischen dem individuellen Naturbewusstsein und der präferierten Gartengestaltung? Kernstück der Arbeit bilden dabei die Ergebnisse einer Online-Umfrage, an der auch zahlreiche Baden-Württemberger*innen teilnahmen. Flo

Link zur Masterarbeit

Unerwartete Grundwasseranstiege

Verregneter Sommer füllt die Wasserspeicher

Normalerweise füllen sich Grundwasserbestände im sogenannten hydrologischen Winterhalbjahr, also von November bis April. Denn aufgrund der niedrigen Temperaturen verdunstet deutlich weniger Niederschlag im Vergleich zum Sommerhalbjahr, die meisten Pflanzen benötigen weniger oder gar kein Wasser. Die zahlreichen Regenfälle im Juli haben in Baden-Württemberg für Entspannung in den meisten Grundwasserbeständen geführt, ein seltenes Phänomen. Tr

PM der LUBW vom 5.08.2021   I  Bewertungskarte   I  LUBW-Zustandsbericht

Rattengift in der Kanalisation

Rattenbekämpfung führt zu Belastung von Fischen

Kommunen bekämpfen Ratten in der Kanalisation mithilfe von antikoagulanzien-haltigen Fraßködern, die die Blutgerinnung hemmen und mehrere Tage nach Aufnahme zum Tod durch innere Verblutung führen. In der Kanalisation werden die Köder mit einem Draht an Steigeisen befestigt und in die Kanalschächte gehängt. Bei Starkregen- und Rückstauereignissen können die Wirkstoffe in das Abwasser freigesetzt werden. Eine Studie der Bundesanstalt für Gewässerkunde im Auftrag des UBA weist nun in fast allen Leberproben von Fischen Antikoagulanzien nach (Brodifacoum, Difenacoum, Bromadiolon). Tr

UBA-PM vom 24.09.2021 

Abfallbilanz im Corona-Jahr 2020

368 kg pro Kopf, ein Plus von 13,5 kg

Die aktuelle Abfallbilanz für das Jahr 2020 zeigt einen Anstieg der Abfallmengen von 12,24 Mio. Tonnen in 2019 auf 12,74 Mio. Tonnen in 2020. Davon entfallen rund 56 % auf Baumassenabfälle und 44 % auf Abfälle aus dem Siedlungsbereich. Pro Kopf bedeutet das rund 368 kg Rest- und Sperrmüll, Bioabfälle sowie wertstoffhaltige Abfälle: 13,5 kg pro Person mehr als 2019. Im Homeoffice haben wohl viele Menschen öfter selbst gekocht. Die Menge an Bioabfällen (+4 kg) ist prozentual stärker gestiegen als der Hausmüll. Der Anteil häuslicher Bioabfälle, aus denen in Vergärungsanlagen Strom und Wärme gewonnen werden, stieg von 48 % auf 57 % an. Tr

PM des UM vom 2.8.2021  I   Abfallbilanz 2020

CO2-Emissionen im Verkehr 2020

Oder: Wie wirkt sich die Corona-Pandemie aus?

Laut Schätzungen des Statistischen Landesamts betrugen die CO2-Emissionen des Verkehrs in Baden-Württemberg 2020 pandemiebedingt 3,5 Mill. Tonnen oder 14,3 % weniger als im Vorjahr. Gut ein Drittel (33 %) der CO2-Emissionen geht auf den Verkehr zurück. Zwischen 1990 (24 %) und 2019 haben sie zudem kontinuierlich zugenommen. Pandemiebedingt nahmen sie im Personenverkehr um 18 % ab, bei schweren Nutzfahrzeugen um 6,5 %. Die leichten Nutzfahrzeuge verzeichnen wegen online-Bestellungen dagegen eine Emissionszunahme von 2,1 %! Der Treibhausgasausstoß im Flugverkehr hat sich 2020 halbiert (−52 %). Tr

PM des StaLa vom 16.09.2021

Solar-Freiflächenanlagen I

Kriterienkatalog für eine naturverträgliche Standortwahl und Gestaltung

Der Ausbau der Solarenergie nimmt Fahrt auf. Für die Naturverträglichkeit sind dabei Standortwahl und Ausgestaltung der Solar-Freiflächenanlagen entscheidend. Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) hat jeweils eine Übersicht zu den Kriterien für eine naturverträgliche Standortwahl (Ausschluss- und Eignungsgebiete sowie Gebiete, die einer Einzelfallprüfung bedürfen) sowie zu den Hinweisen für eine naturverträgliche Ausgestaltung (während der Planungs-, Bau- und Betriebsphase) erstellt. Flo

Kriterienkatalog

Solar-Freiflächenanlagen II

Gibt es Auswirkungen auf die Habitate von Offenlandbrütern oder Greifvögeln?

