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Infobrief Nr. 3 vom 06.03.2026
Im Blickpunkt: Neubeginn
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Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,
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sehr geehrte Damen und Herren,
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mit dieser Ausgabe darf ich mich Ihnen als neue Geschäftsführerin des Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. vorstellen. Für mich ist dieser Moment mit großer Freude verbunden – und zugleich mit Respekt vor dem, was in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut wurde.
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Meine Vorgängerin, Christine Lorenz-Gräser hat die Geschäftsführung über 34 Jahre hinweg durch außergewöhnliches Engagement und große fachlicher Kompetenz geprägt. Ich darf auf tragfähige Strukturen in Verband und Geschäftsstelle aufbauen, und bedanke mich auch für den warmen Empfang und die gründliche Einarbeitung in den vergangenen zwei Monaten.
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Ich freue mich sehr darauf, Sie kennenzulernen, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Verantwortung für die zukünftige Entwicklung des LNV zu übernehmen.
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Sie als Mitglieder des LNV-Vorstands, Aktive in den Mitgliedsverbänden und LNV-AK, als Referent*innen oder als Fördermitglieder tragen den LNV im Alltag mit fachlichem Wissen, Ihrem ehrenamtlichen Engagement und Ihrer Leidenschaft für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und unserem engagierten und kompetenten Team in der LNV-Geschäftsstelle.
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Geprägt hat mich meine Perspektive als Geographin. Kennzeichnend für die Geographie ist, dass sie unterschiedliche Blickwinkel zusammenführt: naturwissenschaftliche Erkenntnisse, gesellschaftliche Entwicklungen und räumliche Zusammenhänge werden gemeinsam betrachtet. Gerade diese Verbindung verschiedener Perspektiven zeichnet auch die Arbeitsweise des LNV aus. Naturschutz gelingt dort am besten, wo ökologische, gesellschaftliche und räumliche Fragen zusammengedacht und unterschiedliche fachliche Sichtweisen in einen konstruktiven Dialog gebracht werden.
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In meiner bisherigen beruflichen Laufbahn setzte ich mich intensiv mit den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt, Fragen nachhaltiger Entwicklung und interdisziplinären Arbeitsweisen auseinander. Dabei durfte ich immer wieder erfahren, wie wertvoll es ist, unterschiedliche Kompetenzen zu vernetzen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Diese Erfahrungen möchte ich in meine neue Aufgabe einbringen und gemeinsam mit Ihnen weiterführen. Der LNV steht für fachliche Vielfalt, für den Dialog zwischen unterschiedlichen Perspektiven und für das gemeinsame Ringen um gute Lösungen für Natur und Landschaft. Angesichts der aktuellen Herausforderungen – vom Biodiversitätsverlust über Flächennutzungskonflikte bis hin zu den Folgen des Klimawandels – kommt dieser verbindenden Rolle eine besondere Bedeutung zu. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen allen, auf den persönlichen Austausch und auf die gemeinsamen Aufgaben, die vor uns liegen. Mein Anliegen ist es, Bewährtes zu bewahren, neue Impulse einzubringen und gemeinsam mit Ihnen den Naturschutz in Baden-Württemberg engagiert weiter voranzubringen.
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Ich danke Ihnen für das Vertrauen und freue mich auf unseren gemeinsamen Weg.
