LNV-Infobrief August/September 2016

Im Blickpunkt: Tabu in der Umweltdiskussion

Bronner-neu Als in den 1970er-Jahren Umweltthemen politisch aktuell wurden, veröffentlichte der Club of Rome seine bekannte Studie „Grenzen des Wachstums“. Die behandelten Themen wurden intensiv diskutiert, bei vielen gab es Fortschritte: die klassische Umweltverschmutzung in Wasser, Luft und Boden bekam man in bestimmten Regionen in den Griff, Müll wurde reduziert, an der Decarbonisierung der Energieversorgung wird gearbeitet. Nur ein Thema ist aus den Diskussionen völlig verschwunden, ja wurde geradezu tabuisiert: das Bevölkerungswachstum! Nach wie vor gilt der Satz von Aldous Huxley: „Ungelöst wird dieses Problem alle anderen Probleme unlösbar machen.“
Die Kurve ist nicht mehr so steil wie in den 70er-Jahren. Wesentlichen Verbesserungen in Lateinamerika und Teilen Asiens steht Stagnation in Afrika gegenüber. Der gängigen Meinung nach sinkt das Bevölkerungswachstum mit steigendem Wohlstand. Aber auch andere Faktoren zeigen Wirkung: eine aktive Geburtenkontrollpolitik kann durchaus positive Effekte haben, Bildung, die Stellung der Frau, Verbesserungen im Gesundheitswesen, die Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln ebenso. Reich und stark wachsend sind zum Beispiel die Bevölkerungen von Kuwait und Saudi-Arabien, arm und mit einem untypisch geringen Bevölkerungszuwachs Namibia und Simbabwe (Quelle: welt-in-zahlen). In Kenia verglich eine Studie zwei Distrikte mit unterschiedlich engagierter Bevölkerungspolitik: im einen bekommt eine Frau durchschnittlich sechs Kinder, im anderen drei.
Deshalb war es so fatal, dass in den 1980er-Jahren unter dem amerikanischen Präsidenten Reagan und seinen Nachfolgern die Mittel für den UNFPA (United Nations Family Planning Fund) radikal gestrichen wurden, der erfolgreiche und qualifizierte Politik für Familienplanung und Müttergesundheit praktizierte. Konservative islamische Organisationen und christliche Kirchen agierten hier gemeinsam in die falsche Richtung. Zu dieser konservativen Allianz gesellt sich aus einem antikolonialistischen Reflex heraus der Großteil der politischen Linken. Und leider hat auch Papst Franziskus in seiner ansonsten verdienstvollen Umweltenzyklika betont, der Bevölkerungszuwachs sei kein Problem für eine nachhaltige Entwicklung – falscher geht es nicht!
Sie mögen fragen: was geht das uns im Ländle an? Wir haben einen negativen Geburtensaldo, und unsere Zuwanderung kommt überwiegend nicht aus übervölkerten, sondern unter Bürgerkrieg und wirtschaftlichen Krisen leidenden Ländern. Oft lässt sich das aber nicht mehr so genau trennen…. Unsere Nahrungsmittelversorgung basiert zu einem erheblichen Teil auf außereuropäischen landwirtschaftlichen Flächen. Und die werden knapp: wegen zunehmenden Fleischkonsums, durch Bioenergie und eben auch durch Bevölkerungszuwachs. Es macht keinen Sinn, hier einen Faktor (Bevölkerungswachstum) zu tabuisieren und auszuklammern. So wie wir unseren ressourcenintensiven Lebensstil ändern müssen, müssen andere Weltregionen ihr Bevölkerungsproblem in den Griff bekommen.
Es grüßt Sie herzlich!
Dr. Gerhard Bronner

Inhalt
LNV Aktiv
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
Alles was Recht ist
LNV Intern
Zum Mitmachen und Hingehen
Bücher, Filme, Neuigkeiten
und außerdem

LNV-Infobrief
August 2016

LNV aktiv

„Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt“

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Reiner Ehret vertritt LNV beim 2. Spurenstoffkongress in Ulm