Welche Auswirkungen haben Solarparke auf die Habitate bodenbrütender Offenlandvögel bzw. auf die Habitateignung? Und welche auf Greifvögel? Eine Antwort hierauf suchte das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) in seinen „Fragen und Antworten“. Die Auswirkungen auf bodenbrütende Offenlandvögel sind demnach noch nicht systematisch untersucht. Für zahlreiche Offenlandarten dürften Solarparke jedoch prinzipiell so gestaltet werden können, dass sie (weiterhin) als Nahrungs- und Bruthabitat dienen. Förderlich wären dafür größere Freiflächen sowie die Anlage und Pflege von Habitatstrukturen. Flo

KNE-Information Offenlandbrüter I KNE-Information Greifvögel

Erfolgreicher Ausstieg aus FCKW und Halonen

Zum Internationalen Tag zum Schutz der Ozonschicht

Am 16. September 1987 beschloss die internationale Gemeinschaft das Montrealer Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen. Der weltweite Ausstieg aus dem Einsatz von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) und Halonen verhinderte eine globale Umweltkatastrophe. Seit 2010 ist der Ausstieg geschafft, die Ozonschicht erholt sich langsam wieder, eine zusätzliche globale Erwärmung von 1,7 °C bis Ende des Jahrhunderts wurde vermieden. Die Weltgemeinschaft kann also existenzielle Umweltkatastrophen erfolgreich verhindern. Tr

PM des BMU vom 16.09.2021 I 30 Jahre Montrealer Protokoll I BMU-Infoseite

IPCC-Weltklimabericht warnt vor Klimawandel

Intakte Ökosysteme dringend nötig für Klimaschutz und Anpassung

Um die Pariser Klimaziele (Begrenzung der Erderwärmung auf mindestens 1,5 Grad) noch erreichen zu können, müssen laut Weltklimarat (IPCC) die weltweiten Treibhausgasemissionen ab sofort sinken. 2050 müssen die globalen CO2-Emissionen netto Null erreichen. Gleichzeitig geht der IPCC davon aus, dass zusätzlich CO2 spätestens in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts aus der Atmosphäre entfernt werden muss. Ein klarer Handlungsauftrag an die Politik, denn der Weltklimarat prognostiziert, dass bereits ab 2030 die 1,5-Grad-Schwelle der Erderwärmung überschritten werden kann. Logr

PM des BMU und BMBF vom 9.08.2021 I IPCC: Naturwissenschaftliche Grundlagen des Klimawandels 2021 (Englisch) I Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle: Sechster IPCC-Sachstandsbericht – Hauptaussagen

Gene Drives – neue Dimension der Gentechnik

Fortpflanzung der Egoisten …

Mit der Broschüre „Gene Drives: Die neue Dimension der Gentechnik“ legt Save Our Seeds (SOS) die erste umfassende deutsche Publikation über Gene Drives vor. Sie bietet einen wissenschaftlich fundierten Überblick über die Funktionsweise von Gene Drive Systemen, ihre möglichen Anwendungsgebiete und die wissenschaftliche Diskussion über die damit verbundenen bekannten und unbekannten Risiken. Sie fasst den Stand von Gesetzgebung und Regulierung auf deutscher, europäischer und globaler Ebene zusammen, beleuchtet deren internationale Diskussion und empfiehlt akute politische Maßnahmen. Logr

Save our seeds I Broschüre

Vertragsverletzungsverfahren in der EU

DNR-Steckbrief für den Umweltbereich

Wer wissen will, wie ein Vertragsverletzungsverfahren auf EU-Ebene abläuft, welche Verfahren im Umweltbereich derzeit anhängig sind und anderes mehr, dem sei der DNR-Steckbrief „Von der Mahnung bis zur Klage: Vertragsverletzungsverfahren im Umweltbereich“ vom Juli 2021 (3 Seiten) unseres Dachverbandes auf Bundesebene, dem Deutschen Naturschutzring empfohlen. Tr

