LNV-Infobrief Juni 2017 / Im Blickpunkt: Katharina Heine im LNV-Vorstand

Seit dem 1. August 2016 bin ich Naturschutzreferentin der Hauptgeschäftsstelle des Schwäbischen Albvereins (SAV) und wurde vom SAV als Delegierte in den Vorstand des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg benannt. Bei den Vorstandssitzungen sehe ich es als eine meiner Aufgaben, neben Präsident Dr. Rauchfuß, die Belange und Umweltziele des Vereins zu vertreten.
Ich bin 32 Jahre alt, verheiratet und lebe in Stuttgart. Meinem Diplom in Landschaftsplanung folgte der Masterstudiengang Umweltschutz an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Im Anschluss arbeitete ich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule an verschiedenen Projekten der kommunalen Nachhaltigkeit und bei Kartierungen der Hochschulliegenschaften mit.
Einen großen Teil meiner Arbeitszeit als Naturschutzreferentin nimmt der Landschaftspflegetrupp des SAV ein. Dort koordiniere und organisiere ich die Pflegeeinsätze des fünfköpfigen Trupps und sorge dafür, dass die Förderanträge nach der Landschaftspflegerichtlinie gestellt werden. Auch für die Planung und Organisation des Jahresprogramms Naturschutz mit dem Blumenwiesenfest, naturkundlichen Wanderungen und Lehrgängen bin ich verantwortlich. Jährlich stehen verschiedene weitere Veranstaltungen an, die ich organisieren darf. Dazu gehören etwa die Sitzungen des Arbeitskreises Naturschutz, gemeinsame Landschaftspflegetage mit dem Naturschutzzentrum Schopflocher Alb oder dem Schwarzwaldverein, der Naturschutztag und die Arbeitstagung der Gaunaturschutzwarte. Diese Veranstaltungen bieten viel Raum, um den Kontakt zu Ehrenamtlichen, Behörden und anderen Partnern zu pflegen und auszubauen.
Neben vielen anderen Tätigkeiten bin ich Ansprechpartnerin für alle Angelegenheiten rund um den Naturschutz beim Schwäbischen Albverein. Das vielseitige Aufgabengebiet im Referat Naturschutz lässt meine Arbeit nie eintönig werden und bietet ausreichend Raum für eigene Ideen und Projekte, die den Naturschutz im Schwäbischen Albverein und darüber hinaus weiter voranbringen sollen. Ich wünsche mir eine vertrauensvolle, produktive Zusammenarbeit sowohl mit den Ehrenamtlichen als auch mit Vereinen, Verbänden und Behörden.
Es grüßt Sie herzlich, Ihre
Katharina Heine
Mitglied im LNV-Vorstand

Kontakt: Katharina Heine, Naturschutzreferentin, Schwäbischer Albverein e. V., Hospitalstraße 21 B, 70174 Stuttgart, Telefon 0711 22585 – 14, naturschutz@schwaebischer-albverein.de

Inhalt
LNV Aktiv
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
Alles was Recht ist
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Zum Mitmachen und Hingehen
Bücher, Filme, Neuigkeiten
und außerdem

LNV-Infobrief Juni 2017

LNV aktiv

LNV-Ehrennadel für Werner Kästle

Werner Kästle aus Freiburg – Naturschützer von frühester Jugend an

Seit fast 70 Jahren leitet Werner Kästle die Natur- und Umweltgruppe Jennetal für die NaturFreunde Freiburg und betreut das Naturschutzgebiet “Sumsergarten/Jennetal” bei Ebringen. Seine Wanderbücher, die auch das Natur- und das kulturelle Erbe nahebringen, sind weitbekannt. Der Geehrte hat die große Gabe, Betrachter/innen die Besonderheit und Schönheit auch der unscheinbarsten Blume am Wegesrand näher zu bringen. Der LNV würdigt dieses großartige, fast lebenslange Engagement von Werner Kästle mit der LNV-Ehrennadel. Logr

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LNV-Ehrennadel für Dr. Wilhelm Schloz