Rund 220 Fachleute diskutierten über den Umgang mit Spurenstoffen, deren Auswirkungen sowie die Entwicklungen in der Abwasserreinigung. Eingeladen hatten die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA-Landesverband BW) und das Umweltministerium. Der frühere LNV-Vorsitzende Reiner Ehret vertrat Natur- und Umweltschutzaspekte auf dem Podium.
Spurenstoffe und ihre Umweltauswirkungen sind auch Thema des LNV-Zukunftsforums Naturschutz am 26.11.2016. Logr

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LNV bei Facebook

Facebook

Landesnaturschutzverband nun mit eigener Facebook-Seite

Der Landesnaturschutzverband versorgt seine Mitglieder, sonstige Interessierte und solche, die es werden wollen, seit kurzem auch bei Facebook mit interessanten Neuigkeiten aus der Arbeit des LNV und zu Naturschutzthemen. Wer die Beiträge sehen möchte, muss bei Facebook angemeldet sein. Sie finden uns über die Suchmaske, wenn Sie „Landesnaturschutzverband“ eingeben („LNV“ funktioniert leider nicht). Besuchen Sie unsere Seite – wir freuen uns über Ihre Kommentare, Anregungen und jede Menge „Likes“. Flo

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LNV-Infobrief freut sich auf neue Abonnenten

Infobrief-Online

Ab sofort ist ein Online-Formular für Anmeldungen verfügbar

Mit wenigen Mausklicks, schnell und von überall können sich Interessenten für unseren monatlichen Infobrief anmelden. Das Online-Formular befindet sich auf unserer Webseite. Eine erfolgreiche Anmeldung wird durch eine automatische Email bestätigt. Bei Problemen mit dem Online-Formular besteht auch weiterhin die Möglichkeit, unseren Infobrief mit einer Email an info@lnv-bw.de zu abonnieren. Wir freuen uns, wenn Sie unseren Infobrief Freunden und Bekannten weiterempfehlen! Sm

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Deutscher Landschaftspflegepreis 2016

zorzi

Umweltzentrum Schwäbisch Hall wird für Engagement geehrt

Der Geschäftsführer des Umweltzentrums und stellvertretende Sprecher des LNV-AK Schwäbisch Hall, Martin Zorzi wurde zusammen mit zwei weiteren Naturschützern für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften mit dem 2. Deutschen Landschaftspflegepreis 2016 ausgezeichnet. Als Trio waren sie wichtige Akteure für die Entwicklung der Landschaftserhaltungsverbände in BW. Der LNV gratuliert herzlichst! Logr

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Umweltzentrum Schwaebisch Hall

Aus Politik und Verwaltung

Landesregierung stellt UNESCO-Antrag

Schwarzwald

Biosphärengebiet Schwarzwald soll UNESCO-Reservat werden

Für die gut 63.000 ha große Fläche des Biosphärengebiets Schwarzwald wurde am 29.07 der Antrag auf Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat unterzeichnet. Das Biosphärengebiet Schwarzwald könnte nach dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb das zweite Biosphärengebiet in Baden-Württemberg werden, das den strengen internationalen Kriterien der UNESCO genügt. Eine Anerkennung wäre dann bis Ende 2017 möglich. Flo

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Jagdgesetz soll geändert werden

hochsitz

Änderungsentwurf vom Kabinett zur Anhörung freigegeben

In diesem Gesetzgebungsverfahren sollen Anpassungen in Bereichen vorgenommen werden, in denen sich in der Praxis punktuell Änderungsbedarf gezeigt hat. Vorgesehen ist eine Verringerung der erforderlichen Mindestfläche für Fütterungskonzeptionen bei Rehwild von 2500 auf 1500 Hektar. Angesichts hoher Schwarzwildbestände soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass Wildschweine im März bei günstigen Schneelagen auch im Wald bejagt werden können. Die Kontrastverhältnisse seien dann besonders günstig für die Bejagung. Tr

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EU-Auszeichnung für Streuobstwiesenprojekt

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Wissenswerte Infos zu Streuobstgebieten sind abrufbar