DNR-Steckbrief

17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Neues Informationsangebot erlaubt Bundesländervergleich

Die Statistischen Ämter der Länder haben ein neues Informationsangebot zur nachhaltigen Entwicklung in Deutschland veröffentlicht. Es enthält u. a. Daten zu den Themen Armut, Gesundheit, Bildung und Klimaschutz und ermöglicht einen Vergleich zwischen den Bundesländern. Das Themenset orientiert sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen, die im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen vorgestellt wurden. Die Ergebnisse werden in Form einer sogenannten StoryMap präsentiert. Die Anwendung bietet eine Kombination aus Grafiken, Tabellen, interaktiven Karten sowie erläuternden Texten. Tr

PM-StaLA vom 21. 09.2021

LNV intern

Aktuelle Termine

LNV-Arbeitskreis-Sprechertreffen in den Regierungsbezirken
Regierungsbezirk Karlsruhe am Donnerstag, dem 14.10.2021 von 16.00 bis ca. 19.00 Uhr,
Regierungsbezirk Tübingen am Donnerstag, dem 04.11.2021 von 16.00 bis ca. 19.00 Uhr.

Die Treffen finden online über Cisco-Webex statt. Die Einladungen wurden bereits verschickt; angemeldete Personen erhalten rechtzeitig vor Beginn des jeweiligen Treffens die Zugangsdaten per E-Mail.

 

LNV-Zukunftsforum Naturschutz „Klimawandel in Baden-Württemberg“: Samstag, 13.11.2021, Hospitalhof Stuttgart

Informations-Flyer und Anmeldung

Abschied von Gottfried May-Stürmer

LNV-AK Heilbronn: Gottfried May-Stürmer geht in vorzeitigen Ruhestand

Seit Mitte August müssen der LNV, der LNV-AK Heilbronn, der BUND und der BUND-Regionalverband Heilbronn-Franken ohne Gottfried May-Stürmer auskommen. Immer hilf- und auskunftsbereit verlieren wir einen tollen Kollegen und seine umfassende Kompetenz nicht nur in Gewässer- und Flurneuordnungsfragen: Aus familiären Gründen hat sich Gottfried May-Stürmer vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet. Als langjähriges aktives Mitglied im LNV-AK Heilbronn hat er seit 2003 Koordinations- und viele andere Aufgaben übernommen und Stellungnahmen verfasst, die meist als gemeinsame BUND-LNV-NABU-Stellungnahmen bei den Behörden Eindruck und bei Genehmigungen viele Änderungen hinterlassen haben. Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute. Tr

Unterstützung in der LNV-Geschäftsstelle

Praktikum von Sophia Bosch von September bis November 2021

Die LNV-Geschäftsstelle in Stuttgart wird von September bis November von Sophia Bosch unterstützt. Im Rahmen ihres Praxissemesters entschied sie sich für den LNV, um neue Erkenntnisse in den Aufgabenbereichen Verwaltung, Recht, Organisation und Naturschutz zu erhalten. Neben diesen Tätigkeiten stehen spannende Exkursionen im Rahmen des Projektes „Youth in Nature“ bevor, die Sophia begleiten wird. In ihrer Freizeit packt sie gerne ihre Wanderstiefel, ihr Bestimmungsbuch und ihren Hund Fridolin ein, um im Wald und Offenland Pflanzen und Tiere zu bestimmen. Ihre Kenntnisse verstärkt sie in ihrem Studium Landschaftsplanung und Naturschutz an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen. Bo

 

Aus den Mitgliedsvereinen

Schwäbischer Heimatbund bestätigt Vorstand

OB Nopper: SHB ist „Doktor für die schwäbische Seele“

Auf der Mitgliederversammlung des Schwäbischen Heimatbundes (SHB) am 18.11.2021 wurde Ministerialdirigent i.R. Josef Kreuzberger einstimmig in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Er tritt seine dritte Wahlperiode an. Auch alle übrigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. In seinem Grußwort hob Stuttgarts OB Frank Nopper den SHB nicht nur als Vorkämpfer für den Erhalt von Städten und Landschaften und als Vermittler von Landeskunde hervor, sondern auch als „Doktor für die schwäbische Seele“, dem es bewusst sei, dass Heimat auch ein Lebensgefühl ist. Der LNV gratuliert! Logr