Engagierter Naturschützer und Kletterer

Anliegen von Dr. Wilhelm Schloz war stets, Kletterer und Naturschützer ins Gespräch zu bringen und Verständnis füreinander zu wecken. Äußeres Ergebnis dieser Annäherung war 2009 der Beitritt des DAV BW in den LNV. Doch auch Geologie und Grundwasser sind dem Geologen bestens vertraut. Er unterstützte den LNV bis Anfang 2016 im Vorstand und heute als Fachreferent für Wasser und Geologie. Der LNV schätzt Dr. Wilhelm Schloz als Glücksfall für den Dachverband LNV und für den gesamten Natur- und Umweltschutz im Lande und zeichnete ihn mit der LNV-Ehrennadel aus. Logr

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Freiflächen-Solaranlagen

Planungshinweise der Naturschutzverbände

Das Land hat per Verordnung die Kulisse, in der über das Erneuerbare-Energien-Gesetz geförderte Solarparks errichtet werden können, auf alle benachteiligten Gebiete ausgedehnt. Als Ausschlussgebiete sind lediglich Nationalparke und Naturschutzgebiete festgelegt. Dies kann rechtlich vom Land nicht weiter eingeschränkt werden. Die Zulassung von Freiflächen-Solaranlagen erfolgt im Rahmen von Bebauungsplanverfahren. Für ein einheitliches Vorgehen haben Bodensee-Stiftung, BUND, LNV und NABU beim zuständigen Wirtschaftsministerium die Erstellung von Planungshinweisen eingefordert. Tr

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Stadtbahn fördern statt zusätzlicher Garagen

LNV fordert effizienten Einsatz von Steuergeldern bei Umwelt und Verkehr

In einem offenen Brief äußert der LNV sein Unverständnis über die Entscheidung des Stuttgarter Gemeinderates, die Zahl der Parkplätze für eine neue Sporthalle auf der Waldau auszuweiten. Damit setzt sich der Gemeinderat über die Vorschläge der Stadtverwaltung hinweg. Das Gebiet ist bestens an den ÖPNV angeschlossen. Die Mehrkosten liegen bei 32.700 Euro je Stellplatz, die Gesamtinvestitionen bei 12,2 Mio. Euro. Der LNV fordert die verantwortlichen Politiker/innen in Stadt und Land auf, den ÖPNV genauso konsequent und deutlich stärker als bisher zu fördern. Logr

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Umfangreicher LNV-Jahresbericht 2016

LNV-Aktivitäten in Stichworten

Etwa 1.200 Verfahrensunterlagen trafen 2016 in der LNV-Geschäftsstelle ein, weit über 600 Mal haben die LNV-Arbeitskreise mit oft ausführlichen Stellungnahmen Planungsverfahren begleitet. Auf Landesebene war der LNV wieder mit Initiativen und Öffentlichkeitsarbeit für den Natur- und Umweltschutz stark vertreten. Über Veranstaltungen wie dem LNV-Zukunftsforum zu Gewässerschutz / Spurenstoffen erreichten wir Fachleute aus Naturschutz, Verwaltung und Wissenschaft. Und schließlich veröffentlichte der LNV u. a. die 6. Auflage des „Taschenbuchs des Naturschutzes“. Logr

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LNV-Pressemitteilungen

Effizienter Einsatz von Steuergeldern im Bereich Verkehr und Umwelt
LNV fordert Förderung für Stadtbahn statt zusätzliche Garagen auf der Waldau
Solarenergie und Naturschutz in Einklang bringen
Bodensee-Stiftung, BUND, LNV und NABU präsentieren Vorschläge für Planungshinweise
Auszeichnung für Naturfreund Werner Kästle aus Freiburg
LNV vergibt Ehrennadel an engagierten Naturschützer
Auszeichnung für Dr. Wilhelm Schloz vom DAV
LNV vergibt Ehrennadel an engagierten Naturschützer
LNV-Mitgliederversammlung: Ehrung verdienter Naturschützer
Ralf Worm bilanziert die Entwicklung der Landschaftserhaltungsverbände

