5. Februar 2016 LNV-Infobrief Februar 2016

Im Blickpunkt: Flüchtlinge und kein Ende

Bronner15-11

Liebe Naturschützer/innen,
das Flüchtlingsthema beherrscht die Medien und die Politik. Die Zuwanderung hat die politische Agenda auf den Kopf gestellt und lässt andere Themen in den Hintergrund treten. Dafür habe ich Verständnis: es hängt viel davon ab, wie wir dieses Problem bewältigen und wie gut diejenigen, die dauerhaft hierbleiben, integriert werden.
Kein Verständnis verdienen aber interessierte Kreise, die Flüchtlinge instrumentalisieren, um miss-liebige Umweltvorschriften abzuschaffen. Man müsse die Verschärfung der Energieeinsparverord-nung aussetzen, damit Bauen billiger wird, hört man. Doch dadurch würden die Altlasten von morgen geschaffen. Richtigerweise haben die zuständigen Minister deshalb dieses Ansinnen verworfen. Die beschlossenen baurechtlichen Erleichterungen halte ich für verkraftbar, auch wenn die vorübergehende Aufweichung des Außenschutzes schmerzt.
Noch weiter geht allerdings der Gemeindetag, der am liebsten die Ausgleichspflicht für Baugebiete ganz abschaffen möchte und damit die Substanz des Naturschutzes berührt. Erfreulich ist, dass sich die Schwesterorganisation Städtetag bewusst nicht an diesen Kampagnen beteiligt. Der LNV hat in einem Positionspapier klargestellt, dass er solche Begehrlichkeiten strikt ablehnt. Die strengere Nachweispflicht für den Wohnflächenbedarf stört den Gemeindetag schon lange; sein Präsident Roger Kehle fordert vehement deren Streichung. Dass dieses Ansinnen sachlich völlig unbegründet ist, hat der LNV in einem Schreiben an Herrn Kehle dargelegt. In keinem einzigen Fall hat die Nachweispflicht den Bau einer Flüchtlingsunterkunft verhindert oder auch nur verzögert. Wenn durch die Zuwanderung der Flächenbedarf mittelfristig wächst, so ist es umso wichtiger, die bauliche Innenentwicklung zu stärken. Allerdings sollte man die Kirche im Dorf lassen: Eine Zuwanderung von 1 Mio. Menschen bedeutet eine Bevölkerungszunahme von 1,2 %. Der Flächenzuwachs durch höhere Wohnraumansprüche innerhalb der letzten 20 Jahre lag beim Mehrfachen!
Wir sollten mit der Flüchtlingsthematik konstruktiv umgehen. Es gibt bereits Projekte, in denen Flüchtlinge im Naturschutz mitarbeiten. Viele von ihnen sind gebildet und bemüht, schnell Deutsch zu lernen. Vielleicht zählen einige von ihnen zu künftigen Mitgliedern der Naturschutzverbände und zu Mitarbeiter/innen im LNV.
Eine Lehre dürfen wir auch ziehen: die Meinung, man könne keine Mitstreiter/innen mehr gewinnen, weil alle potenziell ehrenamtlich Tätigen schon überbeansprucht sind, wurde durch einen Tsunami an Hilfsbereitschaft Lügen gestraft. Wenn es gelingt, etwas als dringendes Problem ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, kann man noch Ehrenamtliche gewinnen. Wir wollen keine Flüchtlingshelfer abwerben. Aber wir sollten für später lernen, wie wir die Zahl der LNV-Aktiven verdoppeln können.
Ihr
Dr. Gerhard Bronner
LNV-Vorsitzender

Inhalt
LNV Aktiv
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Zum Mitmachen und Hingehen
Bücher, Filme, Neuigkeiten


LNV aktiv

Naturschutzstrategie BW – ein Erfolgsmodell

bonde-diskussionsrunde

Interessante Beiträge und spannende Diskussion

„Naturschutzstrategie Baden-Württemberg – wird alles gut?“ fragte der LNV bei einer Podiumsdis-kussion am 28.01.2016 im Stuttgarter Löwentor-Museum. Die Diskutanten waren Naturschutzminister Alexander Bonde, Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetag und LNV-Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner. Zuvor skizzierte Martin Klatt vom LNV-Vorstand die Problemlage. Durch den Abend führte kompetent und souverän Werner Eckert, Leiter der SWR-Redaktion „Umwelt und Ernährung“. Logr