Über den SHB

Termine und Aktionen

Seminar: Wiesenbäche und Wiesengräben

Herausforderung und Chance für die Lebensadern der Kulturlandschaft, 21.10.2021, online

Kleine Fließgewässer sind Raumsparmodelle der Artenvielfalt – und akut bedroht: Durch invasive Arten, den Klimawandel und immer noch durch gravierende Fehler bei ihrer Unterhaltung. Im Seminar der Umweltakademie spannen vier Vorträge einen weiten Bogen zu allen relevanten Themen, die für die dringende Rettung dieses immer noch unterschätzten Gewässertyps und der darin vorkommenden, teils hochgradig bedrohten Arten relevant sind. Alle Referent*innen verfügen über jahrzehntelange Erfahrungen mit der Thematik. Logr

Programm und Anmeldung (Anmeldebutton ist unter der Landkarte.)

9. Ökokonto-Tag Baden-Württemberg

Thema u. a. die Ergebnisse der Evaluation der Ökokonto-VO, 09.11.2021, online

Das Programm des 9. Ökokonto-Tags der Flächenagentur BW beinhaltet aktuelle Informationen zur Evaluation der Ökokonto-Verordnung und zur geplanten Kompensationsverordnung des Landes. Diese Entwicklungen werden u. a. aus den Perspektiven des Naturschutzes, der Vorhaben- und Maßnahmenträger*innen beleuchtet und diskutiert. Weitere Themen sind aktuelle Rechtsfragen zum Ökokonto und in diesem Jahr auch der Biotopverbund. Der LNV ist Kooperationspartner des 9. Ökokonto-Tags. Logr

Programm

Wärmeplanung – der Schlüssel zum kommunalen Klimaschutz

Online-Seminar mit Workshop- Freitag, 12. November 2021, 15-18:30 Uhr

Bis Ende 2023 müssen die großen Kreisstädte und Stadtkreise in Baden-Württemberg Pläne mit dem Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung im Jahr 2040 aufstellen, alle anderen Gemeinden werden dabei unterstützt. Der BUND Baden-Württemberg bietet daher ein Seminar über die Grundlagen der Wärmeplanung an, zeigt mögliche Fallstricke auf und gibt Einblick in richtungsweisende Planungen in Tübingen und Bruchsal. Ein anschließender Workshop bietet die Möglichkeit eines Austauschs. Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich an BUND-Aktive und andere Personen, die Klimaschutz auf kommunaler Ebene vorantreiben wollen. Bo

Anmeldung und Info 

Bonner Thementage der Biodiversität

18. – 21.11.2021, Bonn

Die ersten „Bonner Thementage der Biodiversität“ finden am 18. und 19.11.2021 statt. Sie sind gleichzeitig die Konferenz des FörTax-Projekts zur Förderung von taxonomischem Wissen als Grundlage für den Naturschutz, ein vom BfN geförderten Projekt des Museums Alexander König/Bonn und anderen Institutionen. Den beiden ersten Tagen folgt am 20. und 21.11.2021 die dritte Konferenz der Arten – Gemeinsam gegen das Artensterben. Tr

Programm und Anmeldung

5. Albsymposion: Biodiversität in der Kulturlandschaft

Was tun gegen den Rückgang der Artenvielfalt? 19.-20.11.2021, Münsingen

Vom 19. – 20.11.2021 findet im Zehntscheuer-Bürgerhaus Münsingen das 5. Albsymposion zum Thema Biodiversität in der Kulturlandschaft statt. Es werden Grundlagen, Entwicklungen und nachhaltige Lösungsansätze, die dem akuten Rückgang der Artenvielfalt entgegenwirken sollen, vorgestellt. Die Veranstaltung gibt Raum, um einen interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftler*innen, regionalen Entscheidungsträger*innen und weiteren Akteuren stattfinden zu lassen. Bo