Aus Politik und Verwaltung

Der LNV trauert um Wolfgang Baur

Gemeinwohlverpflichtung war sein Leitmotiv

Ministerialdirigent a. D. Wolfgang Baur verstarb am 08.05.2017 nach heimtückischer Krankheit. Er leitete ab 2012 die Abteilung Naturschutz erst im MLR, dann im UM. 1987 wurde er vom damaligen Minister Vetter in den Kreis der Gründungsmitarbeiter des neuen Umweltministeriums berufen. Der LNV schätzte die Zusammenarbeit mit Wolfgang Baur sehr, u. a. beim Umweltplan, beim Nationalpark Schwarzwald und beim neuen Naturschutzgesetz. Der LNV verliert mit Wolfgang Baur einen beeindruckenden Ansprechpartner in der Landesverwaltung, den wir auch menschlich sehr schätzten. Bronner

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Verwaltungsgutachten

Natur- und Umweltschutzverwaltung stark belastet

Nach dem Gutachten zur Zukunft der Umweltverwaltung hat das UM im März eine ergänzende Betrachtung für die Naturschutzverwaltung vorgelegt. Die erhobenen Daten decken sich zu einem großen Teil mit denen für die Umweltverwaltung. Sie belegen, dass die Naturschutzverwaltung über die Grenzen der Belastbarkeit hinaus gefordert ist. Die Folge sei, dass z. B. für vorausschauende Naturschutzarbeit die Zeit fehle, eine Vollzugskontrolle nur schwer möglich sei und die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen vernachlässigt werde. Tr

Ergänzungsgutachten zur Naturschutzverwaltung
Gutachten zur Umweltverwaltung
UM-Pressemitteilung vom 23.03.2017, Nr. 55/2017

Nationalpark Schwarzwald

Nationalparkrat beschließt Wegekonzept

In seiner März-Sitzung hat der Nationalparkrat das Wegekonzept beschlossen, nachdem die Anregungen aus dem Online-Dialog u. a. eingearbeitet wurden. Insgesamt ergibt sich damit ein beschildertes Wegenetz von 414 Kilometer Länge und damit 80 Kilometern mehr als zuvor. Das Modul Wegekonzept weist nun 342 Kilo-meter für Wanderer, 197 Kilometer für Radfahrer, 141 Kilometer Winternutzung und 51 Kilometer Reitwege aus, meist mehrfach genutzt. Tr

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Forstliches Gutachten 2015

Wildverbiss und waldbauliche Ziele

Das „Forstliche Gutachten zum Wildverbiss an Waldbäumen“ ist als landesweites, jagdrevierbezogenes Schätzverfahren konzipiert. Es stellt eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Bemessung der Anzahl der zu erlegenden Rehe in den Jagdrevieren dar. Alle drei Jahre nehmen die unteren Forstbehörden die Verbissbelastung der verschiedenen Baumarten im Wald auf. Die aktuelle Auswertung zeigt, dass bei den Baumarten Eiche und Tanne eine reine Bejagung nicht immer ausreichend ist. Mit Schutzmaßnahmen müsse aufwändig nachgeholfen werden. Tr

MLR-Pressemitteilung vom 8.1.2017, Jagdstatistik der Wildforschungsstelle Aulendorf, Ergebnisbericht zum forstlichen Gutachten

Unterstützung für Umwelt- und Naturschutzzentren

Neue Förderung, Antragsfrist 16.05.2017

Mit bis zu 5.000 Euro unterstützt das Umweltministerium in diesem Jahr die Arbeit von Umwelt- und Naturschutzzentren in freier Trägerschaft. Das Geld kommt Projekten in den Bereichen Bildung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit zugute. Insgesamt stehen im Naturschutzhaushalt dafür 100.000 Euro zur Verfügung. Mit der Förderung setzt das Umweltministerium eine Initiative der Regierungsfraktionen um. Vereine und Verbände können Anträge bis zum 16. Juni bei den Regierungspräsidien stellen. Tr