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In dieser Ausgabe des Infobriefes:
- LNV Aktiv
- StEiN-Veranstaltung
- Aus den LNV-Arbeitskreisen
- Aus Politik und Verwaltung
- Daten, Fakten, Hintergründe
- Alles was Recht ist
- Aus den Mitgliedsverbänden
- Termine und Aktionen
- Bücher, Filme, Neuigkeiten
- Und außerdem…
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LNV AKTIV
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Biber-Verordnung zurückziehen
LNV unterstützt Landtagspetition von BUND und NABU
BUND und NABU fordern die Landesregierung auf, die „Verordnung der Landesregierung zum Schutz vor Beeinträchtigungen durch den Biber (Biberverordnung – BiberVO“, veröffentlicht am 20.01.2026), zurückzuziehen! Sie setzen sich für kluges Biber-Management statt sinnlosem Biber-Töten ein und fordern wirksame Lösungen. Bitte unterstützen Sie die Petition! Es sind nur noch wenige Tage bis zum Fristablauf für die notwendigen 10.000 Stimmen. Eine spannende Dokumentation zum Biber gibt es außerdem bei 3sat. Tr Link zur Petition I Dokumentation
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Ehrenamtsbörsen für LNV-Arbeitskreise
LNV-Info 01/2026
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Wenn LNV-Arbeitskreise neue Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen suchen, so könnte sich die Eintragung in die Ehrenamtsbörse des betreffenden Landkreises lohnen. Das LNV-Info 01/2026 macht Vorschläge und gibt Hinweise, unter anderem sind die Ehrenamtsbörsen nach Landkreisen geordnet aufgeführt. Tr
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Ina Brandt, Foto Elisa Mauruschat
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Mitmachen beim Tag der Artenvielfalt
Kinderbuchautorin Ina Brandt ist Unterstützerin
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Meldungen zum landesweiten "Tag der Artenvielfalt" sind weiterhin möglich. Der LNV freut sich über ein vielfältiges Programm zum fünfjährigen Jubiläum des Aktionstages. In diesem Jahr unterstützt die bekannte Kinderbuchautorin Ina Brandt (Buchreihe Eulenzauber) den landesweiten "Tag der Artenvielfalt". Ein besonderes Anliegen ist Frau Brandt der Brückenschlag zur Natur, was sich auch in ihren Büchern niederschlägt. Ina Brandt wird im Rahmen des Aktionstages Lesungen in verschiedenen Stadtbibliotheken anbieten. Schl
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Für eine erfolgreiche LNV-Pressearbeit
LNV-Info 02/2026
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Pressearbeit ist ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Arbeit im LNV-Arbeitskreis. Damit sie gelingt, sollten einige grundlegende Voraussetzungen geschaffen werden. Wie das gelingen kann und wo es sich lohnt aktiv zu werden, beschreibt das LNV-Info 02/2026.
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Es gibt Ratschläge für eine erfolgreiche LNV-Pressearbeit, benennt journalistische Sünden und gibt Beispiele für kreative Pressearbeit. Zorzi, Tr.
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Schwammlandschaft
Artenvielfalt braucht Wasser im System am 26.03.2026
Unsere Gewässer verlieren zunehmend ihre ökologische Stabilität. Eingetiefte, vom Grundwasser abgekoppelte Bäche erwärmen sich schneller und fallen häufiger trocken. Darunter leidet die Artenvielfalt, insbesondere kälteliebende Fischarten und gewässergebundene Organismen. Der Vortrag zeigt, warum die Wiederanbindung von Gewässern an ihre Auen und das Grundwasser entscheidend für stabile, artenreiche Ökosysteme ist. Schwammlandschaften, natürlicher Wasserrückhalt und strukturreiche Gewässer fördern Temperaturvielfalt, Rückzugsräume und Resilienz. Referent ist Christian Haas, Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V. Ort
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LNV-Pressemitteilungen
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Naturschützer fordern stärkere Herstellerverantwortung für Textil-Recycling
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Neue Heizungsregeln könnten globale Umweltfolgen verschärfen
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AUS DEN LNV-ARBEITSKREISEN
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Foto: LNV/Ann-Kathrin Mertz
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Rückblick auf die LNV-Arbeitskreis-Treffen
Gut vernetzt im Neckar-Odenwald, Ortenau und Markgräflerland