Die EU hat das LIFE+-Projekt „Vogelschutz in Streuobstwiesen des Mittleren Albvorlandes und des Mittleren Remstales“ als eines der EU-weit besten LIFE-Projekte ausgezeichnet. Es wurde im Jahr 2015 abgeschlossen. Weiter zur Verfügung stehen die innerhalb des Projekts erstellten Informationen und Veröffentlichungen. Sie sind auch für andere Streuobstgebiete interessant und wissenswert sowie abrufbar im Internet (als Broschüre zu bestellen: heike.seehofer@rps.bwl.de ). Logr

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Artenschutz am Haus

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Informationen zum Artenschutz am Haus im Internet

Das zweijährige Projekt „Artenschutz am Haus“ im Landkreis Tübingen ist abgeschlossen. Es wurde ein enormer Informationsbedarf festgestellt, wie Fortpflanzungsstätten von z. B. Schwalben, Mauerseglern und Fledermäusen in und an Gebäuden integriert werden können. Deshalb wurde eine zentrale Internetseite mit interessanten und wichtigen Infos zu vorkommenden Arten und ihrem Wohnbedarf, spezifische FAQ-Seiten (häufige Fragen und ihre Antworten) und eine Zusammenfassung der wichtigsten Eckpunkte des Projekts eingerichtet. Logr

weiterlesen, Downloads , Roll-Ups

Gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten

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Für 37 invasive Arten ist ein europaweites Management erforderlich

Am 14. Juli veröffentlichte die EU-Kommission die erste Unionsliste zur neuen EU-Verordnung über invasive gebietsfremde Arten, die verbindlich festlegt, für welche Arten die Regelungen zur Prävention und zum Management greifen. Das BMUB bereitet derzeit ein entsprechendes Durchführungsgesetz vor. In Deutschland treten mind. 24 der gelisteten Arten auf, für BW ist allerdings nur ein Teil der Liste relevant. Leider fehlen Arten wie Riesen-Bärenklau oder Kalikokrebs, die massive Schäden anrichten können. Flo

weiterlesen, Artenliste

Natura 2000

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Weitere Managementpläne fertig

Seit der letzten Berichterstattung über fertiggestellte Managementpläne für Natura 2000-Gebiete (LNV-Infobrief 3/2016) sind folgende Managementpläne abgeschlossen worden. Tr
110. MaP 7619-311 „Gebiete zwischen Bisingen, Haigerloch und Rosenfeld“
111. MaP 6624-401 „Vogelschutzgebiet Jagst mit Seitentälern“
112. MaP 7825-311 „Rot, Bellamonter Rottum und Dürnach“ Tr

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Daten, Fakten, Hintergründe

Umweltportal Baden-Württemberg

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Zahlreiche Umweltthemen online

Das Internetportal „Umwelt BW“ bietet Zugang zu allen wichtigen behördlichen Umweltinformationsangeboten, die Baden-Württemberg betreffen. Neben aktuellen Messwerten lassen sich zahlreiche nützliche Informationen zu Themen wie Abfall, Gentechnik, Klima oder Wasser bis hin zum Umweltrecht abrufen. Links zu weiteren Informationsanbietern ermöglichen eine umfassende Recherche. Flo

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Straßenverkehr im Land nimmt zu

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Mehr Verkehr auf Schiene und Wasserwege verlagern

Der Verkehr auf den Straßen in Baden-Württemberg hat 2015 weiter zugenommen. Dies geht aus dem neuen statistischen Jahresbericht der Landesstelle für Straßentechnik hervor. Gegenüber dem Vorjahr gab es auf den Autobahnen in Baden-Württemberg eine Zunahme des Kraftfahrzeugverkehrs um 2,5 Prozent und des Schwerlastverkehrs um 1,8 Prozent. Die Zunahme zeige einen Umsteuerungsbedarf. Mit immer mehr Straßenverkehr werde es kaum gelingen, die Klimaschutzziele der UN-Klimakonferenz zu erreichen, so das Verkehrsministerium. Logr

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Chemikalien in Textilproduktion

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Greenpeace bewertet Modemarken

