16. Mai 2014 LNV-Infobrief Mai 2014

Im Blickpunkt: Neue Mitstreiter finden

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Ein Dauerthema beim LNV, aber auch bei seinen Mitgliedsvereinen, ist die Frage, wie man für die vielfältigen Aufgaben neue Mitstreiter/innen gewinnt. Gesucht sind Leute mit ausreichend Zeit, guten fachlichen Kenntnissen und kommunikativen Fähigkeiten. Öffentliche Aufrufe sind wohlfeil, aber weitgehend wirkungslos. Ich möchte deshalb im Folgenden einige Ideen weitergeben, wie vielleicht neue Mitarbeiter/innen für den LNV oder für Ortsgruppen seiner Mitgliedsverbände zu gewinnen sind:
In Kürze ist Gemeinderatswahl. Es kandidieren Bürger/innen, die bereit sind, für ein Ehrenamt viel Zeit zu investieren. Aber nicht alle werden gewählt. Sprechen Sie nicht gewählte Personen, die Ihnen Naturschutzaffin und geeignet erscheinen, auf eine Mitarbeit an.
Beobachten Sie die Leserbriefseiten der Lokalzeitung. Gibt es Personen, die öfters zu Umweltthemen schreiben und vernünftige Positionen vertreten? Sprechen Sie sie an!
Lesen Sie in der Lokalzeitung nach, wer in den Ruhestand verabschiedet wurde. Kennen Sie darunter jemand, den Sie sich als LNV-Mitarbeiter/in wünschen würden?
Stiften Sie einen Umweltpreis für besondere Umweltleistungen eines/r Schülers/in einer Schulabschlussklasse. Das hebt deren Interesse an Umweltthemen. Zwar werden die Schüler/innen vielleicht die Stadt verlassen, aber Sie kommen durch die Preisverleihung / in der Jury in Kontakt mit Lehrkräften, es gibt eine öffentliche Verleihung und einen Bericht in der Zeitung.
Bürgerinitiativen gegen konkrete Projekte bilden sich meist aus persönlicher Betroffenheit, weil man Nachteile für sich befürchtet. Allerdings sind aus solchen Bürgerinitiativen auch schon engagierte Umweltschützer hervorgegangen. Suchen Sie den Kontakt zu diesen Initiativen und prüfen Sie, ob sich manche Aktivisten dauerhaft für den Naturschutz gewinnen lassen.

Wenn Sie diese Ideen ausprobieren, würden wir uns über eine Rückmeldung zu den Erfolgen freuen.

Ihr
Dr. Gerhard Bronner
Stellvertretender LNV-Vorsitzender

Inhalt
LNV Aktiv
Aus Politik und Verwaltung
Alles was Recht ist
Aus den Mitgliedsvereinen
Zum Mitmachen und Hingehen

LNV aktiv

Wählen gehen – Europawahl am 25.05.2014

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EU-Ausrichtung zum Natur- und Umweltschutz mitbestimmen

Die EU-Wahl am 25.05.2014 bietet die große Chance, die Ausrichtung der EU-Politik bis 2019 mitzubestimmen und Grundlagen für mehr Klima-, Umwelt- und Naturschutz zu legen. Jede Stimme zählt! Wichtige Informationen, darunter vom LNV mitgezeichnete umweltpolitische Kernforderungen für die Europawahl geben die nachfolgenden Links zu Seiten des Deutschen Naturschutzrings (DNR). Logr

Hintergrundinformationen zur Wahl
Umweltpolitische Kernforderungen
KandidatInnen-Check