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Ende Februar und Anfang März standen mehrere LNV-Termine im Zeichen der Vernetzung: Beim Treffen des LNV-Arbeitskreises Neckar-Odenwald kamen Aktive von NABU, BUND, dem Angelverein, der Jägerschaft sowie dem DAV zusammen. Der intensive Austausch zeigte den Wert einer engen Zusammenarbeit. Auch die Neugründung des LNV-Arbeitskreises Ortenau in Offenburg stieß auf großes Interesse. Neben Naturschützer*innen beteiligten sich unter anderem ein Landwirt, ein Vertreter der AGF und eine Gewässerführerin. In Staufen trafen sich zudem rund 20 Personen aus verschiedenen Vereinen zur Wiederbelebung des LNV-Arbeitskreises Markgräfler Land. Alle Termine machten deutlich: Das Interesse an gemeinsamer, regionaler Naturschutzarbeit ist groß. AKM
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Neugründung im Hochschwarzwald
Einladung zum Mitmachen am 20.04.2026
Im Hochschwarzwald wagt der LNV einen neuen Anlauf: Der LNV-Arbeitskreis soll (neu) gegründet werden. Ziel ist es, naturschutz-interessierte Menschen und Verbände zu vernetzen und gemeinsam stärker für Natur- und Artenschutz einzutreten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum Treffen zur Neugründung am 20. April 2026 ab 18:00 Uhr in Neustadt-Titisee. Mitdenken, mitgestalten und gerne weitersagen! Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt. Bei Interesse und für weitere Infos melden Sie sich bitte bei unserer LNV-AK-Betreuerin Ann-Kathrin Mertz unter ann-kathrin.mertz@lnv-bw.de AKM
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AUS POLITIK UND VERWALTUNG
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Logo Stiftung Naturschutzfonds
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Stiftung Naturschutzfonds schreibt Förderung aus
5,9 Millionen Euro Ersatzzahlungen stehen zur Verfügung
Ab sofort können sich gemeinnützige Organisationen, kommunale Stellen, Unternehmen und Privatpersonen wieder bei der Stiftung Naturschutzfonds um einen Zuschuss für ihre Naturschutzprojekte in Baden-Württemberg bewerben. Rund 5,9 Mio. Euro Ersatzzahlungen stehen aus dem Jahr 2025 zu Verfügung. Anträge müssen bis 30. September 2026 eingereicht sein (bis 01. Juli, für Bewilligung noch in 2026). Voraussetzung ist, dass die Projekte konkret der Aufwertung von Natur und Landschaft dienen und in dem Naturraum, in dem das Projekt durchgeführt werden soll, Ersatzzahlungen zur Verfügung stehen. Zudem müssen die geplanten Projekte vor Antragstellung mit dem zuständigen Regierungspräsidium abgestimmt sein. Tr Ausschreibung Ersatzzahlungen
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Förderung von Naturschutzbildung
Beantragung bis 30. Juni beim Umweltministerium möglich
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Auch beim Umweltminiterium können jetzt und bis zum 30 Juni 2026 Anträge eingereicht werden. Gefördert werden können gemeinnützige Bildungseinrichtungen im Bereich Naturschutz und Wald. Das Förderprogramm richtet sich somit zum Beispiel an Naturschutzzentren, Natur- und Geoparke sowie waldpädagogische Einrichtungen. Informationen zu Förderbedingungen, Fristen und die entsprechenden Unterlagen finden sich beim Umweltministerium Baden-Württemberg. MaPe
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Förderumstellung bei der Biotopverbundplanung
Ab 2027 Umsetzung von Maßnahmen statt Planerstellung
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Das Umweltministerium hat bislang die Erstellung kommunaler Biotopverbundplanungen finanziell unterstützt. Ab 2027 wird die Förderung schwerpunktmäßig auf die Umsetzung von Maßnahmen vor Ort umgestellt. Für die Verwaltung der Fördergelder werden die Biotopverbund-Botschafterinnen und -Botschafter bei den Landschaftserhaltungs-verbänden verantwortlich sein. Dies teilt das UM in einem Schreiben an den Gemeinde- und den Städtetag mit. Tr
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Letale Vergrämung von Saatkrähen
Muster einer Allgemeinverfügung des Umweltministerium
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Mit Schreiben vom 03.02.2026 hat das Umweltministerium den unteren Naturschutzbehörden ein Muster für eine Allgemeinverfügung zur letalen Vergrämung von Saatkrähen an die Hand gegeben. Der Ortenaukreis will seine bisherige Allgemeinverfügung (bis 2025) ab 2026 auf Dauer (bis auf Widerruf) erlassen. Hier läuft die Anhörung der Naturschutzverbände. 2024 und 2025 wurden jeweils 119 Saatkrähen geschossen. Tr
