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Infobrief Nr. 4 vom 02.04.2026

Download-Link auf pdf: LNV-Infobrief April 2026

Im Blickpunkt: „Obstgütle“ mit Zukunft

Martin Gekeler
Foto: Martin W. Gekeler
Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,

mit dieser Ausgabe des LNV-Infobriefs möchte ich mich Ihnen als neuer Referent für Kultur und Naturschutz von Streuobstwiesen vorstellen. Es freut mich sehr, in den kommenden Monaten mit Ihnen in einen lebendigen fachlichen und persönlichen Austausch zu treten – gemeinsam für den Erhalt unserer einzigartigen Streuobstwiesen in Baden-Württemberg.

Streuobstwiesen prägen als zusammenhängende Flächen – oft liebevoll „Obstgütle“ genannt – seit Generationen das Bild unserer Region. Diese Flächen, meist in langjährigem Familienbesitz, sind Hotspots der Artenvielfalt: Sie bieten Lebensraum für Vögel wie den Steinkauz, für Wildbienen, Flechten und eine üppige Wiesenstaudenflur. Dank extensiver Bewirtschaftung sind sie ein unersetzlicher Teil unserer Kultur- und Naturlandschaft.
Doch die Zahlen sind alarmierend: Laut Erhebungen der LUBW aus dem Jahr 2020 gibt es in Baden-Württemberg „noch“ 7,1 Millionen Streuobstbäume auf 89.000 Hektar Fläche. Zwischen 2009 und 2020 ist der Bestand jedoch um 17 % zurückgegangen. Diese Entwicklung fordert uns alle heraus. Die Gründe für diesen Rückgang sind vielfältig: Klimawandel mit Hitzeschäden und Trockenheit, invasive Schädlinge, Flächenverlust durch Siedlungs- und Infrastrukturexpansion sowie fehlende wirtschaftliche Anreize für die Bewirtschaftenden. Um diesen Trend zu stoppen, braucht es mehr als nur Fachwissen sondern Engagement, Vernetzung und kreative Lösungen.

Beruflich leite ich das Stadtbauamt einer Gemeinde im Markgräflerland und bin dort als Umweltbeauftragter tätig. In dieser Rolle habe ich bereits zahlreiche Streuobstwiesen auf städtischen Flächen angelegt. Diese wurden im Rahmen der Biotopverbundplanung und mit Hilfe von gemeinsamen Bürgerpflanzaktionen realisiert. Im Anschluss konnten die Streuobstwiesen in die Obhut von Bewirtschaftenden übergeben werden. Doch meine Verbindung zum Streuobst reicht weiter zurück: Aufgewachsen auf der Schwäbischen Alb, habe ich früh durch meinen Vater, der jahrzehntelang im Obstbauverband aktiv war, die Faszination für den Streuobstanbau entdeckt.

Heute bewirtschafte ich selbst drei „Obstgütle“; zwei im Badischen und eines im Württembergischen. Dabei beschäftige ich mich intensiv mit Schnitttechniken, Sortenauswahl und ökologischen Methoden zur Schädlingsbekämpfung. Seit drei Jahrzehnten nehme ich am Schnittprogramm des Landes Baden-Württemberg teil. Diese Erfahrung bringe ich gerne in unsere gemeinsame Arbeit ein.

Für mich sind Streuobstwiesen nicht nur wertvolle Ökosysteme, sondern auch „Orte wo die Seele aufblühen kann“. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, diese Kulturlandschaften zu erhalten und ihre Bedeutung für Baden-Württemberg zu stärken. Ich freue mich auf Ihre Ideen, Fragen und Anregungen – für einen „fruchtenden“ Austausch und eine lebendige Zukunft unserer Streuobstwiesen!