Infos und Anmeldung

Platz für Wildbienen und Schmetterlinge schaffen

„Natur nah dran“ von NABU und dem Land BW, Bewerbungsfrist 31.12.2021

Bis 31.12.2021 können sich Städte und Gemeinden wieder für das Projekt „Natur nah dran“ bewerben und haben damit die Chance, ihre Grünflächen 2022 in vielfältige Wildstaudenbeete und bunte Wildblumenwiesen umzuwandeln. NABU und UM wählen anschließend 15 Städte und Gemeinden aus. Um teilzunehmen braucht es ein Motivationsschreiben, sowie einen Plan der Kommune mit der Kennzeichnung der gewünschten Flächen. Schon die erste Runde 2016-2020 war ein Riesenerfolg. Rund 200.000 m² Blühflächen sind entstanden. Bo

Informationen Anmeldung

Baden-Württemberg blüht

MLR-Wettbewerb, Bewerbungsfrist 31.12.2021

Viele Flächen auf Privatgrundstücken, in Gemeinden und Städten, in Schulen, Kindertagesstätten und rund um Behörden könnten Raum für kleine, biodiversitätsfördernde Oasen bieten, wenn sie naturnah gestaltet werden. Auch die Anlage und Pflege von Streuobstbeständen oder Biotopen in der freien Landschaft sind wichtig und können einen großen Beitrag zu mehr Artenvielfalt leisten. Das MLR wünscht sich eine Beteiligung möglichst vieler Akteure, um die biologische Vielfalt zu erhalten und die Vernetzung von Lebensräumen zu erreichen. Tr

Anmeldeformular

… und außerdem

 

Kennen Sie Tetrao urogallus?

Fräulein Brehm zum Auerhuhn

Wie sieht die Tagesroutine eines Auerhuhns aus? Wie kommt es durch den Winter und was ist das Besondere am Blinddarm der Vögel? Das und vieles mehr erklärt das digitale Theaterstück „Tetrao urogallus – das Auerhuhn“ von Fräulein Brehms Tierleben mit Barbara Geiger, das auf Initiative des FVA-Wildtierinstituts entstanden ist. Logr

Artikel I Theaterstück

 

Verzeichnis der Abkürzungen

  • AKW – Atomkraftwerk
  • BfN – Bundesamt für Naturschutz
  • BImSchV – Bundesimmissionsschutzverordnung
  • BNatSchG – Bundesnaturschutzgesetz
  • BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
  • BW – Baden-Württemberg
  • DNR – Deutscher Naturschutzring
  • ELR – Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum
  • ForstBW – Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg
  • FVA – Forstliche Versuchsanstalt
  • JKI – Julius Kühn – Institut
  • KEA BW – Klima- und Energieagentur Baden-Württemberg
  • KIT – Karlsruher Institut für Technologie
  • LSG- Landschaftsschutzgebiet
  • LSV – Landessportverband Baden-Württemberg
  • LUBW – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
  • Mio – Millionen
  • Mill – Milliarden
  • MLR – Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
  • MLW – Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg
  • NABU – Naturschutzbund Deutschland
  • OB – Oberbürgermeister
  • PM – Pressemitteilung
  • PV – Photovoltaik
  • RB – Regierungsbezirk
  • RP – Regierungspräsidium
  • StaLa – Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  • UBA – Umweltbundesamt
  • UM – Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
  • UVP- Umweltverträglichkeitsprüfung
  • VM – Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
  • WM – Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
  • IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change

LNV-Infobrief als pdf zum Herunterladen: LNV-Infobrief Oktober 2021

Impressum:
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., Olgastraße 19, 70182 Stuttgart
Telefon +49 711 248955-20, Fax: +49 711 248955-30, info@lnv-bw.de
Vertretungsberechtigt: Dr. Gerhard Bronner; Amtsgericht Stuttgart VR 2787

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Jutta Ortlepp und Kristin Pfeiffer
Beiträge: Dr. Gerhard Bronner (Bronner), Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Jutta Ortlepp (Ort), Kathrin Schlecht (Schl), Sophia Bosch (Bo),
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
Der Infobrief ist ein kostenloser Service des LNV. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Zustimmung des Herausgebers unter Quellenangabe und der Überlassung von Belegexemplaren gestattet.
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