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat auf der Online-Plattform „Detox-Catwalk“ 19 Modemarken anhand des Einsatzes giftiger Chemikalien bewertet. Zara, H&M und Benetton produzieren demnach am saubersten. Adidas, Levi’s, Primark und Puma liegen im Mittelfeld. Auf umwelt- und gesundheitsschädliche Stoffe setzen Konzerne wie Nike oder Esprit. Zugleich kritisiert Greenpeace aber das Fast-Fashion-Geschäftsmodell: Neue Kollektionen alle paar Wochen belasten die Umwelt und verschwenden enorme Ressourcen. Logr

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Stadt statt Autos

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Vortrag von Prof. Hermann Knoflacher gehalten in Stuttgart

Verkehrskollaps – eine Stadt erstickt im Verkehr, so lautete der Titel der Veranstaltung. Doch Prof. Knoflacher stellte gleich zu Beginn seines Vortrages klar, dass bereits im Titel der Begriff „Verkehr“ falsch verwendet wird, und belegte dies eindrucktsvoll am Beispiel einer vollen Fußgängerzone. Er führt aus, dass Stadt und Auto nicht zusammenpassen und plädiert für eine vollkommen andere Stadtplanung, die den Menschen als Fußgeher, Fahrradfahrer und ÖV-Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Sch

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Undurchsichtige Legitimierung von CETA

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Tritt CETA vorläufig in Kraft?

Mitte Juli hatte die EU-Kommission angekündigt, dass über das umstrittene Freihandelsabkommen der EU mit Kanada CETA nun auch die nationalen Parlamente abstimmen sollen. Allerdings könnte CETA trotzdem schon vorläufig in Kraft treten, wenn die EU-Staaten den Vorschlag der Kommission annehmen und das Europäische Parlament zustimmt. Kritiker warnen, dieses Verfahren sei nicht hilfreich für die Zustimmung der Bevölkerung zur EU. Logr

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Vogelkollisionen an Windenergieanlagen

wind-vogel

Forschungsbericht zu Kollisionsraten an WEA erschienen

Kollisionen von Vögeln (und Fledermäusen) gelten als ein zentrales Konfliktfeld zwischen dem Ausbau der Windenergienutzung und dem Naturschutz. Das Projekt PROGRESS zur Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-) Vögeln und der Schaffung planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen wurde von BioConsult SH in Zusammenarbeit mit ARSU, IfAÖ und der Universität Bielefeld durchgeführt. Flo

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Alles was Recht ist…

Recycling

Recycling-Geraete

Rücknahmepflicht für Elektro-Altgeräte in Kraft

Seit dem 25.7.2016 muss der Handel alte Elektro-und Elektronikgeräte zurücknehmen, auch der Online-Handel. Zur kostenlosen Rücknahme von Altgeräten sind alle großen Händler verpflichtet, die auf mehr als 400 m² Elektrogeräte verkaufen. Beim Onlinehandel wird entsprechend die Versand-und Lagerfläche zu Grunde gelegt. Große Elektrogeräte wie Kühlschränke und Fernseher müssen immer dann kostenlos zurückgenommen werden, wenn ein entsprechendes Gerät neu gekauft wird. Kleinere Geräte, die in keiner Abmessung länger als 25 cm sind, müssen auch ohne Neukauf kostenlos zurückgegeben werden können. Tr

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Sammel- und Rücknahmestellen

Fracking-Gesetz passiert letzte Hürde

fracking

Fracking mit Einsatz von giftigen Chemikalien verboten

Im Bundesrat hat das Fracking-Gesetz die letzte Hürde genommen und kann jetzt in Kraft treten. Mit dem Gesetz wird das sogenannte unkonventionelle Fracking unter Einsatz giftiger Chemikalien zunächst bis 2021 verboten. Dann soll das Verbot überprüft werden. Im Gesetz wird eine ablehnende Haltung gegenüber der Fracking-Methode ausgedrückt, aber kein umfassendes Verbot der umstrittenen Fördermethode festgeschrieben. Tr

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Inwertsetzung der biologischen Vielfalt

Nagoya-Protokoll

Gesetz zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls in Kraft getreten