Ihr
Martin W. Gekeler

In dieser Ausgabe des Infobriefes:

  • LNV Aktiv
  • LNV Intern
  • StEiN-Veranstaltung
  • Aus den LNV-Arbeitskreisen
  • Aus Politik und Verwaltung
  • Daten, Fakten, Hintergründe
  • Alles was Recht ist
  • Termine und Aktionen
  • Bücher, Filme, Neuigkeiten
  • Und außerdem…

LNV AKTIV

Cover des Handbuchs

Gut gerüstet im Ehrenamt

Das Handbuch für LNV-Arbeitskreise

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) versteht sich als Anwalt der Natur und als zentrale Vernetzungsplattform für den Natur- und Umweltschutz im Land. Sein Herzstück sind die rund 35 LNV-Arbeitskreise, die den LNV auf Kreisebene repräsentieren, womit der Verband flächendeckend präsent ist. Mit dem nun vorgelegten „Handbuch für LNV-Arbeitskreise“ will Dr. Gerhard Bronner den LNV-Arbeitskreisen Hilfen, Empfehlungen und Ideen für ihre Arbeit mit auf den Weg geben. Bronner, Tr
Handbuch
LNV-Info 03/2026

Planungsbegleitung

LNV-Info 03/2026

Lobbyarbeit für den Naturschutz hat das Ziel, politische und Verwaltungsentscheidungen so zu lenken, dass der Naturhaushalt möglichst wenig belastet, in Idealfall sogar verbessert wird. Dafür versuchen Naturschutzverbände, z. B. auf Gesetze Einfluss zu nehmen. Sie setzen sich für Naturschutzprojekte ein. Und sie nehmen Einfluss auf Planungen Dritter. Mit dieser letzten Option beschäftigt sich das neue LNV-Info 03/2026 (18 Seiten) des LNV-Vorsitzenden. Bronner, Tr
LNV-Info 03/2026 - Planungsbegleitung
Bild: LNV

Tag der Artenvielfalt 2026

Meldungen sind weiterhin möglich

Der Frühling hat begonnen, und damit naht der landesweite „Tag der Artenvielfalt“ am 13. und 14. Juni 2026! Der LNV ruft alle Akteure im Bereich Artenkenntnis und Biodiversität dazu auf, Aktionen zu planen und Teil dieses besonderen Wochenendes zu werden. Ob Exkursion, spannendes Mitmachangebot oder informative Veranstaltung – jede Idee zählt und hilft dabei, die Vielfalt der Natur erlebbar zu machen. Mit dem Eintrag in das Online-Meldeformular entsteht Schritt für Schritt eine bunte Landkarte voller Aktionen, die andere inspiriert und dazu einlädt, die passende Veranstaltung in der Nähe zu entdecken. So kann gemeinsam ein Zeichen für die Vielfalt der Natur in Baden-Württemberg gesetzt werden. Schl
Website

LNV-Info 04/2026

Bebauungspläne - Hinweise für Prüfung und Beurteilung aus Umweltsicht

LNV-Info 04/2026

Wann ist es sinnvoll, eine Stellungnahme zu einem Bebauungsplan abzugeben? Und wenn man sich zu einer Stellungnahme entschlossen hat, auf was sollte man besonders achten? Hinweise und Hilfen zu derartigen strategischen Überlegungen sowie für die Prüfung der Anhörungsunterlagen und deren Beurteilung gibt das neue LNV-Info 04/2026 (20 Seiten) des LNV-Vorsitzenden. Bronner, Tr
LNV-Info 04/2026 - Bebauungspläne


Bild von Stephan auf Pixabay

Verbesserungsvorschläge zur VwV PlafeFlur

LNV-Stellungnahme zur VwV Planfeststellung Flurneuordnung

In seiner Stellungnahme schlägt der LNV u. a. vor, die wegfallenden Textpassagen aus der ehemaligen Verwaltungsvorschrift „Flurneuordnung und Naturschutz“ (VwV FNO und Naturschutz) als Anlage 1 in der neuen VwV PlafeFlur beizubehalten. Ferner fordert er, die Ziele des Klimaschutzes und der Klimaanpassung stärker zu verankern und für die Flurbeuordnung zu konkretisieren. Tr
Stellungnahme des LNV