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Interreg-Projekt Fischartenschutz
Länderübergreifendes Projekt mit 900.000 Euro für 3 Jahre
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Im länderübergreifenden Interreg-Projekt „Fischartenschutz und Kormoranmanagement“ am Bodensee stehen für die nächsten drei Jahre 900.000 Euro bereit, um den Schutz gefährdeter heimischer Fischarten zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen Äsche, Nase, Strömer, Bitterling, Groppe und Bachneunauge. Für sie sollen Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung der Fischhabitate ergriffen und technischer Schutzmaßnahmen gegen Kormoranfraß entwickelt werden. Zudem werden wasserbautechnische ‚Musterlösungen‘ erarbeitet. Tr
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Logo Landesverkehrsmodell Verkehrsministerium BW
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Landesverkehrsmodell erstellt
Digitale Abbildung und räumliche Verteilung der Verkehrsströme
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Das landesweite Verkehrsmodell des Verkehrsministeriums bildet Auto-, Bus-, Bahn-, Rad- und Fußverkehr sowie den Güterverkehr im Land digital ab. Mit dem Modell steht ein leistungsfähiges Planungswerkzeug zur Verfügung. Rund 10.000 Verkehrszellen bilden Wege und Bewegungen ab. Dadurch lassen sich sowohl große Infrastrukturvorhaben als auch konkrete Fragen vor Ort bewerten: Pendlerströme, neue Baugebiete, Radschnellverbindungen, ÖPNV-Angebote oder Baustellen. Es ist kostenfrei nutzbar, allerdings nur für Land, Regionen, Kommunen sowie beauftragte Büros. Tr
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Logo Mitfahren BW Verkehrsministerium
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Mitfahren-BW
Verkehrsministerium startet Plattform
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Die neue Plattform des Verkehrsministeriums bündelt die Fahrangebote von sieben Mitfahrportalen anbieterneutral. Die Nutzung ist kostenfrei, datenschutzkonform und erfolgt ohne kommerzielle Vermittlungsgebühren. Die Routensuche ist dabei auch über Baden-Württemberg hinaus in die Nachbarländer und ins Ausland möglich. Die Plattform richtet sich primär an Privatpersonen, aber auch an Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die nachhaltige Mobilitätslösungen fördern möchten. Auf der Website befindet sich ferner eine umfangreiche Auflistung aller Mitfahrparkplätze (sog. P+M-Parkplätze) und deren Ausstattung in Baden-Württemberg. Tr
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Bild: VM I Leif Piechowski
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Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug
Modellprojekt untermauert Praxistauglichkeit
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Der Einsatz eines Scan-Fahrzeugs im Pilotversuch - der Heidelberger Bahnstadt und der Altstadt – zeigt mit dem Zwölffachen gegenüber der herkömmlichen Parkraumüberwachung deutliche Effizienzgewinne. Mit der engmaschigen Kontrolle durch die Scan-Fahrzeuge soll dafür Sorge getragen werden, dass Rettungswege, Fahrradstreifen und Fußwege frei von parkenden Autos bleiben. So kann man eines der größten Unfallrisiken in Innenstädten beseitigen. Tr
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DATEN, FAKTEN, HINTERGRÜNDE
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Land kauft Flächen für den Naturschutz
Im Jahr 2025 für knapp 4 Mio. Euro rund 183 ha Flächen
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Das Land hat im Jahr 2025 rund 183 Hektar Flächen für den Natur- und Klimaschutz erworben (+ 47 % im. Vgl. zu 2024). Davon sind rund 44 ha Moore, auch zu Klimaschutzzwecken. Die Käufe verteilen sich auf die Regierungsbezirke (RB) wie folgt: RB Karlsruhe über 60 ha (u. a. NOK 27 ha, RA 9,4 ha), RB Tübingen über 57 ha (42 ha Moorflächen in RV, SIG, BC und Bodenseekreis), RB Stuttgart knapp 42 ha (HDH, AA, Rems-Murr-Kreis, Main-Tauber-Kreis) und RB Freiburg knapp 24 ha (KON 10 ha, Breisgau-Hochschwarzwald 4 ha). Tr
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Screenshot LUBW Grundwassererneuerung
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Wie viel Wasser kommt im Boden an?