Am 1. Juli trat das Gesetz zur Umsetzung der Verpflichtungen nach dem Nagoya-Protokoll in Kraft. Das Nagoya-Protokoll ist ein internationales Instrument zur Inwertsetzung der biologischen Vielfalt und setzt wirtschaftliche Anreize für eine nachhaltige Nutzung der Natur. Es sieht vor, dass jeder Vertragsstaat durch geeignete Maßnahmen sicherstellen muss, dass eine Nutzung genetischer Ressourcen nur im Einklang mit den nationalen Gesetzen des Landes erfolgt, aus dem diese Ressourcen stammen und dass Vorteile fair geteilt werden. Flo

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LNV intern

Neues LNV-Vorstandsmitglied

Boehringer

Benjamin Böhringer vertritt DAV im LNV-Vorstand

Der Deutsche Alpenverein (DAV) wird künftig vom Biologen Benjamin Böhringen im LNV-Vorstand vertreten. Der 39-Jährige ist stellvertretender Vorsitzender des DAV, bislang zuständig für den Fachsportbereich und seit vielen Jahren aktives Alpenvereinsmitglied. Der LNV freut sich auf die Zusammenarbeit. Tr

Zum Mitmachen und Hingehen

Landwirtschaft und Naturschutz

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Verschiedene Fachexkursion zu interessanten Themen

Am 2. August startet in Wangen im Allgäu die erste landesweite Fachexkursion einer im Rahmen des „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“ des NABU geplanten Reihe. Landwirtinnen und Landwirte sowie Naturschutzinteressierte können sich bei insgesamt zwölf Vor-Ort-Terminen ein Bild davon machen, wie das Zusammenspiel von Landwirtschaft und Naturschutz gelingen kann. Zum Auftakt geht es um die Möglichkeiten eines konventionellen Grünlandbetriebs, Naturschutzmaßnahmen in die Betriebsabläufe zu integrieren. Die Teilnahme ist kostenlos. Tr

Folgende weitere Exkursionstermine stehen bereits fest:
Mittwoch, 31.8.2016 (FFH-Grünland und Ackerbau in der Region Reutlingen – Alb-Donau)
Dienstag, 6.9.2016 (Ackerbau in Hohenlohe und Schwäbisch Hall)
Donnerstag, 8.9.2016 (Grünland und Ackerbau in der Region Nordschwarzwald-Kraichgau)
Freitag, 23.9.2016 (Höhenlandwirtschaft im Südlichen Schwarzwald)
Mittwoch, 28.9.2016 (Ackerbauregionen am Oberrhein, Bereich Rastatt)

Anmeldung

Naturwunderwahl 2016

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Bis 18. September 2016 mit abstimmen und gewinnen

Die Heinz Sielmann Stiftung und EUROPARC Deutschland e. V. laden ein, die schönste Wildnis Deutschlands zu küren. Aus 12 vorgeschlagenen National- und Naturparks sowie einem Biosphärenreservat können Sie noch bis zum 18.09.2016 Ihr „Naturwunder“ wählen und mit etwas Glück auch etwas gewinnen. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb steht leider nicht zur Wahl, auch nicht der Nationalpark Schwarzwald, aber immerhin die Wutachschlucht im Naturpark Südschwarzwald. Flo

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Landschaftspflegetag BW 2016

Landschaftspflegetag

21.09.2016 in Bad Rippoldsau

Der diesjährige Landschaftspflegetag Baden-Württemberg von Akademie Ländlicher Raum, Koordinierungsstelle der Landschaftserhaltungsverbände, MLR sowie UM steht unter dem Motto „Offenhaltung und Naturschutz durch Landwirtschaft im Schwarzwald“. Die Veranstaltung findet am Mittwoch den 21. September 2016 in Bad Rippoldsau-Schapbach statt. Nach Vorträgen am Vormittag findet eine Exkursion am Nachmittag statt. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 30 Euro, Anmeldung ist erforderlich. Tr

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Neckarkongress 2016

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23.09.2016 in Rottenburg a.N.