LNV INTERN

Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg / Ilkay Karakurt

LNV-Vorständin erhält den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg

Verena Schiltenwolf wird für ihr Engagement ausgezeichnet

Am 27.03.2026 wurde Verena Schiltenwolf im Neuen Schloss in Stuttgart der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann verliehen. Frau Schiltenwolf wurde für ihren langjährigen Einsatz für die hier heimischen großen Beutegreifer ausgezeichnet. Sie ist Teil der Arbeitsgruppe "Luchs und Wolf" des MLR, Erste Vorsitzende der Luchs-Initiative Baden-Württemberg e. V., Sprecherin des LNV-Arbeitskreises Esslingen und ebenfalls im LNV-Vorstand aktiv. Wir freuen uns mit Frau Schiltenwolf über diese Auszeichnung und Anerkennung ihrer Arbeit und gratulieren ganz herzlich. MaPe
PM des Stami vom 27.03.2026
Foto: Lazar

Unterstützung für die Geschäftsstelle

Isabell Lazar übernimmt Weiterleitung der Verfahrensunterlagen

Seit März bearbeitet Isabell Lazar die Beteiligungsverfahren. Sie schreibt: „Ich freue mich, Teil des LNV-Teams zu sein und einen neuen Aufgabenbereich kennenzulernen. Dank meines Geographie-Studiums in Freiburg (gemeinsam mit Dr. Maike Petersen) sind mir Beteiligungsverfahren nicht fremd. Die letzten Jahre war ich allerdings in Bonn bei einer Krebs-Selbsthilfeorganisation in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Nun wohne ich mit meiner Familie wieder in Baden-Württemberg und freue mich darauf, den Naturschutz mit Ihnen und euch zu unterstützen.“ MaPe
Eine Hummel auf einer Apfelblüte
Foto: Martin W.Gekeler

Martin Gekeler neuer LNV-Referent

LNV-Referent für Kultur- und Naturschutz der Streuobstwiesen

Im Februar hat der LNV-Vorstand Martin Gekeler das Amt des Referenten für Kultur- und Naturschutz der Streuobstwiesen übertragen. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Amtsleiter und Umweltbeauftragter im Markgräflerland hat er bereits zahlreiche Streuobstwiesen initiiert und gemeinsam mit Bürger:innen angelegt. Er stellt sich im Editorial dieser Ausgabe des Infobriefs selbst vor. Der LNV freut sich auf seine Expertise und den gemeinsamen Einsatz für den Naturschutz in Baden-Württemberg.
MaPe
Bei der Verleihung der Ehrennadel 2017. Foto: LNV

LNV verabschiedet Dr. Wilhelm Schloz

LNV-Referent für Geologie, Grundwasser und Geothermie

Von Mai 2005 bis Ende Dezember 2025 unterstützte Dr. Wilhelm Schloz den LNV als Referent für Geologie, Grundwasser und Geothermie mit seinem umfangreichen Wissen. Im Mai 2017 verlieh der LNV Herrn Dr. Schloz für seine umfangreiche Arbeit die LNV-Ehrennadel. Auch im LNV-Vorstand war Herr Dr. Schloz jahrelang als Vertreter des DAV aktiv. Der LNV dankt Herrn Dr. Schloz für die engagierte und umfangreiche Unterstützung in den letzten Jahren und wünscht ihm weiter herzlich alles Gute. KP

StEiN-VERANSTALTUNG

Bild von Roland Mey auf Pixabay

Wiederherstellungsverordnung

Was ändert die WVO für Kommunen im April 2026

Die Aprilveranstaltung entfällt, da die öffentliche Anhörung erst nach Ostern stattfinden wird und damit zum Seminartermin wahrscheinlich noch keine Klarheit über die Anforderungen herrscht. Sie wird in den Juni verschoben. Das genaue Datum wird im Mai-Infobrief mitgeteilt. Eine Anmeldung ist noch nicht möglich. Ort

LNV-Pressemitteilungen

Jetzt Förderung bei der LNV-Stiftung beantragen
Hilfe bei der Realisierung von Naturschutzprojekten

AUS DEN LNV-ARBEITSKREISEN

Bild von 3157171 auf Pixabay

LNV-AK-Treffen im Regierungsbezirk Freiburg

Ehrenamt und Verwaltung im Dialog am 05.05.2026

Am 05.05.2026 lädt der LNV zum jährliche Treffen der LNV-Arbeitskreise im Regierungsbezirk Freiburg nach Donaueschingen ein. Das Treffen dient dem Austausch und der Diskussion aktueller Fragen aus der Naturschutzpraxis zwischen den Ehrenamtlichen in den Arbeitskreisen, dem Regierungspräsidium (RP), dem Vorstand und der LNV-Geschäftsstelle. Wieder sind alle ehrenamtlich Aktiven aus den LNV-AKs eingeladen, aktuelle Themen und Fragestellungen einzubringen. Das Treffen ist eine wertvolle Gelegenheit, Anliegen der Ehrenamtlichen mit Vertreter*innen des RP zu besprechen, Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit im Natur- und Artenschutz weiter zu stärken. AKM
Bild von Claudia auf Pixabay;