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LNV-Stand bei den Naturschutztagen 2016

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Reges Besucherinteresse rund um die 40. Naturschutztage

Zum ersten Mal war der LNV mit einem Informationsstand bei den Naturschutztagen in Radolfzell vertreten. Vom 3. bis 6. Januar 2016 suchten Mitglieder des LNV-Vorstandes und der LNV-Geschäftsstelle – tatkräftig unterstützt vom Umweltzentrum Schwäbisch Hall – das Gespräch mit den Besucher/innen der Tagung und informierten über die Arbeit des LNV. Leider ist LNV vielen Bürger/innen (noch) immer kein Begriff– für uns Anlass und Ansporn, auch im nächsten Jahr wieder mit einem Stand vertreten zu sein. Flo

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Kein Abbau von Umweltstandards beim Bau

leerstand

Vorrangig innerstädtische Leerstände erschließen

Der LNV fordert in seinem „Positionspapier zur Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge, Migranten und einkommensschwache Gruppen“, für neuen Wohnraum die vorhandenen Leerstände zu nutzen und die innerörtliche Potentiale endlich verstärkt zu erschließen. Forderungen zur Lockerung von Umweltstandards bei den Bauvorschriften weist der LNV entschieden zurück. Unter dem Vorwand neu zu schaffender Wohnungen darf nicht auf den Schutz von Flora und Fauna und auf den schonenden Umgang mit endlichen Ressourcen ganz oder teilweise verzichtet werden. Logr

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Förderung: Gemeindestraßen, ÖPNV, Radwege

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BUND-LNV-Stellungnahme zur VwV LGVFG vom

BUND, LNV und VCD begrüßen in ihrer gemeinsamen Stellungnahme, dass die Gemeindeverkehrsfinanzierung zumindest mittelfristig auf eine gesicherte Basis gestellt wird. Sie kritisieren aber, dass die in der Verwaltungsvorschrift Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (VwV-LGVFG) aufgeführten Ziele der Förderung noch immer einseitig auf die Aspekte einer Verkehrszunahme und eines reibungslosen Verkehrsablaufs, insbesondere des Autoverkehrs, ausgerichtet sind. Sie berücksichtigen zu wenig die Aspekte einer nachhaltigen Mobilität. Tr

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LNV-Pressemitteilungen

LNV-Stiftung startet Ausschreibung 2016
Unterstützung für ehrenamtliches Engagement

Wohnungsbau und Naturschutz
Leerstände nutzen!

Dieselbesteuerung – ein Ende der steuerlichen Privilegierung ist überfällig
Alte Diesel müssen schrittweise raus aus der Innenstadt

Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik
Naturschützer besorgt: Will die CDU zurück in die autofixierte Verkehrspolitik?

VDA darf Abgas-Skandal nicht ausblenden
Zumeldung zur PM des Verbands der Automobilindustrie (VDA)

Schäuble hat Recht! Höhere Treibstoffabgabe aus Klimaschutzgründen längst überfällig
Zumeldung zum Interview von Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble

LNV zum “Bericht zur Lage der Natur”
Zumeldung zur PM des Staatsministeriums

Naturschutzstrategie BW – ein Erfolgsmodell
Rückblick auf den Diskussionsabend mit Minister Alexander Bonde


Aus Politik und Verwaltung

Biosphärengebiet Schwarzwald

Schwarzwald

Verordnung unterzeichnet, Start am 01.02.2016

Mit der Unterzeichnung der Verordnung durch Naturschutzminister Alexander Bonde kann das zweite Biosphärengebiet in Baden-Württemberg starten. Das Biosphärengebiet Schwarzwald wird zum 1. Februar eingerichtet. Mit den 29 beteiligten Gemeinden umfasst es nun eine Gebietskulisse von 63.236 Hektar. Die ersten drei Jahre übernimmt das Land Baden-Württemberg alle Kosten, danach 70 Prozent der Kosten. 30 Prozent übernehmen die Gemeinden mit Unterstützung der Landkreise. Tr