Das UM lädt zum diesjährigen Kongress „Unser Neckar – Von der Vision zur Wirklichkeit“ für Freitag, 23. September 2016 nach Rottenburg a. N. ein. Der Kongress greift aktuelle Themenstellungen im Einzugsgebiet des Neckars auf: Aktivierung des Lebens und Wohnens am Fluss und die Chancen für die Kommunalentwicklung; Gewässerentwicklung zugunsten biologische Vielfalt, Hochwasserschutz und Lebensqualität; der Landesfluss im globalen Tourismusmarketing. Die Tagung ist gebührenfrei. Die Anmeldung über beiliegenden Anmeldebogen oder über die Internetseite der Umweltakademie. Tr

Programm
Anmeldeformular

Offenhaltungsversuche

schafherde

Bereisungsbericht 2016 und Ausblick 2017

Seit vielen Jahrzehnten laufen im Land unterschiedliche Versuche zur Offenhaltung der Landschaft. Die Versuchsflächen liegen über das Land verstreut. Die LEL (Landesanstalt für die Entwicklung der ländlichen Räume) führt jährlich zweitätige Exkursionen zu den Versuchsflächen durch. Die Exkursion 2016 führte in den Schwarzwald. Interessenten sollten sich den Termin nächstes Jahr dabei sein wollen. Für 2017 ist die zweitägige Bereisung für Do./Fr., 11./12.05.2017 auf die Schwäbische Alb geplant. Interessierte sollten sich den Termin vormerken. Tr

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Bücher, Filme, Neuigkeiten

Glyphosat & Co. schädigen Fledermäuse

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Fledermäuse durch Pestizideinsatz in der Landwirtschaft bedroht

Der BUND warnt in einer neuen Publikation „Pestizide – Eine Bedrohung für unsere Fledermäuse“ vor der weiteren Gefährdung von Fledermausarten. Die Bestände vieler in der Agrarlandschaft vorkommenden Fledermausarten seien seit dem verstärkten Einsatz von Insektiziden in den sechziger und siebziger Jahren rückläufig, teilweise sogar zusammengebrochen. Auch Herbizide wie Glyphosat trügen dazu bei, dass Fledermäuse weniger Nahrung finden und dadurch weiter gefährdet sind. Logr

weiterlesen, Fledermaus-Broschüre

Audio-Video-Guides der Umweltakademie

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Landschaften Baden-Württembergs

Die Umweltakademie bietet Audio-Video-Guides über die Landschaften Bodensee, Hohenlohe, Tauberfranken, Schwarzwald und für den Neckar an. In kurzen Sequenzen (ca. 5 Min.) werden einzelne Landschaften, Städte, Besonderheiten von Natur und Landschaft usw. in Ton und Bild vorgestellt. Die Guides sind in youtube eingestellt und stehen kostenlos zur Verfügung. Logr

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Geopark Schwäbische Alb

Geopark

Geheimnissen von Jahrmillionen auf der Spur

Die Auszeichnung Geopark ist ein Gütesiegel für Landschaften mit einem besonderen geologischen und archäologischen Erbe. Die internationale Bedeutung der Schwäbischen Alb wird noch dadurch betont, dass sie Teil der UNESCO Global Geoparks ist. Die lesenswerte Internetseite informiert über vieles Weitere, ebenso wie über den regelmäßigen Newsletter, mit dem der Geopark Interessenten versorgt. Logr

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Landschaftsbildbewertung

landschaftsbild

Gutachten zum Stand von Wissenschaft und Praxis in Deutschland

Die Landschaftsbildbewertung besitzt auch für die Energiewende eine hohe naturschutzpolitische und -fachliche Relevanz, die Bewertungsmethoden sind allerdings bundesweit uneinheitlich. Ziel der Studie war es, einen Überblick über vorliegende Daten- und Planungsgrundlagen, über die in den Bundesländern angewendeten Kriterien zur Operationalisierung der naturschutzrechtlich zentralen Begriffe Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie über die inhaltliche Tiefe der Bearbeitung in den verschiedenen Anwendungsbereichen zu erhalten. Flo