LNV-AK-Treffen im Regierungsbezirk Stuttgart

Austausch zu aktuellen Naturschutzthemen am 07.05.2026

Auch die LNV-Arbeitskreise im Regierungsbezirk Stuttgart treffen sich mit Vertreter*innen des Regierungspräsidiums Stuttgart, dem LNV-Vorstand und der Geschäftsstelle. Termin ist der 07.05.2026. Auch hier steht der Dialog und der Austausch im Mittelpunkt, ebenso wie Diskussionen, der Austausch und die Vernetzung. Es trägt dazu bei, dass Wissen und Erfahrungen zwischen den LNV-AKs und der Verwaltung fließen. So entstehen immer wieder neue Impulse für den Natur- und Artenschutz vor Ort. AKM
Foto: LNV/Ann-Kathrin Mertz

LNV-AK Ortenaukreis

Erfolgreiches Neugründungstreffen

Der LNV-Arbeitskreis Ortenau konnte mit einem gelungenen Neustart
reaktiviert werden. Bei einem Treffen am 24.02.2026 wurde Edmund Hensle als neuer Sprecher des Arbeitskreises bestimmt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mir Herrn Hensle. Bei Fragen zum LNV-Arbeitskreis oder falls Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, wenden Sie sich jederzeit an die LNV-Arbeitskreisbetreuerin Ann-Kathrin Mertz. KP
Bild von Th G auf Pixabay

Vernetzungstreffen in Calw

Einladung zum Mitmachen am 17.04.2026

In Calw wagt der LNV einen neuen Anlauf: Der LNV-Arbeitskreis soll gestärkt werden. Ziel ist es, naturschutz-interessierte Menschen und Verbände zu vernetzen und gemeinsam stärker für Natur- und Artenschutz einzutreten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum Treffen zur Neugründung am 17. April 2026 ab 18:00 Uhr in Calw. Mitdenken, mitgestalten und gerne weitersagen! Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt. Bei Interesse und für weitere Infos melden Sie sich bitte bei unserer LNV-AK-Betreuerin Ann-Kathrin Mertz AKM

AUS POLITIK UND VERWALTUNG

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Hornisgrinde-Wolf GW2672m

Ausnahmegenehmigung zum Abschuss nicht verlängert

Als Grund nennt das Umweltministerium, dass durch das Ende der aktuellen Ranzzeit das Interesse des Wolfs GW2672m an Hunden erfahrungsgemäß abnimmt. Aus der Auswertung der Erfahrungen von Anfang des Jahres sollen erfolgversprechendere Vergrämungsansätze für 2027 entwickelt werden. Ziel ist, dass der Rüde künftig dauerhaft ein natürliches – menschenscheues – Gebaren zeigt. Tr
PM-UM vom 10.03.2026
Bild von Hans auf Pixabay

Biosphärengebiet Schwäbische Alb wächst

Neue Verordnung tritt am 15.04.2026 in Kraft

Nach einem intensiven Beteiligungsprozess ist es bald soweit: Mit Inkrafttreten der neuen Verordnung am 15. April 2026 beträgt die Fläche des Biosphärengebiets Schwäbische Alb 121.445 ha (+42%) mit 265.000 Einwohner/innen (bisher 146.000). 16 bisherige Mitgliedskommunen bringen weitere Flächen ein. Sechs neue Kommunen treten dem Biosphärengebiet bei. Die Zonierung des Biosphärengebiets umfasst fortan 3.691 ha Kernzone (3 % des Biosphärengebiets), 40.478 ha Pflegezone (33 %) und 77.276 ha Entwicklungszone (64 %), teilt das Regierungspräsidium Tübingen in einem Schreiben mit. Tr
Bild von Alexa auf Pixabay