MLR-PM-1/2016 vom 4.1.2016
Entwürfe der BG-Verordnung und -Verwaltungsvereinbarung

Lage der Natur in Baden-Württemberg

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Erster Bericht vorgelegt

Einmal pro Legislaturperiode wird die Landesregierung künftig einen „Bericht zur Lage der Natur“ vorlegen. So sieht es die Naturschutzstrategie vor. Am 12. Januar stellte Ministerpräsident Kretschmann zusammen mit Minister Alexander Bonde den ersten Bericht vor. Aktuelle Informationen zum Zustand und zur Entwicklung von Natur und Landschaft sowie der biologischen Vielfalt seien für eine erfolgreiche Naturschutzpolitik unverzichtbar. Sie dienten außerdem der fachlichen Bewertung von Naturschutzmaßnahmen und dem effizienten Einsatz von Personal und Finanzmitteln. Tr

Bericht zur Lage der Natur
LNV-Pressemitteilung

Aktualisierung der Biotopkartierung

offenland

Arbeitsprogramm 2016 und 2017

Die Aktualisierung der Biotopkartierung erfolgt im 12-jährigen Turnus und wird von der LUBW aus organisiert. Nach Auskunft der LUBW wird in 2016 in den Landkreisen Freudenstadt und Ortenaukreis kartiert, 2017 in Göppingen und dem Breisgau-Hochschwarzwald. Die bislang bereits kartierten Land- und Stadtkreise können der anhängenden Karte entnommen werden. Tr

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Lärmsanierungsprogramm für Straßen

laermwand

Niedrigere Auslösewerte für Lärmsanierung an Landesstraßen

Mit dem 2. Nachtrag zum Haushaltsplan 2015/16 hat der Landtag beschlossen, die Auslösewerte für Lärmsanierung an Landesstraßen um 2dB(A) abzusenken, so dass künftig größere Spielräume für die Verwendung lärmarmer Beläge bei Belagssanierungen in Ortsdurchfahrten bestehen. Die Zwischenbi-lanz des Lärmsanierungsprogramms 2014 bis 2016 fällt positiv aus, weil das MVI bereits mehr Problempunkte als geplant in Angriff nehmen konnte. Tr

MVI-PM vom 28.12.2015 mit Liste der seit 2014 realisierten oder in Durchführung befindlichen Lärmsanierungsmaßnahmen an Bundes- und Landesstraßen und Broschüre zu Straßenverkehrslärm

Landestarif für den ÖPNV geplant

Fahrkartenautomat

Ab Ende 2018 soll eine Fahrkarte durchs ganze Land gelten

Künftig sollen Fahrgäste landesweit durchgängige Fahrkarten über die Grenzen der 22 Verkehrsverbünde hinweg lösen können, so das MVI. Erfahrungsgemäß verbessert ein solches vereinfachtes Verfahren die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erheblich. In einem umfassenden Abstimmungsprozess wurde in den vergangenen zwei Jahren ein Konzept zur stufenweisen Einführung des Landestarifs erarbeitet. Mitte Januar wurde die Absichtserklärung unterzeichnet. Logr

MVI PM vom 13.01.2016

JobTicket BW für Landesbedienstete

job-ticket

Erfolgreicher Start

Seit dem 16. November können die Landesbeschäftigten bei den 22 Verkehrs- und Tarifverbünden und der Deutschen Bahn eine Jahreskarte bestellen, die das Land als Arbeitgeber mit 20 Euro monatlich bezuschusst. Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das flächendeckend ein bezuschusstes Jobticket für seine Mitarbeiter/innen einführt. Bis zum 16.12.15 hatten rund 9.100 Landesbeschäftigte das Angebot angenommen, darunter geschätzte vier bis 25 Prozent Neukunden. Tr