Antragsunterlagen

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Natura 2000

25 Jahre FFH-Richtlinie

Am 21. Mai wurde die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie 25 Jahre alt. Sie bildet zusammen mit der EU-Vogelschutzrichtlinie von 1979 die Grundlage für das Europäische Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Europa. Für 111 der insgesamt 183 Natura 2000-Gebiete im Land liegen zwischenzeitlich die Managementpläne vor. Bis Ende des Jahres 2020 will das Land alle Pläne fertig gestellt haben. In Baden-Württemberg stehen 53 Lebensräume und 61 Arten unter dem FFH-Schutz. Fast 12 Prozent der Landesfläche sind FFH-Gebiete. Tr

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Offenland-Biotopkartierung 2017

In den Landkreisen Göppingen und Breisgau-Hochschwarzwald

Seit 2010 findet eine Neuerfassung der wertvollen Offenland-Biotope in Baden-Württemberg statt. Die letzte Kartierung wurde in den Jahren 1992 bis 2004 durchgeführt. In diesem Jahr sind rund 100 Kartierer/innen in den Kreisen Göppingen und Breisgau-Hochschwarzwald unterwegs. Sie werden für die komplexe Aufgabe zuvor umfassend geschult. Jedes Jahr werden etwa 2 – 3 Kreise in Baden-Württemberg kartiert. Tr

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Landschaftserhaltungsverbände

LEV Biberach gegründet

Am 6. April 2017 wurde der Landschaftserhaltungsverband Landkreis Biberach als 33. LEV in Baden-Württemberg gegründet. 75 % der Kosten für die Finanzierung trägt das Land, die verbleibenden Kosten übernimmt im Fall des LEV Biberach ausschließlich der Landkreis. Der LNV wünscht dem LEV Biberach einen guten Start! Tr

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Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

Zusammenstellung der Fördermaßnahmen 2017

Das Land fördert 2017 den Bau von Straßen der Gemeinden und Kreise mit insgesamt 106 Millionen Euro nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Das ist deutlich mehr als in den letzten Jahren. Gefördert werden etwa die Beseitigung oder Sicherung von Bahnübergängen, die Anlage von Kreisverkehrsplätzen, Lärmschutzmaßnahmen und z. B. Parkleitsysteme. Bezuschusst werden bereits im Bau befindlichen, bewilligte und zur Bewilligung freigegebene Vorhaben der Kommunen mit 58 Millionen Euro. Tr

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Motorradlärm

Lärmminderung durch Displays

Das Land hat Vorstöße zur Verschärfung der bundesgesetzlichen Regelungen unternommen, bislang ohne Erfolg. Alternativ hat das Verkehrsministerium Motorradlärmdisplays zur Praxisreife entwickelt und erprobt. So konnte eine Lärmminderung von im Mittel 1,1 bis 2,2 dB(A) erreicht werden. Das ist eine von den Anwohnern deutlich wahrnehmbare Minderung der Lärmbelastung. Die Anteile der Motorräder mit besonders hohen Schallpegeln an allen Vorbeifahrten wurden um 40 Prozent (zwischen 27 und 48 Prozent) verringert. Tr

LUBW-Messberichte , VM-Pressemitteilung

Fußverkehrs-Check

Acht Gemeinden in dritter Runde

Für die dritte Runde der Fußverkehrs-Checks wurden acht Städte und Gemeinden von einer Jury ausgewählt: Aalen, Backnang, Gerlingen, Meßkirch, Neuenburg am Rhein, Pfalzgrafenweiler, Tauberbischofsheim und Wiesloch. Für sie trägt das Land die Kosten für die Fußverkehrs-Checks. Die Stadt Göppingen wird im Jahr 2017 auf eigene Kosten zum zweiten Mal Fußverkehrs-Checks durchführen, nachdem sie 2015 als Förderkommune teilnahm. Zufußgehen ist für viele Menschen das bevorzugte Fortbewegungsmittel. In Städten und Gemeinden findet allmählich eine Bewusstseinsbildung statt. Tr