Luchskuder B3013 besendert

„Gero“ durchstreifte das Revier der beiden Luchskatzen

Ende Februar wurde der Luchskuder B3013 namens Gero gefangen und mit einem Halsbandsender ausgestattet. Weil er sich auch im Streifgebiet der Luchskatzen Verena und Elisabeth aufhielt, warten alle mit Spannung auf den Frühsommer, ob sich Luchsnachwuchs einstellt. Sind die individuellen Fleckenmuster bekannt, erhalten Luchse eine laufende Nummer (hier B3013). Werden sie besendert, erhalten sie vom Paten Landesjagdsverband Baden-Württemberg einen zusätzlichen Rufnamen. „Gero“ wurde in der Nähe des Geroldsauer Wasserfalls gefangen. Tr
PM-MLR vom 04.03.2026
Bild: KI erstellt

Mehr Natur unter Straßenbrücken

Landeskonzept „Wiedervernetzung an Straßen“ Teil IV

Für 39 Brücken an Bundes- und Landesstraßen in Baden-Württemberg hat das Verkehrsministerium konkrete Vorschläge zum Vernetzungspotential von einem Fachbüro ausarbeiten lassen, um zum Biotopverbund beizutragen. Das Ergebnis ist ein ausführlicher Projektbericht und 39 Steckbriefe. Ziel ist es, die Bereiche unter Brücken für möglichst viele Artengruppen nutzbar zu machen – von Säugetieren über Amphibien bis hin zu Insekten. Die Maßnahmen sollen vorrangig als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen oder Ökokontomaßnahmen umgesetzt oder bei anstehenden Baumaßnahmen auf Umsetzbarkeit geprüft werden. Tr
Projektbericht I Mustersteckbrief

Foto: Petersen

Förderung für Amphibien und Reptilien

EnBW und LUBW unterstützen praxisnahe Naturschutzprojekte

Das EnBW-Förderprogramm der LUBW "Impulse für die Vielfalt" unterstützt praxisnahe Naturschutzprojekte, die Lebensräume für Amphibien und Reptilien erhalten und die biologische Vielfalt stärken. Förderfähig sind Projekte zur Verbesserung von Lebensräumen, die Anlage von Laichgewässern und Eiablageplätzen, die Aufwertung von Landlebensräumen oder die Schaffung von Trittsteinhabitaten. Bewerbungsfrist ist der 15. Mai 2026 bei der LUBW. Die Umsetzung muss zwischen 1. Oktober und 31. Dezember 2026 erfolgen. Tr, MaPe
Bedingungen und Unterlagen

DATEN, FAKTEN, HINTERGRÜNDE

Cover: LUBW

Klimatischer Jahresrückblick 2025 der LUBW

2025 deutlich zu warm mit ausgeprägter Hitzephase im Juni

Der Klimatische Jahresrückblick 2025 der LUBW zeigt: Das Jahr 2025 war mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 9,8 Grad Celsius deutlich zu warm: 1,9 Grad wärmer als im Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,4 Grad (4,4 Grad über dem langjährigen Mittel) war der Juni der wärmste Monat des Jahres und der zweitwärmste Juni seit 1961. Er brachte eine starke Hitzewelle. 2025 gab es 16 Heiße Tage mit 30 Grad Celsius oder mehr und damit viermal so
viele wie im Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Tr
LUBW-Jahresbericht
Flyer Uni Hohenheim

Informationsflyer zur Asiatischen Hornisse

Koordinationsstelle: Landesanstalt für Bienenkunde Hohenheim

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich als invasive Art auch in Baden-Württemberg aus. Die Art gilt als effizienter Prädator heimischer Insekten, insbesondere von Honigbienen und Wildbestäubern. Sie kann zu direkten wirtschaftlichen Schäden führen, etwa bei Imkern. Die zentrale landesweite Koordinationsstelle ist die Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim. Sie hat einen neuen Informationsflyer u. a. zu Unterscheidungsmerkmalen und Meldewegen erstellt. Auch der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband e. V. (blhv) ruft zur aufmerksamen Beobachtung der asiatischen Hornisse auf. Tr
Infos Uni Hohenheim I Aufruf blhv
Bild von Pexels auf Pixabay