MVI-PM vom 27.12.2015

Neue Naturschutz-Offensive des BMUB

enzkreis

Handlungsprogramm vorgestellt

Das neue Handlungsprogramm “Naturschutz-Offensive 2020” des Bundesministeriums für Umwelt wurde am 14.10.2015 beim 7. Nationalen Forum zur biologischen Vielfalt vorgestellt. Dies soll die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2020 deutlich voranbringen. Das Handlungsprogramm zeigt, wo die größten Defizite bestehen und von wem bis zum Jahr 2020 verstärkte Anstrengungen erforderlich sind. Flo

www.bmub.bund.de


Daten, Fakten, Hintergründe

Umweltdaten 2015

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Daten und Fakten zu Natur und Umwelt in BW

Die aktuelle Auflage 2015 enthält wieder umfassende Daten und Fakten zu den klassischen Umweltmedien Luft, Wasser und Boden sowie zu Natur und Landschaft. Darüber hinaus werden medien- und ressortübergreifende Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz behandelt. Die Umweltdaten Baden-Württemberg erscheinen in regelmäßigen Abständen seit 1979. Logr

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Umweltökonomische Gesamtrechnungen

gesamtrechnung

Inanspruchnahme der Umwelt in der Statistik

Die volkswirtschaftliche Inanspruchnahme der Umwelt in Baden-Württemberg konnte in den letzten Jahren von der wirtschaftlichen Entwicklung etwas abgekoppelt werden. Darauf lassen Indikatoren wie z. B. Rohstoff- und Energieverbrauch, Flächeninanspruchnahme sowie Ausstoß an Treibhausgasen und Abwasser und Abfällen schließen. Mit der neuen CD-Rom „Umweltökonomische Gesamtrechnungen in Baden-Württemberg“ stellt das Statistische Landesamt umfassende Daten zur Verfügung. Logr

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Bevölkerungsentwicklung

bw-lkr

Statistisches Landesamt legt neue Berechnungen vor

Das Statistische Landesamt hat die regionale Bevölkerungsentwicklung neu vorausgerechnet. Demnach sind deutliche Zuwächse in den Städten zu erwarten. Die Annahmen zum zukünftigen Wanderungsgeschehen wurden durch Analyse der Zu- und Wegzüge bis Herbst 2015 entwickelt. Für 2015 wurde mit über 125 000 Personen der höchste positive Wanderungssaldo unterstellt, der jedoch in den Folgejahren absinken soll. Ob dies die reale Entwicklung in den nächsten Jahren wiederspiegelt, ist abzuwarten. Tr

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Erneuerbare Energien und Naturschutz

windkraft

Dialog-Forum zum Energiewende-Projekt von NABU und BUND

Das „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ bietet Hilfestellung und Fortbildungen zu Fragen rund um die Erneuerbaren Energien im Spannungsfeld mit dem Natur- und Artenschutz. Das Projekt zielt auf eine konstruktive Unterstützung der Energiewende ab – speziell des Ausbaus der Windenergie. Um den Ausbau naturverträglich zu ermöglichen, bietet das Dialogforum Beratungen, Schulungen und Informationsmaterial. Flo

Zusammenstellung aller Materialien und Vorträge
Hintergrundinformationen zum Dialogforum

Vogelarten bei Bauleitplanung und Windkraft

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Hinweise zur Bewertung und Vermeidung von Beeinträchtigungen

Nochmals hinweisen wollen wir auf den im Juli 2015 erschienenen Leitfaden „Hinweise zur Bewertung und Vermeidung von Beeinträchtigungen von Vogelarten bei Bauleitplanung und Genehmigung für Windenergieanlagen“, mit dem die LUBW ihr Angebot an Planungshilfen zum naturverträglichen Ausbau der Windenergie erweitert. Die Planungshilfe ergänzt den Windenergie-erlass BW vom 09.05.2012 und ist als Hilfestellung für Planungsträger zu verstehen. Logr

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Infosystem “Brutvögel Baden-Württembergs”

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Online-Angebot der Ornithologischen Gesellschaft BW

Die Ornithologische Gesellschaft BW (OGBW) stellt erstmalig Kenndaten über alle Brutvögel Baden-Württembergs bereit. Brutverbreitungskarten zeigen die 2005 bis 2009 für den Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) ermittelten Bestände. Dargestellt werden auch die ADE-BAR-Bestandsschätzungen sowie die Einstufungen nach den aktuellen bundes- und landesweiten Roten Listen. Die für Vogelkundler wie Naturschützer interessanten Daten können auf der Website der OGBW abgerufen werden. Logr