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Strom-Verteilnetze

Studie für Baden-Württemberg

Im Auftrag des UM wurde eine Studie zum Ausbau der Verteilnetze im Land erstellt. Die Studie sollte die aktuellen Herausforderungen für die Netzbetreiber darstellen, Verständnis für den erforderlichen Ausbaubedarf schaffen und Impulse für eine vorausschauende Planung geben. Die zukünftige Stromversorgung wird dezentraler sein und immer stärker von der fluktuierenden Einspeisung aus erneuer-baren Energien dominiert werden. Die Studie enthält eine detaillierte Analyse des landesweiten Ausbaubedarfs der Verteilnetze für das Jahr 2030 und beleuchtet drei unterschiedliche Szenarien. Tr

UM-PM 88/2017 vom 3.5.2017
Verteilnetzstudie des UM

Nachhaltigkeit

RENN-Stelle Süd bei LUBW

Nachhaltigkeit beginnt beim eigenen Lebensstil. Gute Ideen finden regionale Mitmacher und Nachmacher – im guten Sinne des Wortes. Reparatur-Cafés, Gemeinschaftsgärten u. a. werden meist von Ehrenamtlichen getragen, die sich für eine ressourcenschonende und nachhaltige Entwicklung einsetzen. Um diese ehrenamtlichen Nachhaltigkeitsaktivitäten auf kommunaler, Landes- und Bundesebene auszubauen und besser zu vernetzen, wurden vier „Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien“ ins Leben gerufen, kurz: „RENN-Stellen“. Tr

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Weißbuch Stadtgrün

Arbeitsprogramm des BMUB

Mit dem Weißbuch Stadtgrün hat der Bund sich ein Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre gegeben. Das Weißbuch definiert zentrale Handlungsfelder und Maßnahmen zur Sicherung und Qualifizierung von Grün- und Freiflächen in den Städten. Dabei geht es um eine bessere rechtliche Verankerung der urbanen grünen Infrastruktur, um gezieltere Fördermaßnahmen, um die Entwicklung von Leitfäden, um die Durchführung von Modell- und Forschungsvorhaben und auch um eine verbesserte Kommunikation zwischen den Akteuren. Mit 50 Mio € wird ein neues Programm „Zukunft Stadtgrün“ bereitgestellt. Tr

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Daten, Fakten, Hintergründe

Mehr Geld für Naturschutz

SRU und WBW-Forderung

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) und der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik (WBW) plädieren für einen eigenständigen und bedarfsgerechten europäischen Naturschutzfonds. Bislang wird Naturschutz in der EU überwiegend aus Mitteln der Gemeinsamen Agrarpolitik finanziert, ein festes Budget gibt es nicht. Die Gelder reichen nicht einmal, um bestehende gesetzliche Verpflichtungen umzusetzen. Die Gelder für den EU-Naturschutzfonds sollten aus den Mittel der Gemeinsamen Agrarpolitik stammen. Tr

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Badegewässerkarte 2017

315 kontrollierte Badestellen

Von den 315 in der vergangenen Badesaison kontrollierten Badestellen in Baden-Württemberg sind 95 Prozent zum Baden „sehr gut“ oder „gut“ geeignet. Lediglich der Finsterroter See in Wüstenrot und das Kocherfreibad in Künzelsau sind in der laufenden Badesaison aufgrund der in der Vergangenheit ermittelten zeitweiligen hygienischen Belastungen gesperrt. Das teilte das Sozialministerium anlässlich der Veröffentlichung der „Badegewässerkarte 2017“ mit. Tr

Pressemitteilung
Interaktive Karte der LUBW

Rothirsche durch Freizeitaktivitäten beeinflusst?