Ausbau der Windenergie 2025

1.000 Anträge, 100 Genehmigungen in 2025

Im Jahr 2025 haben Entwickler von Windenergieprojekten über 1.000 neue Anlagen zur Genehmigung beantragt, von denen 100 Anlagen mit 660 Megawatt auch genehmigt wurden. Mit Stand Ende Februar 2026 befinden sich fast 1.800 Windenergieanlagen in Planung, davon sind 1.372 Anlagen bereits im Genehmigungsverfahren. Instrumente zur Verfahrensbeschleunigung greifen: Durch die Task Force Erneuerbare Energien wurden die Planungs- und Genehmigungszeiten mehr als halbiert. Digitalisierung und KI-Projekte beschleunigen die Verfahren. Tr
PM-UM vom 24.02.2026
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Vielfalt im Ehrenamt stärken

Deutscher Wanderverband startet Programm „Brückenwege“ für mehr Teilhabe

Der Deutsche Wanderverband startet mit dem Projekt „Brückenwege“ ein bundesweites Trainings- und Vernetzungsprogramm, um Menschen mit Migrationsbiografie stärker für das Ehrenamt in Wandervereinen zu gewinnen. Bis Anfang 2027 werden Engagierte durch Seminare, Workshops und Mentoring dabei unterstützt, ihre Vereine diverser aufzustellen, neue Zielgruppen anzusprechen und Kooperationen mit migrantischen Organisationen aufzubauen. Ziel ist es, Teilhabe im Ehrenamt zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig zu stärken.
Weitere Infos

ALLES, WAS RECHT IST

Klagen gegen „Abbindung“ der Gäubahn erfolglos

VGH-Urteil vom 18.03.2026 zu Klagen von LNV und DUH

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat mit Urteilen vom 18. März 2026 die Klagen von LNV und DUH über die geplante vorübergehende „Abbindung“ der Gäubahn (Bahnstrecke Stuttgart – Zürich) vom Hauptbahnhof Stuttgart abgewiesen. Die beiden Kläger können den (teilweisen) Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses nicht verlangen. Insbesondere folge dies nicht aus der nach den gesetzlichen Vorgaben zwischenzeitlich erforderlichen Berücksichtigung der Klimafolgen eines Vorhabens. Tr
PM-Verwaltungsgerichtshof BW vom 19.03.2026

TERMINE UND AKTIONEN

Foto: Lorenz-Gräser

Landesnaturschutzpreis 2026 der SNF

Bewerbung bis 01.07.2026 zu innovativen Weideprojekten

Unter dem Motto "Innovative Weideprojekte – Pflege mit Biss und Tritt“ hat die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg (SNF) ihren diesjährigen Landesnaturschutzpreis 2026 ausgeschrieben. Bis zum 1. Juli 2026 können nichtstaatliche Einrichtungen und Einzelpersonen ihre Bewerbung einreichen. Es können auch preiswürdige Projekte vorgeschlagen werden. Tr
Ausschreibung
Initiative "Bauturbo kommunal"

Initiative „Bauturbo kommunal“

Empfehlung eines kommunalen Grundsatzbeschlusses

Die Initiative „Bauturbo kommunal“ setzt sich für eine möglichst sinnvolle Anwendung des sogenannten „Bauturbos“ (§246e BauGB) und seiner Geschwister (§31 (3) BauGB und §34 (3) BauGB) für den Wohnungsbau ein. Die Initiative hat eine Vorlage für einen kommunalen Grundsatzbeschluss erarbeitet, mit dem Stadt- und Gemeinderäte ihr Zustimmungs- und Mitspracherecht (§36a BauGB: Zustimmung der Kommune) nutzen können, um flächenverschwenderische Bauvorhaben ablehnen zu können. Tr
Website der Initiative
Image by Mario Cvitkovic from Pixabay