LNV zum Jagd- und Wildtiermanagementgesetz

hochsitz

Kritik an Schnittstellenverlagerung vom Naturschutzrecht ins Jagdrecht

Der LNV plädiert dafür, nur Arten, an denen aktuell oder potentiell ein Verwertungsinteresse besteht, dem Jagdrecht zu unterstellen. Die Tierarten der sog. Schutzschale sollten nicht ins Jagdrecht übernommen werden. Dies nicht nur wegen schlechter Erfahrungen mit Doppelzuständigkeiten zweier Verwaltungen für ein Sachgebiet. Auch die Möglichkeit, potentiell sämtliche Vogel- und Säugerarten per Verordnung dem neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz zu unterstellen, sieht der LNV kritisch. Br

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Aktualisierter LNV-Flyer

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Neues Faltblatt erschienen

Der LNV stellt sich in einem neuen Faltblatt kurz und prägnant vor, nennt Aufgaben, Ziele und Erfolge sowie Kontaktmöglichkeiten auf Kreisebene und auf Landesebene. Der Flyer enthält auch eine Zusammenstellung der 34 Mitgliedsverbände des LNV, die zusammen über 540.000 Mitglieder vertreten. Die Druckversion kann über die LNV-Geschäftsstelle(info@lnv-bw.de) angefordert werden. Logr

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Biomarkerstudien am Neckar

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Erhöhte Fisch-Sterblichkeit unterhalb von Kläranlagen

Die Ergebnisse des von der LNV-Stiftung unterstützten Forschungsvorhabens „Biomarkerstudien mit Fischen zur Charakterisierung des Gesundheitszustandes des Neckars bei Tübingen“ verdeutlichen die Notwendigkeit, die Wasserqualität, etwa mit zusätzlichen Reinigungsstufen der lokalen Kläranlagen, erheblich zu verbessern. Vergleichbare Monitoringprojekte im Freiland werden selten durchgeführt. Auch deshalb kommt dieser Arbeit eine hohe wissenschaftliche Bedeutung mit Praxisrelevanz zu. Logr

Ergebnisse der Forschungsarbeit

LNV-Pressemitteilungen

LNV kritisiert das Wachstumsdenken beim Straßenbau

Aus Politik und Verwaltung

Gewässerrandstreifen

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Klarstellung für die Dünge- und Pflanzenschutzmittelanwendung

Zur Verbesserung der Gewässerqualität legt das neue baden-württembergische Wassergesetz (in Kraft seit 1.1.2014) Gewässerrandstreifen von 5 m im Innenbereich und 10 m im Außenbereich fest. Im Außenbereich gilt innerhalb eines Fünfmeterstreifens zudem u. a. ein Anwendungsverbot für Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Logr

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MVI startet RadNETZ-Planung

radkultur

Grundlage für systematischen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur

Zur Förderung des Radverkehrs will das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) mit Bürgerbeteiligung und mit Experten das baden-württembergische Radwegenetz durchleuchten. Es soll optimiert und Lücken sollen geschlossen werden. Als langfristiges Ziel nennt das MVI einen Radverkehrsanteil von 20%. Für die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur wurden die Fördermittel von 10 auf 15 Millionen Euro erhöht. Logr

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FSC-Zertifizierung für Wald im Landesbesitz

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Bewirtschaftung soll sich stärker am Allgemeinwohl orientieren

Im Zuge der FSC-Zertifizierung verzichtet der Landesbetrieb ForstBW im Staatswald z. B. bei der regulären Waldbewirtschaftung künftig auf Pestiziden und auf großflächige Kahlhiebe, so das Ministerium Ländlicher Raum. Die moderne Waldbewirtschaftung, die bereits im etablierten Alt- und Totholzkonzept zum Tragen komme, ergänze ForstBW durch die neue Waldbaurichtlinie und die Gesamtkonzeption Waldnaturschutz. Logr