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Illegale Tötung von Greifvögeln

falke

Neue Dimension erreicht

Mindestens 51 Mal wurden Greifvögel in den letzten 15 Monaten illegal verfolgt, 44 Tiere starben dabei. So lautet die Bilanz, die der NABU, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), und das Komitee gegen den Vogelmord zum Jahreswechsel ziehen. BW nimmt den traurigen Platz 2 bei der illegalen Tötung von Greifvögeln ein. Anlässlich der Wahl des Habichts zum „Vogel des Jahres 2015“ hatten die Verbände die Bevölkerung dazu aufgerufen, Fälle von illegaler Greifvogelverfolgung zu melden. Logr

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Waldzustandsbericht 2015

buchenwald

Zustand von Buchen, Fichten und Tannen geringfügig verbessert

Der Waldzustandsbericht 2015 zeigt zwar ein etwas besseres Ergebnis als im Vorjahr. Allerdings bewegen sich die Waldschäden immer noch auf einem sehr hohen, insgesamt unbefriedigenden Niveau. Die Auswirkungen der Witterung, wie die der Rekordhitze im Sommer, sind deutlich spürbar. Der dramatisch fortschreitende Klimawandel wird den Wald künftig vor noch größere Herausforderungen stellen. Umso wichtiger ist es, den Waldumbau hin zu klimastabileren Mischwäldern konsequent fortzusetzen. Logr

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Wasserrahmenrichlinie

wrrl

Gewässer stärker belastet als vermutet

kleinkrebs

Gängige Pestizidanalysen weisen Toxizität unzureichend nach

Gewässer binden Schadstoffe besonders gut. Um auch geringe toxische Konzentrationen nachzuweisen, sollten Wachstum und Schwimmverhalten von Kleinkrebsen und Mini-Schnecken in die ökotoxikologische Bewertung einbezogen werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Technischen Universität München (TUM). Dass es aussagekräftiger ist, diverse Schadsubstanzen parallel an verschiedenen Arten zu überprüfen als nur Einzeltoxizitätstests durchzuführen, ist ein weiteres Ergebnis der Studien. Logr

PM der Technischen Universität München

Gewässerrandstreifen in BW

gewaesserrandstreifen

Anforderungen und praktische Umsetzung

Die Broschüre von LUBW und WBW-Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung mbH „Ge-wässerrandstreifen in BW – Anforderungen und praktische Umsetzung“ gibt rechtliche und praktische Hinweise zur in § 38 Abs. 1 WHG festgelegten Funktion von Gewässerrandstreifen: „Gewässerrandstreifen dienen der Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktionen oberirdischer Gewässer, der Wasserspeicherung, der Sicherung des Wasserabflusses sowie der Verminderung von Stoffeinträgen aus diffusen Quellen.“ Tr

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Pflege von Gras- und Gehölzflächen an Straßen

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Neues Handbuch erschienen

Entlang von Straßen kann mit einer ökologisch orientierten Pflege von Grünflächen ein großer Bei-trag zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet werden. In Baden-Württemberg gibt es über 27.000 Hektar straßenbegleitende Gras- und Gehölzflächen. Für die fachgerechte Anlage und Pflege dieser Grünflächen hat das MVI eine im Jahr 1991 erschienene Broschüre überarbeitet und unter dem Titel „Straßenbegleitgrün – Hinweise zur ökologisch orientierten Pflege von Gras- und Gehölzflächen an Straßen“ neu herausgegeben. Tr

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Erleichterung für kleine Schlachthäuser

schlachten

Verbot der Schlachtung und Zerlegung im selben Raum soll fallen

Nach Angaben des Agrarressorts soll das nationale Verbot, Fleisch in Schlachträumen auch zerle-gen zu dürfen, fallen. Hierzu soll der § 11 der Tierischen Lebensmittel-Hygieneverordnung gestri-chen werden. Dieser hatte in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Betriebsaufgaben kleiner und kleinster Schlachtbetriebe geführt, mit allen negativen Folgen wie weiten Transporten lebender Tiere zu Großschlachtereien. Etwa 250 Schlachtbetriebe sind von der Neuregelung betroffen, sie soll im März 2016 in Kraft treten. Tr