KiWi-Forum 2026 Kies, Kröten und kleine Wunder

Wie Baggerseen die Biodiversität stärken können

Am 14. April 2026 zeigt das KiWi-Forum in Baden-Baden, wie Kiesgruben und Baggerseen zu wertvollen Lebensräumen für gefährdete Arten werden können. Dr. Matthias Reinschmidt (Zoo Karlsruhe), Johannes Enssle (NABU) und Prof. Dr. Matthias Proske (Verband Region Karlsruhe) diskutieren, wie „Natur auf Zeit“ durch verantwortungsvolles Management und Kooperation gelingt. Themen sind u. a. Rohstoffsicherung, schwimmende PV-Anlagen und der Schutz gefährdeter Tierarten. Die Veranstaltung ist kostenlos und richtet sich an alle Interessierten. Bitte melden Sie sich bis zum 07.April 2026 an. MaPe
Anmeldung
Foto: Petersen

Ackerwildkraut-Meisterschaft 2026

Regierungspräsidium Karlsruhe kürt artenreiche Äcker

Im Neckar-Odenwald-Kreis können sich interessierte Landwirt*innen bis zum 17.Mai 2026 für die Ackerwildkraut-Meisterschaft Baden-Württemberg anmelden. Ausgezeichnet werden Betriebe, die erfolgreiche Landwirtschaft mit dem Erhalt artenreicher Ackerwildkräuter verbinden und damit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leisten. Die Siegerehrung findet am 12. Juli im Rahmen des Grünkernfests in Gottersdorf statt. Der Wettbewerb widr auch vom LNV-Arbeitskreis Neckar-Odenwald-Kreis unterstützt. MaPe
Weitere Infos und Anmeldung
Foto: Pascal Sirguy

Murg ist Flusslandschaft der Jahre 2026/27

Umwelttreffen der NaturFreunde Baden-Württemberg

Die Murg in Baden-Württemberg ist am Weltwassertag (22. März) zur Flusslandschaft der Jahre 2026/27 ausgerufen worden. Mit der gemeinsamen Auszeichnung würdigen die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) Renaturierungserfolge, Fortschritte bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Entwicklung des sanften Tourismus im Murgtal. Anlässlich der Auszeichnung findet das diesjährige Umwelttreffen der NaturFreunde Baden-Württemberg vom 29. bis 31. Mai mit einem bunten Programm im Naturfreundehaus an der Murg in Rastatt statt. Schl
Pressemitteilung I Infos und Anmeldung Umwelttreffen
Foto: DJN

Mit dem DJN in die Rhön

Jugend-Exkursion vom 17.-24. Mai

Bei einer Exkursion des Deutschen Jugendbunds für Naturbeobachtung (DJN) bietet sich für Jugendliche eine Woche lang die Gelegenheit, die beeindruckenden Blumenwiesen der Rhön – auch bekannt als „Land der offenen Fernen“ – zu entdecken. Bis heute hat sich hier eine außergewöhnliche Vielfalt artenreicher Grünlandgesellschaften erhalten: von Berg- und Flachland-Mähwiesen über Kalk-Trockenrasen und Borstgrasrasen bis hin zu Zwergstrauchheiden, Pfeifengraswiesen und Sumpfdotterblumen-Wiesen. Jeden Tag steht eine andere dieser faszinierenden Lebensräume im Mittelpunkt. Flora und Fauna werden dabei genauer betrachtet und gemeinsam erkundet. Schl
Infos und Anmeldung

BÜCHER, FILME, NEUIGKEITEN

Cover: oekom Verlag

Leben mit dem Wolf

Anleitung für ein Wolfsmanagement in Europa

Dieses Buch bietet eine umfassende Orientierung in dem Netzwerk aus Biologie, Politik und Recht. Roland Norer versucht, in seiner Anleitung fachlich sinnvolle und rechtlich zulässige Handlungsoptionen aufzuzeigen, wie eine realistische und gesellschaftlich tragfähige Integration von Wölfen in die moderne Kulturlandschaft gelingen kann. Roland Norer (2026): 224 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Fotos, oekom Verlag, München. ISBN 978-3-98726-178-7, 27 €. Rudolf Deile, Tr
Buchbesprechung Rudolf Deile I Oekom-Verlag
Cover: Fischer Sauerländer Verlag/Bente Schlick