Richtlinie landesweiter Waldentwicklungstypen

Biodiversitäts-Check für Gemeinden

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Artenschutz vor Ort

Der Biodiversitäts-Check für Gemeinden ist Teil des Aktionsplans Biologische Vielfalt und orientiert sich am Zielartenkonzept des Landes. Den Kommunen hilft er, geschützte Arten zu erfassen und Handlungsbedarf aufzuzeigen. Sie erfahren so zum Beispiel, wie sich ökologische Konflikte in der Bauleitplanung vermeiden lassen. Die Einführung des Biodiversitäts-Checks als Modellprojekt wurde bis 2010 in den sechs Kommunen getestet. Eines der Ergebnisse wurde im April 2014 in Weissach im Tal vorgestellt. Logr

Aktuelle PM zum Biodiversitäts-Check

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Alles was Recht ist…

Überfällig: Schutz der Straßenbäume

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Rodungen aufgrund Bundesrichtlinie RPS

Aus überzogenem Sicherheitsdenken werden auch in BW zunehmend Bäume abgeholzt, die näher als in 8,5 Meter Entfernung zum Straßenrand stehen. Ausgangspunkt ist die Richtlinie für passiven Schutz an Straßen (RPS) des Bundesverkehrsministeriums, die am 20.12.2010 an die Straßenbaubehörden der Länder ging. Im Interesse eines einheitlichen Sicherheitsniveaus soll sie auch für Landes- und Kreisstraßen Anwendung finden. DNR und SDW thematisieren die Fehlentwicklung bei einer Veranstaltung am 01.07.2014 (in Berlin). Logr

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Aus den Mitgliedsvereinen

Wildtierforum – eine Allianz fürs Niederwild

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Artenvielfalt in der Feldflur erhalten

Beim Wildtierforum Baden-Württemberg 2014 in Bad Wildbad startete der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV) die Allianz für das Niederwild, bei der Jäger gemeinsam mit Landwirten, Eigentümern, Verpächtern, mit Wissenschaft und Naturschutz die Artenvielfalt der Feldflur erhalten und fördern wollen. Das Ministerium für Ländlichen Raum lieferte konkrete Programmvorschläge für die Allianz. Die Kurzbeiträge und ein Tagungsbericht sind auf der Homepage des LJV eingestellt. LJV

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Zum Mitmachen und Hingehen

Kulturlandschaft bewegt!

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Deutscher Landschaftspflegetag von 9.–11.7.2014 in Schwäbisch Hall

Unter dem Motto „Kulturlandschaft bewegt – gemeinsame Wege in die Zukunft“ bietet der regelmäßig vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) veranstaltete Landschaftspflegetag vielseitige Fachforen und Exkursionen an: zu Natura 2000, zur Kompensation und zur Beweidung in der Landschaftspflege. Vorangestellt ist die DVL Fachtagung „Biogas – aber natürlich“ am 8.7.2014. Logr

Zum Programm

Machen Sie einen Sprit-Spar-Kurs

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Land fördert Teilnahme mit Zuschuss

Mit der richtigen Fahrweise lässt sich der Verbrauch von Kraftstoff im Alltag um durchschnittlich zehn Prozent senken. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) hat nun ein Förderprogramm für Sprit-Spar-Kurse aufgelegt. Interessierte können sich bei einer Partnerorganisation anmelden und erhalten einen Nachlass von 30 €. Die Schulung umfasst unter anderem Übungen zur richtigen Schaltweise sowie Analysen über das Verhalten im Straßenverkehr. Logr

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LNV-Infobrief
Mai 2014

Impressum:

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser (Logr), Bildredaktion: Annette Schade-Michl (Sch) und Kristin Mokwa
weitere Beiträge: Dr. Anke Trube (Tr), Dr. Gerhard Bronner (Br)
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Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
Der Infobrief ist ein kostenloser Service des LNV.
Bestellung unter lnv-bw.de oder mit einer Email an info@lnv-bw.de. Bitte geben Sie Name, Verein/Institution, Funktion an. Persönliche Daten werden ausschließlich zum Zwecke des Versendens des Infobriefs gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Er kann jederzeit per E-Mail oder unter lnv-bw.de abbestellt werden.

Themen zu diesem Artikel: Infobrief

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