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Fleischatlas Deutschland Regional 2016

fleischatlas

BUND veröffentlicht Daten und Fakten aus 16 Bundesländern

In Deutschland konzentriert sich die Produktion von Fleisch auf immer weniger Betriebe, während sich zugleich das Höfesterben ungebremst fortsetzt. Das ist eine der Kernaussagen des “Fleischatlas Deutschland Regional 2016”, den der BUND gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht hat. Der “Fleischatlas” enthält erstmals Daten, Fakten und Grafiken zu Fleischproduktion und -konsum in den 16 Bundesländern im Vergleich. Logr

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Vereinswiki hilft bei Vorstandsarbeit

buerochaos

Plattform aus Bayern

„Vereinswiki“ wendet sich vor allem an ehrenamtliche Vorstände und andere Leitungspersonen in Vereinen. Mit Werkzeugen wie Checklisten, Methodenbeschreibungen oder Mustertexten sowie kurzen Fachinformationen will das Wiki Vorstandsarbeit leichter machen. Dazu sind Informationen in acht Themenbereichen von Vereinsgründung über Finanzierung, Recht bis zur Vereinsorganisation gebündelt. Aufgebaut wurde das Vereinswiki vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern (LBE). Logr

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Wie gewinnt man ehrenamtliche Vorstände?

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Leitfaden der Friedrich-Ebert-Stiftung

Der Leitfaden verdeutlicht, wie Vereine ihre Vorstandsarbeit an veränderte Rahmenbedingungen anpassen und Voraussetzungen für den Vorstandswechsel schaffen können. Enthalten sind viele praktische Tipps, um die Vorstandsarbeit wieder attraktiver zu machen und um den Nachwuchs erfolgreich zu fördern. Die Broschüre gibt sowohl positive Empfehlungen als auch Hinweise, was lieber unterlassen werden sollte. Logr

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LNV intern

Termine:

LNV-Mitgliederversammlung: Samstag, 30.April 2016, Stuttgart

LNV-AK-Treffen im Regierungsbezirk Freiburg:
Mittwoch, 13.04.2016 von 16:00 bis ca. 20:30 Uhr in Freiburg

LNV-AK-Treffen im Regierungsbezirk Stuttgart:
Mittwoch, 27.04.2016 von 16:00 bis ca. 20:30 Uhr in Stuttgart

Neues LNV-Info Nr. 1/2016

ak-treffen

Der LNV und seine Arbeitskreise stellen sich vor

Das erste LNV-Info dieses Jahres ist als Hilfestellung für die LNV-Arbeitskreise gedacht, um (potenziellen) neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den LNV-Arbeitskreisen kurz und übersichtlich darzustellen, wer der LNV ist, was die LNV-Arbeitskreise machen und warum sich eine Mitarbeit lohnt. Flo

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Aus den Mitgliedsvereinen

DAV: Klettern in Baden-Württemberg

klettern

Neues DAV-Projekt geht an den Start

Der DAV BW hat mit seinem Projekt „Klettern in Baden-Württemberg“ einen mit 9.000 Euro dotier-ten Preis von Landessportverband BW und UM im Nachhaltigkeitswettbewerb für Sportfachver-bände 2015 erhalten. Kernziel des Projektes ist, die Klettermöglichkeiten in Baden-Württemberg in ausgewählten Klettergebieten zu verbessern. Dabei sollen für den Klettersport interessante und naturschutzfachlich unkritische, aber derzeit unter das Kletterverbot fallende Felsen untersucht und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden für den Klettersport zugänglich gemacht werden. Tr

www.alpenverein-bw.de

Jahresprogramm der NaturFreundeJugend

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Natürlich verreisen

Die NaturFreundeJugend bietet ein naturschonendes Freizeitangebot für Jugendliche, Kinder & Familien zu Natursportarten: Kanu-, Kletter-, Wasser- & Wintersport, Workshops und Weiterbildungslehrgänge zu Erlebnispädagogik, Politik- & Umweltbildung und weiteren Angeboten. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Logr