Ergebnisse eine FVA-Studie

Freizeitaktivitäten im Wald nehmen zu. Dies hat Auswirkung auf die dortige Tierwelt. Eine Studie der FVA zeigt nun, dass das Raum-Zeit-Verhalten von Rothirschen stark von Erholungssuchenden beeinflusst wird. Bestehen ausreichend zeitliche Ausweichmöglichkeiten, können die Tiere mit menschlicher Anwesenheit in ihrem Lebensraum umgehen. Große Teile stehen Wildtieren tagsüber jedoch nicht zur Verfügung, sie können die dort verfügbaren z. B. Nahrungs-Ressourcen nur in der Nacht nutzen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sie nachts nicht zusätzlich durch Aktivitäten gestört werden. Logr

Pressemitteilung der FVA, Studie (auf Englisch)

Klimaerwärmung

Nachweis anhand der Apfelblüte im Murgtal

Laut Deutschem Wetterdienst war der März 2017 der wärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnung. Die Apfelblüte im Murgtal hatte bereits Ende März bis 175 Meter über Normalhöhennull begonnen. Dann kam ein Monat später, Ende April, der Frost, der zahlreiche Blüten zerstörte. Wie es im Murgtal mit der Apfelblüte weitergeht, können Sie im LUBW-Tagebuch zur Höhenwanderung der Apfelblüte im Murgtal nachlesen. Die LUBW dokumentiert anhand der Blühstadien entlang des Murgtals seit dem Jahr 2007, wie sich das Klima von der Rheinebene bis zum Schwarzwald verändert. Tr

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Informationen zur Bürgerbeteiligung

Neues aus der Welt der Partizipation

Das Internet-Journal „BBLOG – Der Beteiligungsblog“ wird durch die Deutsche Umweltstiftung betrieben und bietet eine Vielzahl spannender Artikel aus der Beteiligungspraxis und -theorie. Wir leben im digitalen Zeitalter: Smartphones und andere technische Neuerungen ermöglichen ständige Erreichbarkeit und schnellen Zugriff auf Informationen. Frei zugängliche Daten sind Grundlage aufgeklärter Entscheidungen auf allen politischen Ebenen und können zu einer guten digitalen Beteiligung beitragen. Wie Bürgerpartizipation geschehen kann ist zentrales Thema des Blogs. Flo

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Alles was Recht ist…

Erweiterte Klagerechte

EuGH gibt Umweltvereinigungen weitere Klagerechte

Bisher gab es für Umweltvereinigungen Klagerechte z. B. im Rahmen der UVP-Richtlinie. Umweltvereinigungen sollen nun nach einem Grundsatzurteil des EuGH vom 8.11.2016 (Rechtssache C-243/15) allgemein bei behördlichen Verfahren, in denen europäisches Umweltrecht angewandt wird, klagen können. Dies bedeutet, dass z. B. sämtliche Entscheidungen, in denen artenschutzrechtliche Belange von Bedeutung sind, künftig vor Gericht gebracht werden können. Die EuGH-Entscheidung gilt rückwirkend für alle noch nicht bestandskräftigen Verfahren. Flo

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LNV intern

Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung

Dr. Gerhard Bronner berufen

Für die dritte Amtsperiode des Beirats für nachhaltige Entwicklung hat Ministerpräsident Kretschmann den LNV-Vorsitzenden Dr. Gerhard Bronner berufen. Er folgt dem LNV-Vorsitzenden a. D. Reiner Ehret nach, der für zwei Amtsperioden die Naturschutzbelange im Beirat vertreten hatte. Mitglied im Beirat sind 41 Vertreter/innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, darunter die Spitzen von Verbänden und Institutionen der Umwelt, Landwirtschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften, Kommunen, Jugend, Frauen, Integration, Soziales und Kirchen sowie renommierte Wissenschaftler/innen. Logr

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Der LNV trauert um Dr. Wolfgang Herter