Jahresdaten zur Sickerwasserrate bei der LUBW
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Grundwasser reagiert langsam. Sickerwasserraten eignen sich für die Analyse langfristiger Veränderungen. Mit entsprechendem Fachwissen können auch Landwirte oder eine wissenschaftlich interessierte Öffentlichkeit die Informationen nutzen. Für alle 1.101 Gemeinden und 44 Stadt- und Landkreise lassen sich die Daten bei der LUBW abrufen, sowohl für einzelne Jahre (1951 bis 2024) als auch als 30-jährige Mittelwerte (1951-1980, 1961-1990, 1971-2000, 1981-2010 und 1991-2020). Die Aktualisierung betrifft die Grundwasserneubildungsdaten für das Jahr 2024. Tr
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KEA-Faktencheck „Klartext zur Windenergie“
Was wird behauptet und was ist wissenschaftlich belegt?
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Im Zuge des Windenergieausbaus sind immer wieder negative Aussagen über die Windenergienutzung zu hören. Der Faktencheck zur Windenergie der Klimaschutz- und Energieagentur BW (KEA-BW, 36 Seiten) befasst sich unter anderem mit Infraschall, Klimaschutz und Flächenverbrauch. Das Fazit der Fachleute: Viele der Befürchtungen sind schlicht falsch, stark übertrieben oder wissenschaftlich nicht belegbar. Tr
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Photovoltaik-Zuwachs 2025
Freiflächen-PV und Dach-PV
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In Baden-Württemberg wurden vergangenes Jahr 132.000 neue Photovoltaik-Anlagen (2.060 Megawatt Leistung) errichtet – das zweitbeste Jahr bislang beim Photovoltaik-Zubau. Die Landkreise Heilbronn (182 MW) und Biberach (148 MW) belegen die Spitzenplätze aufgrund großer neuer Solarparks (128 MW bzw. 101 MW). Bei Photovoltaik-Gebäudeanlagen liegen der Rhein-Neckar-Kreis (68 MW), der Landkreis Karlsruhe (67 MW) und der Ortenaukreis (66 MW) vorn. Zudem wurden 59 234 Balkonsolaranlagen von Privatpersonen installiert (71 MW oder 3,5 % des gesamten Zubaus im Land). Tr
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600 Kommunen im Land im Klimapakt
Land unterstützt bei Zielerreichung „Klimaneutralität bis 2040“
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Der Klimapakt ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen den kommunalen Landesverbänden und der Landesregierung zur Förderung des Klimaschutzes und der Klimawandelanpassung. Gemeinden, Städte und Landkreise können ihm durch eine unterstützende Erklärung beitreten. Sie bekennen sich damit dazu, den Klimaschutz aktiv voranzutreiben. Im Gegenzug unterstützt die Landesregierung sie mit Fördergeldern aus den Programmen Klimaschutz-Plus und KLIMOPASS, 2025/2026 mit 82 Mio. Euro. Ende 2025 ist die 600ste Kommune dem Klimapakt beigetreten. Tr
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Gefährdete Arten gehören nicht ins Jagdgesetz
Gezieltes Management statt pauschaler Bejagung
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Ob Wolf, Biber oder Saatkrähe – eine Bejagung dieser geschützten Tierarten kann Konflikte mit der Landwirtschaft sogar verschärfen. Darauf weisen 20 Forschende aus ganz Baden-Württemberg in einem offenen Brief an die Politik hin. Auch eine Übernahme ins Jagdrecht sehen die Expert*innen kritisch. Um Konflikte mit der Landwirtschaft zu verringern und zugleich diesen ökologisch wichtigen Arten Raum zu geben, plädieren sie für ein gezieltes Management statt pauschaler Bejagung. Tr
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Mahdhöhe im Grünland
Die Mahdhöhe als Einflussfaktor der floristischen Vielfalt
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In Natur und Landschaftspflege online ist der Beitrag „Die Mahdhöhe als Einflussfaktor der floristischen Vielfalt“ erschienen. Der Artikel hinterfragt pauschale Empfehlungen zu hohen Mähhöhen und zeigt, dass deren Wirkung auf die Artenvielfalt stark vom Standort und der Bewirtschaftung abhängt. Während Amphibien und bodennahe Wirbellose so geschont werden, können über veränderte Lichtverhältnisse und verstärkte Konkurrenz einzelner Arten auch unerwünschte Vegetationsentwicklungen zustande kommen. MaPe