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Mit dem Fahrrad durch Baden-Württemberg

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Routenplaner für Radler

Der im Internet abrufbare „Radroutenplaner Baden-Württemberg“ enthält über 40.000 km an Radstrecken und erleichtert die Planung von Fahrradtouren im „Ländle“. Er berechnet die optimale Route für Alltagsfahrten – inklusive ausgewiesener Radwege, Fahrradstreifen, Höhenprofile und Kombinationsmöglichkeiten mit dem ÖPNV. Flo

Los geht’s

Naturschätze im Ballungsraum

enzkreis

Broschüre von LIFE Heckengäu

In seiner Broschüre „Naturschätze im Ballungsraum“ fasst das LIFE-Projekt Heckengäu seine Aktivitäten aus fünf Jahren Projektarbeit zusammen. U.a. werden für Laien verständlich die folgenden Lebensräume und Arten vorgestellt: Fledermäuse, Gelbbauchunke, Kammmolch und Teichbodengesellschaft, Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Magerrasen und Magerwiesen, Vogelarten im Streuobst, Auenwald und Flussdynamik. Die Broschüre und weitere Faltblätter sind im Internet unter Menüpunkt Infomaterial zu finden. Tr

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Amphibien und Pathogene

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NABU-Handlungsempfehlungen

Der NABU-Bundesfachausschuss Feldherpetologie/Ichthyofaunistik hat eine Handlungsempfehlung zu Hygienemaßnahmen herausgegeben mit dem Ziel der Vermeidung unbeabsichtigter Verbreitung von Pathogenen bei der Amphibienkartierung und bei praktischen Amphibienschutzmaßnahmen. Die Handlungsempfehlungen beschränken sich zunächst auf die drei am besten bekannten und nach allgemeinem Kenntnisstand für Deutschland relevanten Pathogene, die beiden Chytridpilze Bd und Bsal sowie die Ranaviren (aus der Familie der Iridioviren). Tr

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… und außerdem

Einweg oder Mehrweg?

pet-flaschen

DUH fordert Lenkungsabgabe

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert eine Lenkungsabgabe von 20 ct für PET-Einwegflaschen. Einwegflaschen dominieren einer Studie des „Bundes Getränkeverpackungen der Zukunft“ (BGVZ) zufolge den deutschen Getränkemarkt. Der BGVZ wird u. a. von großen Discountern gefördert. Er lehnt die Abgabe ab, da sich die Ökobilanz der Einwegflasche mittlerweile sehr verbessert habe. Die DUH sieht aufgrund des höheren Ressourcenverbrauchs dennoch die Mehrwegflaschen als ökologischere Alternative. Logr

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Wale und Haie in der Nordsee

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Zwergwale und Riesenhaie gesichtet

Mit viel Glück kann man in der Nordsee ganz besondere Meeresbewohner beobachten: Im Rahmen des deutschen Meeresmonitorings wurden im Juni im deutschen Natura 2000-Schutzgebiet Doggerbank zwei Zwergwale (Balaenoptera acutorostrata) gesichtet, nahe des Schutzgebiets Sylter Außenriff wurde zudem ein Riesenhai (Cetorhinus maximus) beobachtet. Aber keine Angst: der Riesenhai ist ein Planktonfresser, Zwergwale gehören zu den Bartenwalen, die sich überwiegend von Krebstieren und Kleinfischen ernähren. Flo

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LNV-Infobrief
August 2016

Verzeichnis der Abkürzungen
• BMUB – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
• BW – Baden-Württemberg
• BfN – Bundesamt für Naturschutz
• ForstBW – Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg
• LSV – Landessportverband Baden-Württemberg
• LUBW – Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
• MLR – Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
• VM – Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
• PM – Pressemitteilung
• UM – Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
• WHO – Weltgesundheitsorganisation

Impressum:

Endredaktion: Dr. Anke Trube, Bildredaktion: Annette Schade-Michl und Mariana Smirek
Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch)
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
Der Infobrief ist ein kostenloser Service des LNV.
Das Bestellformular finden Sie auf der LNV-Startseite, linke Spalte.

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