Naturbeauftragter des Schwäbischen Albvereins

Nach langer Krankheit ist Dr. Wolfgang Herter am 17.05.2017 viel zu früh von uns gegangen. Wolfgang Herter war freiberuflicher Biologe, hervorragender Botaniker und im Ehrenamt Naturbeauftragter Süd des Schwäbischen Albvereins. Der LNV-Vorstand hat sich u. a. unter Herters Führung 2011 ein Bild vom Umfang des Gämsenverbisses der Felsvegetation im Oberen Donautal gemacht. Der LNV wird Herrn Herter mit seiner freundlichen und zurückhaltenden Art und vegetationskundlichen Fachkompetenz in guter Erinnerung behalten. Tr

Aus den Mitgliedsvereinen

ÖJV: Veranstaltung zu Glyphosat

Am 24.06.2017 in Hildrizhausen

Der ÖJV lädt am 24.06.2017, 14:30 Uhr in Hildrizhausen zur Veranstaltung „Glyphosat – Bedrohung für den Lebensraum von Hase und Rebhuhn und Beeinträchtigung der Physiologie der Verdauung bei Wildtieren“ ein. Den Vortrag hält Prof. Dr. Monika Krüger von der Universität Leipzig. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 €. Anmeldungen und weitere Informationen unter bureo@bw.oejv.de (Iris Müller). Logr

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BNO: Oberschwäbischer Naturschutztag

Natur und Kultur am Federseemoor am 25.06.2017

Der Bund Naturschutz Oberschwaben lädt zu einem umfangreichen Programm mit ornithologischer Frühwanderung, Vorträgen und Exkursionen ein. Das Federsee Ried ist das größte Moor in Südwestdeutschland und Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes NATURA 2000. Weite, undurchdringliche Schilfröhrichte, großflächige Nasswiesen und naturnahe Moorwälder prägen das Bild dieser einzigartigen Naturlandschaft. Zahllose Tier- und Pflanzenarten der Feuchtgebiete leben hier noch in großen, stabilen Beständen. Logr

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Zum Mitmachen und Hingehen

Mobilität von Kindern

Fachveranstaltung am 22.06.2017 in Heidelberg

Das VM und die Nahverkehrsgesellschaf BW laden im Rahmen der Fußverkehrsförderung des Landes zur Veranstaltung „Städte und Gemeinden für Kinder – sicher zu Fuß unterwegs“ ein. Im Mittelpunkt steht die Mobilität von Kindern. Vorgestellt werden Grundlagen der Kindermobilität. Experten zeigen, wie sichere Verkehrsinfrastruktur für Kinder aussieht und wie Straßenräume kindgerecht gestaltet werden können. Gezeigt wird auch, wie Kinder in die Projekte eingebunden werden können. Logr

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Zwei Vor-Ort-Kolloquien der FVA

28.06.2017 in Bad Waldsee / 18.07.2017 in Königsbronn

Die beiden ganztägigen Kolloquien befassen sich unter anderem mit dem Artenschutz im Wald am Beispiel des Lichtwaldkonzeptes und dem Borkenkäfer-Management im Nationalpark. Zu den weiteren Themen gehören „Wildtiermonitoring und Wildtierbeauftragte – Aufgaben und Herausforderungen“ und „Umsetzung von Natura 2000 im Wald“. Das Programm ist interessant und vielfältig, die Teilnahme kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich. Logr

Programm 28.06.2017, Programm 18.07.2017

UM: Energiewendetage Baden-Württemberg

16./17.09.2017: Energiewende gestalten und hautnah erleben

Alljährlich können sich Bürger/innen ein Wochenende lang konzentriert über erneuerbare Energien, Energiesparen, Energieeffizienz sowie Klimaschutz und die Reduzierung von Treibhausgasen informieren. Vereine und Gruppen können ihre Aktion oder Veranstaltung beim UM anmelden und so zu noch vielfältigeren Energiewendetagen beitragen. Das UM unterstützt mit Serviceangeboten bei der Vor-bereitung. Logr

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Handy-Aktion Baden-Württemberg