www.nfjw.de

SAV/SWV: Schulwandern – Lernen im Freien

schulwandern

Ausbildung zum Schulwanderführer – zum Zertifikat in zwei Schritten

Die Heimat- und Wanderakademie BW von SAV und SWV bietet in mehreren Schritten eine „Ausbildung zum Schulwanderführer“ an. Termine dazu finden zwischen Februar und Oktober 2016 statt. Schulwanderungen bieten ideale Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche z. B. soziale Fähigkeiten zu erlernen und sie für die biologische Vielfalt und für ihre Umgebung zu sensi-bilisieren. Logr

Anmeldung und weitere Infos

SAV: Heimat erleben bei Wandertagen

wandertage

Broschüre mit geführten Wanderungen

Der Schwäbische Albverein lädt mit „Wandertage 2016 – Heimat erleben“ dazu ein, Landschaft und Natur unter fachkundiger Führung zu erleben. Gut ausgebildete Wanderführer/innen veranschaulichen die Schönheit des Vereinsgebiets und liefern spannende Informationen zu Landschaft, Natur und Geschichte. Die Strecken reichen von kurz und informativ bis hin zu langen sportlichen Etappen. Logr

wandern.albverein.net

SWV: Naturschutzprogramm 2016

swv-Programm

Naturwandern mit interessanten Einblicken

Wieder bietet der Schwarzwaldverein ein spannendes Programm für Naturschutzwanderungen: im Frühling die blühenden Wiesen im Naturschutzgebiet „Mühlenbachtal“ oder die Orchideenblüte im Liliental (Vorsicht, keine zertreten!), bei sommerlicher Hitze Wandern im Eiszeitpark und im kühlen Herbst können alle aktiv werden beim Landschaftspflegetag im Oktober. Außerdem gibt’s zwei Grundkurse für angehende Naturschutzwarte. Logr

www.schwarzwaldverein.de


Zum Mitmachen und Hingehen

Wildtiere im Siedlungsraum

wildtiere-siedlung

Tagung am 25.02.2016 in Malsch

Die Akademie Ländlicher Raum veranstaltet zusammen mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und das MLR diese Tagung zum Thema Wildtiere im Siedlungsraum, da Anfragen von Bürger/innen bei Behörden häufiger werden. Meist geht es um Füchse und Steinmarder. Aber auch Wildgänse, Dachse, seltener Wildschweine, Waschbären, Nutrias und andere Arten kommen mittlerweile in den Siedlungsräumen von Baden-Württemberg vor. Tr

www.lel-bw.de

Symposium Amphibien- und Reptilienschutz

amphibienschutz

Landesweites EnBW und LUBW-Symposium am 19.02.2016, Stuttgart

Das ganztägige Symposium “Swimmingpool und Sonnenbank – Praktischer Amphibien- und Reptilienschutz in Baden-Württemberg” hat zum Ziel, über die praktische Umsetzung von Amphibien- und Reptilienschutzmaßnahmen informieren, Praxisbeispiele aufzeigen, zum aktiven Schutz der Arten aufzurufen. Es bietet Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldefrist ist der 12.02.2016. Tr

www.naturschutz.landbw.de

EnBW Förderprogramm Amphibien und Reptilien

arten-korb2015

„Impulse für die Vielfalt“ – Bewerbungsfrist 13.05.2916

Die EnBW fördert 2016 im Rahmen des Aktionsplans Biologische Vielfalt erneut Amphibienschutzmaßnahmen in BW. Gemeinsam mit der LUBW wurden bisher bereits 74 Projekte unterstützt. Neu ist die Erweiterung des Programms auf Reptilien. Förderfähig sind u. a. die Anlage von Laichgewässern, die Aufwertung von Landlebensräumen und die Schaffung von Trittsteinhabi-taten zur Populationsvernetzung. Projekte für 2016 können ab 01.10.2016 begonnen werden und müssen bis Jahresende beendet sein. Logr