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Der „Hornisgrinde-Wolf“ darf getötet werden
Zur Entscheidung des VGH BW vom 16.02.2026
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Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat Mitte Februar 2026 in zwei Eilverfahren entschieden, dass die erteilte artenschutzrechtliche Ausnahmeentscheidung zur Tötung des „Hornisgrinde-Wolfs“ (GW2672m) voraussichtlich rechtmäßig ist und damit vollziehbar. Selbst wenn der Erhaltungszustand der Wolfspopulation als ungünstig einzustufen sei, dürfe eine Ausnahme erteilt werden, sofern sich dieser ungünstige Erhaltungszustand nicht noch weiter verschlechtert und die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands nicht behindert wird. Auch verschiedene Umwelt- und Naturschutzverbände hatten wegen des Verhaltens des Wolfes Verständnis für die Entscheidung geäußert. Tr
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Klimaschutzprogramm muss ergänzt werden
BVerwG Urteil vom 29. Januar 2026
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Ende Januar hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig aufgrund der DUH-Klage entschieden, dass das Klimaschutzprogramm 2023 ergänzender Maßnahmen bedarf. Es muss als zentrales Steuerungsinstrument der Klimapolitik sämtliche Maßnahmen enthalten, die zur Erreichung des verbindlichen nationalen Klimaschutzziels für 2030 erforderlich sind. Es genügt derzeit nicht den gesetzlichen Anforderungen. Das Programm muss unter Berücksichtigung der seitherigen Entwicklung der Treibhausgasemissionen ergänzt werden. Tr
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Sitzbänke im Wald
Nutzung jetzt auf eigene Gefahr
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Mit dem Regelungsbereinigungsgesetz wurde der § 37 im Landeswaldgesetz zum Betreten des Waldes auf eigene Gefahr erweitert. Dort heißt es nun in Abs. 1: „Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten. Das Betreten des Waldes erfolgt auf eigene Gefahr. Dem Betreten gleichgestellt ist das Verweilen an einfachen Einrichtungen, insbesondere auf Sitzgelegenheiten und an Informationstafeln. Neue Sorgfalts- oder Verkehrssicherungspflichten …. werden dadurch, …, nicht begründet.“ Tr
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AUS DEN MITGLIEDSVERBÄNDEN
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Buchcover Flora des Kaiserstuhls
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BLNN-Kaiserstuhl-Flora erschienen
Band 28 der Mitteilungen des BLNN
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Die neue „Flora des Kaiserstuhls“ von Dr. Georg Schepers, Dr. Joachim Wolfgang Bammert und Jürgen Vögtlin ist erschienen. Als Band 28 der „Mitteilungen des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ stellt sie alle bislang bekannten Gefäßpflanzen des Kaiserstuhls vor einschließlich detaillierter Verbreitungskarten ihrer Fundorte. 357 Seiten, 1382 Taxa (Pflanzenarten, Unter- und Kleinarten, Varietäten, Hybride), gefördert durch die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg. Tr
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Naturschutztag des Schwäbischen Albvereins
Artenreiche Wiesen – europäisches Naturerbe im Ländle
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Am 21.03.2026 richtet der Schwäbische Albverein seinen Naturschutztag zum Thema "Artenreiche Wiesen – europäisches Naturerbe im Ländle" aus. Artenreiche Mager‑ und Feuchtwiesen sind lange gewachsene Kulturlandschaften die zunehmend unter Druck geraten. Fachleute aus Wissenschaft, Naturschutz und Politik beleuchten ihre Bedeutung für die Biodiversität, aktuelle Schutzstrategien und Herausforderungen in der Bewirtschaftung. Eine Anmeldung ist noch bis zum 10.03. möglich. MaPe