Waldiger Buchtipp ab 10 Jahren

Fantasie trifft Naturwissen und Umweltschutz

Ein geheimnisvoller Wald, sprechende Tiere und eine verborgene Schule: Dieses Kinderbuch ab 10 Jahren entführt junge Leser*innen in eine faszinierende Welt, in der Natur und Magie untrennbar verbunden sind. Spielerisch vermittelt die Geschichte Wissen über Pflanzen, Pilze und Tiere und stärkt das Bewusstsein für Biodiversität und Vielfalt. Ein spannender Lesetipp, der zeigt, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit unserer Umwelt ist – und wie viel es in der Natur zu entdecken gibt. AKM
Infos zum Buch
Cover der Arbeitshilfe (Kommbio) e.V

Kommunales Mähgut als Ressource nutzen

Neue Kommbio-Arbeitshilfe für eine nachhaltige Verwertung

Die neue Arbeitshilfe von Kommbio e. V. zeigt Kommunen, wie Mähgut aus Grünflächen und Straßenbegleitgrün sinnvoll, nachhaltig und rechtssicher verwertet werden kann. Sie bündelt Praxiswissen, benennt typische Herausforderungen wie Verunreinigungen, Kosten und rechtliche Hürden und stellt konkrete Verwertungswege übersichtlich dar. Ziel ist es, Kommunen bei einem biodiversitätsfördernden Grünflächenmanagement zu unterstützen und bestehende Potenziale besser zu nutzen.
Arbeitshilfe
Cover der Publikation (UBA)

Der Boden entscheidet mit!

UBA-Publikation zu effektivem Landschaftswasserhaushalt

Ein neuer Bericht des Umweltbundesamts macht deutlich, wie entscheidend ein funktionierender Landschaftswasserhaushalt für Klima, Biodiversität und Wasserverfügbarkeit ist. Er zeigt, wie durch angepasste Landnutzung, Renaturierung und besseren Wasserrückhalt Extremereignisse wie Dürre und Hochwasser abgemildert und Ökosysteme langfristig stabilisiert werden können.
Publikation

UND AUßERDEM …

Bild von Erik Karits auf Pixabay

Start der Zecken-Saison

Impfung gegen FSME empfohlen

Fast alle Kreise im Land sind Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Wegen der milden Winter sind Zecken inzwischen fast das ganze Jahr über aktiv. Das Risiko einer Erkrankung an FSME lässt sich durch Impfung reduzieren und wird allen Personen empfohlen, die sich in Risikogebieten im Freien aufhalten. Für einen vollständigen Schutz sind drei Impfungen erforderlich. Aber auch zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen bieten drei Wochen später einen guten Schutz. Eine Auffrischung ist alle drei bis fünf Jahre notwendig. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Tr
Mehr Infos
Cover Taschenbuch des Naturschutzes

Taschenbuch Naturschutz in BW neu aufgelegt

Neu: auch als Website mit direkter Verlinkung

Der LNV hat den bewährten Ratgeber „Taschenbuch des Naturschutzes in
Baden-Württemberg“ neu aufgelegt. Der sachlich gehaltene und gewohnt informative Inhalt ist reich bebildert und farbig gestaltet. Neu ist eine Website zum Taschenbuch mit vielen nützlichen Links zu zitierten Gesetzen, Vorgaben und Hintergrundinformationen. Ermöglicht wurde die 7. Auflage mit einer Förderung durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Das gedruckte Taschenbuch ist beim LNV unter info@lnv-bw.de für eine Schutzgebühr erhältlich. Die Online-Ausgabe ist kostenlos. Logr
Taschenbuch Naturschutz I Online-Ausgabe
Die nächste Ausgabe erscheint im Mai 2026
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Impressum: V.i.S.d.P. und Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Jutta Ortlepp
Beiträge: Dr. Gerhard Bronner (Bronner), Ann-Kathrin Mertz (AKM), Jutta Ortlepp (Ort), Dr. Maike Petersen (MaPe), Kristin Pfeiffer (KP), Kathrin Schlecht (Schl), Dr. Anke Trube (Tr)


Der LNV-Infobrief ist ein kostenloser Service des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg e. V. (LNV) und berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes mit Schwerpunkt Baden-Württemberg. Die Anmeldung ist unter www.lnv-bw.de möglich. Eine Abbestellung kann jederzeit über info@lnv-bw.de erfolgen. Ein Nachdruck - auch auszugsweise – ist nur mit Zustimmung des LNV unter Quellenangabe und der Überlassung von Belegexemplaren gestattet.

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