Projektanträge und Infos

Ausschreibung – Landesnaturschutzpreis 2016

2016-naturschutzpreis

Naturoase Siedlung, Bewerbungsfrist 01. 08. 2016

Der Landesnaturschutzpreis 2016 steht unter dem Motto „Naturoase Siedlung – aber natürlich!“. Verbände, Vereine, Gruppen, Einzelpersonen sowie Schulen und Kindergärten aus Baden-Württemberg können sich mit einem laufenden oder bereits abgeschlossenen Projekt bewerben. Für die Auszeichnung kommen praktische Maßnahmen ebenso in Betracht wie die Umsetzung von Nutzungskonzepten, Patenschaften, Kooperationen, Öffentlichkeitsarbeit oder auch Bildungsmaßnahmen. Tr

www.naturschutz.landbw.de

Ausbildung von Streuobst-Pädagogen

streuobstpaedagoge

Weiterbildung in Böblinger Streuobstschule, Anmeldefrist: 06.02.2016

Seit 2011 wurden 130 Streuobstpädagogen an der Böblinger Streuobstschule ausgebildet. Die Ausbildung umfasst fünf Schulungsblöcke, vier davon jahreszeitenbegleitend zweitägig. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung wird mit einem Zertifikat bescheinigt. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Anmeldungen sind ggf. auch noch nach der angegebenen Frist möglich. Logr

www.streuobst-paedagogen.de

Petition für Tempolimit 120

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Petition des BUND Tuttlingen u. a. an Verkehrsminister Dobrindt

Die Autobahn A 81 zerschneidet die Stadt Geisingen mit ungebremstem Verkehr. Seit über 40 Jahren leiden die Anwohner unter Lärm und Abgasemissionen. Das MVI möchte mit dem Pilotversuch “Tempo 120 auf 30 km” kostengünstig und mit einfachen Mitteln den Ursachen von Unfällen und Lärm entgegenwirken. Ziel der Petition ist es, dieses Projekt gegenüber dem Bundesverkehrsminister zu unterstützen. Logr

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Petition: Regiosaatgut zur (Wieder)-Begrünung

wiese

Auf Zuchtsorten-Saatgut verzichten, Mitzeichnungsfrist: 16.02.2016

Die Petition an den deutschen Bundestag setzt sich u. a. dafür ein, bei der (Wieder)- Begrünung von Flächen sog. Regiosaatgut zu verwenden oder idealerweise Saatgutübertragung aus standortnahen artenreichen Wiesen einsetzen zu lassen. Der Verzicht auf Zuchtsorten-Saatgut und stattdessen die Verwendung von gebietsheimischen Arten ist eine große Chance für die Verbesserung der Naturschutzsituation im Sinne der Biodiversitätsstrategie des Bundes. Logr

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Bücher, Filme, Neuigkeiten

Filmprojekt feiert Premiere

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Wunderschöne Bilder aus dem Nationalpark Schwarzwald

Das Multimediaprojekt „Abenteuer Schwarzwald“ war im Mai 2014 unter der Schirmherrschaft von Minister Alexander Bonde gestartet. Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr hat ein junges Filmteam um Simon Straetker und David Lohmüller den Nationalpark Schwarzwald erkundet. Viele Wochen haben die Filmer und Fotografen bei Tag und Nacht im Nationalpark Schwarzwald verbracht, um mit dem „Tanz“ zweier Ameisen oder einem Blick in hungrige Vogelschnäbel faszinierende Bilder einzufangen. Flo

mlr.baden-wuerttemberg.de

LNV-Infobrief zum Herunterladen:

LNV-Infobrief
Februar 2016

Impressum:

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Annette Schade-Michl und Mariana Smirek
Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch)
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
Der Infobrief ist ein kostenloser Service des LNV.
Bestellung unter lnv-bw.de oder mit einer Email an info@lnv-bw.de. Bitte geben Sie Name, Verein/Institution, Funktion an. Persönliche Daten werden ausschließlich zum Zwecke des Versendens des Infobriefs gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Er kann jederzeit per E-Mail oder unter lnv-bw.de abbestellt werden.

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