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Bundesweite DAV-Naturschutztagung
24. bis 26. April 2026 in Münsingen
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Gemeinsam mit dem Bundesverband organisiert der DAV-Landesverband Baden-Württemberg die diesjährige DAV-Naturschutztagung. Neben spannenden Vorträgen zu Naturschutz und Natursport gibt es Exkursionen auf die Schwäbische Alb und einen Poetry Slam zum Thema. Im Rahmen der Tagung wird außerdem das erste mal die neue Ausstellung "Biodiversität in Baden-Württemberg" präsentiert. Die Veranstaltung richtet sich an alle Vorsitzenden und Naturschutzreferent*innen der Sektionen und Landesverbände des Deutschen Alpenvereins. MaPe
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Fledermauscamp 2026
NAJU-Jugendfreizeit auf der Schwäbischen Alb
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Vom 22.-24. Mai können junge Menschen (14-27 Jahre) auf der Schwäbischen Alb tief in den Fledermausschutz eintauchen. Mit Expert*innen erkunden sie die Quartiere, beobachten die Tiere und wenden Artenschutzmethoden an. Exkursionen, Höhlenerkundungen und gesellige Abende am Lagerfeuer stehen ebenfalls auf dem Programm. Schl
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Foto: NABU / Aniela Arnold
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Ein Jahr im Naturgarten
NABU-Webinar-Reihe jeden dritten Donnerstag im Monat
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Von Frühblühern und den ersten Hummelköniginnen über sommerliche Hitze bis in den kargen Herbst: Die Teilnehmenden erfahren bei der im März startenden Webinar-Reihe bei acht Terminen, was sie in Ihrem Garten für die Artenvielfalt tun können. Jeder Termin widmet sich einem Schwerpunkt-Thema mit konkreten Tipps zum Beobachten und zum Selbst-Gärtnern. Vorwissen ist nicht nötig und kein Garten ist zu klein! Der Einstieg ist zu jedem Termin möglich. Schl
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Foto: NABU / Claudia Wild
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"Hier brummt's" für Kommunen und Vereine
Naturgartenwettbewerbe leicht gemacht
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Naturgärten sind ein wertvoller Baustein, um den Erhalt innerstädtischer Biodiversität zu fördern. Mit einem Naturgartenwettbewerb sollen Naturgartenbesitzer*innen für ihr Engagement geschätzt werden. Begleitende Öffentlichkeitsarbeit motiviert zum Nachahmen. Das Projekt ,,Hier brummt’s“, ursprünglich initiiert vom LNV, unterstützt Kommunen und Vereine bei der Durchführung. Es gibt Unterstützung in Form einer eigenen Wettbewerbs-Website, die die Koordination von Wettbewerben erleichtert. Vorlagen verschiedenster Materialien entlasten bei der Organisation. Das Angebot ist kostenfrei. Kommunen und Vereine können sich bis Ende April bewerben, um noch 2026 Teil von ,,Hier brummt’s“ zu werden. Schl
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Foto: NABU-Naturgucker / Dana Kopaniak
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Insektenkunde für alle
Webinar-Reihe des NABU NRW
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Ziel der Veranstaltungen ist es, allen Interessierten Einblicke in die einheimische Insektenwelt zu geben. Die Webinar-Reihe ermöglicht einmal im Monat einen niederschwelligen Einstieg in die Welt der Insekten. Start war im Januar; ein späterer Einstieg ist jedoch jederzeit möglich, da immer unterschiedliche Insektengruppen vorgestellt werden. Im März stehen die LIbellen auf dem Programm, gefolgt von den Schmetterlingen im April und den heimischen Bienen im Mai. Schl
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Fallen für Amphibien?