Recycling und Schonung von Ressourcen

Die Handy-Aktion BW ist ein gemeinsames Projekt kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Träger, des UM und der Deutschen Telekom Technik GmbH. Sie steht unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie. Schätzungen zufolge liegen in Deutschland rund 100 Mio. Althandys ungenutzt in Schubladen. Das entspricht rund 876 Tonnen Kupfer, 26 Tonnen Silber, 2,5 Tonnen Gold und vielen weiteren wertvollen Edelmetallen im Wert von über 160 Mio. Euro. Schon wegen der Ressourcenschonung sollten Altgeräte sachgerecht dem Recycling zugeführt werden. Tr

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Bücher, Filme, Neuigkeiten

Verminderung von Spurenstoffen und Keimen

Schlussbericht der Projekte zeigt wirksames Instrument

Das von Prof. Rita Triebskorn herausgegebene Buch enthält die Ergebnisse von drei Projekten zum Fluss Schussen, die die Effizienz verschiedener Technologien zur Reduktion von Spurenstoff- und Keimeinträgen über Kläranlagen und Mischwasserentlastungen im Einzugsgebiet der Schussen, dem größten deutschen Zufluss des Bodensees untersuchten. Zugrunde liegen unter anderem Analysen von Spurenstoffen, Indikatorbakterien und (multi)resistenten Keimen sowie von biologischen Wirkungen auf der Basis von z. B. Biomarkern bei Fischen und Flohkrebsen. Logr

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Genetische Ressourcen

Neues Informationssystem

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung betreibt das Informationssystem Genetische Ressourcen (GENRES) zur Agrobiodiversität. Diese unterstützt zum einen die Umsetzung der BMELV-Strategie „Agrobiodiversität“ erhalten, Potenziale der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft erschließen und nachhaltig nutzen“. Sie unterstützt ferner die Durchführung der Nationalen Fachprogramme zu pflanzen-, tier-, forst- und aquatischen genetischen Ressourcen und stellt deren Monitoringwerkzeug dar. Tr

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Ökologische Vorrangflächen

Naturschutzfachliche Ausgestaltung

Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) müssen landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als 15 Hektar Ackerland fünf Prozent ihrer Flächen im Umweltinteresse nutzen. Diese Fläche muss damit als ökologische Vorrangflächen ausgewiesen werden. In der Studie untersucht das Institut für Ländliche Strukturforschung (ifls), wie diese Flächen vorher genutzt wurden und wie wirksam sie für den Naturschutz sind. Bereits erschienen ist ein Praxishandbuch. Tr

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Praxishandbuch

… und außerdem

Zum Schmunzeln?!
Der ganz normale „Ess-Ju-Widersinn“
Abdruck mit freundlicher Erlaubnis von Ulrich Wörner; www.UliCartoons.de

LNV-Infobrief
Juni 2017

Verzeichnis der Abkürzungen
• BfN – Bundesamt für Naturschutz
• BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
• BW – Baden-Württemberg
• FFH – Flora-Fauna-Habitat
• ForstBW – Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg
• LSV – Landessportverband Baden-Württemberg
• LUBW – Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
• LV – Landesverband
• MLR – Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
• NABU – Naturschutzbund Deutschland
• VM – Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
• PM – Pressemitteilung
• UBA – Umweltbundesamt
• UM – Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
• UVP- Umweltverträglichkeitsprüfung

Taschenbuch des Naturschutzes

Völlig neu überarbeitete Auflage

Der handliche und vielseitige Ratgeber informiert auf 180 Seiten über die wichtigsten Bestimmungen in Feld, Wald und Flur. Die umfassende Änderung des Natur- und Artenschutzrechts wurde ebenso berücksichtigt wie etwa neue Regelungen zur Jagd oder zum Artenschutz im Wald. Das Taschenbuch will die Orientierung im Naturschutzrecht erleichtern und Naturschützer/innen bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Im Buchhandel (ISBN 978-3-00-054097-4) oder beim LNV (info@lnv-bw.de) zum Preis von 8,80 € erhältlich. Logr
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Impressum:

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Annette Schade-Michl und Kristin Pfeiffer
Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch)
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
Der Infobrief ist ein kostenloser Service des LNV.
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