Der BUND BW bittet um Meldungen
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Um das Ausmaß des Problems von Amphibienfallen wie Gully in Baden-Württemberg besser zu verstehen und gezielte Schutzmaßnahmen umsetzen zu können, hat der BUND eine Umfrage gestartet. Die Bevölkerung ist aufgerufen, Amphibienfallen (Straßenabläufe, Gullys und Schächte jeglicher Art) im Siedlungsbereich oder entlang von
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Wanderstrecken der Tiere zu melden. Tr
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BÜCHER, FILME, NEUIGKEITEN
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Konzernatlas 2026
Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie
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Die Publikation von Heinrich-Böll-Stiftung, BUND und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre zeigt, wie stark Macht und Einfluss in der Agrar- und Lebensmittelindustrie bei wenigen großen Konzernen konzentriert sind – und welche Folgen das für Umwelt, bäuerliche Betriebe, Preise und politische Entscheidungen hat. Der Atlas liefert kompakte Daten, Grafiken und Analysen als Grundlage für eine kritische Debatte über unser Ernährungssystem. Begleitend erscheint eine Podcast-Reihe, in der Autor*innen und Expert*innen zentrale Themen des Konzernatlas vertiefen. MaPe
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Buchcover: Schneiderbuchverlag/Barbara Fisinger
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Vorlesegeschichten für naturbegeisterte Familien
Mit Schnirkelschnecke Monika die Natur entdecken
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Die Buchreihe rund um die neugierige kleine Schnirkelschnecke Monika Häuschen verbindet spannende Sachgeschichten mit fundiertem Naturwissen. Kindgerecht vermittelt sie Wissenswertes über Insekten, Säugetiere und Vögel im Lebensraum Garten und in der Umgebung – anschaulich, unterhaltsam und zum Vorlesen ab etwa fünf Jahren. Die kurzen Geschichten regen zum Staunen, Fragenstellen und eigenen Entdecken an – und wecken bei Kindern die Freude an der heimischen Tierwelt. AKM
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Flyer zur Ehrenamtskarte der Stadt Stuttgart
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Anerkennung für Ihr Engagement
Ehrenamtskarte in weiteren Landkreisen erhältlich
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Die Ehrenamtskarte Baden-Württemberg würdigt freiwillig Engagierte und bietet viele Vorteile. Nach erfolgreicher Pilotphase in Freiburg, Ulm, Calw und dem Ostalbkreis wird sie ab Sommer 2025 sukzessive in weiteren Landkreisen und Städten eingeführt, darunter Böblingen, Esslingen, Heidelberg, Karlsruhe, Pforzheim und Stuttgart. Wer sich besonders umfangreich ehrenamtlich engagiert, kann die Karte beantragen und so Wertschätzung, Vergünstigungen und Anerkennung für sein Engagement erfahren. AKM
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Cover Taschenbuch des Naturschutzes
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Taschenbuch Naturschutz in BW neu aufgelegt
Neu: auch als Website mit direkter Verlinkung
Der LNV hat den bewährten Ratgeber „Taschenbuch des Naturschutzes in Baden-Württemberg“ neu aufgelegt. Der sachlich gehaltene und gewohnt informative Inhalt ist reich bebildert und farbig gestaltet. Neu ist eine Website zum Taschenbuch mit vielen nützlichen Links zu zitierten Gesetzen, Vorgaben und Hintergrundinformationen. Ermöglicht wurde die 7. Auflage mit einer Förderung durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Das gedruckte Taschenbuch ist beim LNV unter info@lnv-bw.de für eine Schutzgebühr erhältlich. Die Online-Ausgabe ist kostenlos. Logr Taschenbuch Naturschutz I Online-Ausgabe
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Die nächste Ausgabe erscheint im April 2026
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Spendenkonto: GLS Bank IBAN: DE28 4306 0967 7021 3263 02, BIC: GENODEM1GLS
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Der LNV-Infobrief wird herausgegeben vom Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V.
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Olgastraße 19 70182 Stuttgart
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Impressum: V.i.S.d.P. und Endredaktion: Dr. Maike Petersen, Bildredaktion: Jutta Ortlepp
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Beiträge: Dr. Gerhard Bronner (Bronner), Ann-Kathrin Mertz (AKM), Jutta Ortlepp (Ort), Dr. Maike Petersen (MaPe), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Kathrin Schlecht (Schl), Dr. Anke Trube (Tr)
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Der LNV-Infobrief ist ein kostenloser Service des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg e. V. (LNV) und berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes mit Schwerpunkt Baden-Württemberg. Die Anmeldung ist unter www.lnv-bw.de möglich. Eine Abbestellung kann jederzeit über info@lnv-bw.de erfolgen. Ein Nachdruck - auch auszugsweise – ist nur mit Zustimmung des LNV unter Quellenangabe und der Überlassung von Belegexemplaren gestattet.
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